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Marisa
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Anzahl der Antworten 107
zuletzt 4. Dez.

Extremes Anknabbern von Möbeln / anderen Gegenständen

Hallo an alle, unser 5 Monate alter Labradorwelpe bringt uns zurzeit ziemlich an unsere Grenzen und ich versuche gerade überall Tipps & Empfehlungen zu erhalten, daher jetzt auch hier 😅 Unser Welpe ist wenn er wach ist UNUNTERBROCHEN dabei unsere Möbel oder andere Gegenstände anzuknabbern, trotz frei zur Verfügung stehender Alternativen (Kaffeeholz, Tau, Gummiring etc.). Er reagiert in diesen Momenten natürlich auch nicht auf unser „Nein“, was er im Training mit Leckerlis gut meistert. Alle, mit denen wir uns bisher unterhalten haben, scheinen dieses Problem nicht gehabt zu haben und wir sind langsam echt verzweifelt. Wir können ihn wenn er wach ist keine Sekunde unbeaufsichtigt lassen, weil er sofort unser TV-Board, Couchtisch oder ähnliches ankaut. Alternativen zum Fressen nimmt er natürlich gerne, aber da wird laut Tierärztin stark auf sein Gewicht achten sollten können wir ihm ja nicht mehrmals täglich Kausnacks geben. Es ist echt frustrierend, weil wir daher auch noch nicht mit dem alleine bleiben Training beginnen konnten. Gefrorene Handtücher haben übrigens auch nicht geklappt, innerhalb weniger Minuten waren sie durch die spitzen Zähne zerstört. Hatte jemand auch so einen extremen Knabberer und hat Tipps für uns? Ganz lieben Dank im Voraus!
 
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Kirsten
2. Dez. 14:28
Mir ging es gar nicht darum jemanden anzuprangern. Ich denke, wir alle setzen nach besten Wissen und Gewissen das um, was wir lernen und für richtig befinden.

Ich habe den Hinweis auf hündisches Aggressionsverhalten und Authentizität bisher häufiger gehört um eigenes Verhalten zu legitimieren, das u.a. Meideverhalten auslösen soll, deswegen läuten da mittlerweile bei mir ein paar Alarmglocken. Ich hab das Gefühl, mich dazu äußern zu müssen, bevor das von jemandem unreflektiert übernommen wird.

Wie jemand mit seinem Hund umgeht und wie die Beziehungsqualität ist kann ich aber doch gar nicht beurteilen und möchte das auch nicht. Weder von Leuten, die hier aktiv mitschreiben, noch bei denen, die nur mitlesen.

Kongruenz empfinde ich auch als wichtig.
 
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Alexandra
2. Dez. 14:37
Tiger Balsam drauf,... Und er hört auf...
 
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Dogorama-Mitglied
2. Dez. 14:47
Tiger Balsam drauf,... Und er hört auf...
Äh… ist da nicht Kampfer drin, was wiederum für Hunde hochgiftig ist? Obacht!
 
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Kirsten
2. Dez. 14:55
Als meine eigene Hündin ankam (schätzungsweise wenige Wochen später als deine Hündin alt ist, Marisa,) hatte sie anfangs fast immer ein Tau, Kuscheltier und ein Kaffeeholz zur Verfügung. Das Kaffeeholz hat sie zu dem Zeitpunkt viel genutzt, aber nach heutigem Wissen darum, dass solche harten Gegenstände besonders von Tierärzten stark kritisiert werden, würde ich es heute nicht mehr geben.

Ich würde einfach schauen, dass ihre sie mehr beaufsichtigen könnt, wie von Sonja empfohlen auf Managementmaßnahmen zurückgreifen und sich bewusst sein, dass es eine Entwicklungsphase ist, die vorüber geht. Eine sichere Bindung ist die beste Voraussetzung dafür, dass es später auch mit dem Alleine bleiben klappen wird. Mach dir nicht zu sehr den Kopf darum, das werdet ihr hinbekommen, in dem ihr es in kleinen Schritten angeht. Einige Hunde zeigen, wenn sie Schmerzen haben, ohnehin größere Probleme mit dem Alleine bleiben, als zu Zeiten, in denen alles tutti ist. So könnt ihr euch erstmal auf die kleinen Schritte konzentrieren, die vor dem Verlassen des Hauses kommen. Das kriegt ihr auch hin, wenn es sich in eurer Planung ein wenig nach hinten verschiebt.

Wenn die Schmerzen stärker sind, hilft es vielleicht ein wenig ablenkend zu beschäftigen. Hier kam der Kong für die Gefriertruhe auch immer gut an. Falls Ernie nicht zur Ruhe findet, hilft ggf. etwas mehr Unterstützung über Nähe und Geborgenheit.

Konntest du denn generell etwas aus dem Thread für dich mitnehmen?
 
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Anja
2. Dez. 15:44
Ihr habt ja schon so einiges versucht. Zusätzliche Tipps habe ich da leider nicht. Aber ich kann euch sagen, dass es aufhört. Bei meiner Emma (Labrador Retriever) war es nämlich ganz genauso. Sie hat die Pedale vom Ergobike und den Stepper angeknabbert, Möbelgriffe, bei einer Treppenstufe den Teppich angeknabbert, meine Pumps, eine Brille und eine Computermaus angeknabbert. Es war beim Zahnwechsel. Und auf einmal hörte sie damit auf.
 
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Sabine
2. Dez. 15:53
Also Nanouk hat meine Holzmöbel auch angeknabbert(wenn man das noch so nennen kann).Ich bin dann jeden Morgen mit Fernhaltespray für Hund und Katz durch die Wohnung und hab alles eingesprüht was mir heilig war.Hat dann alles irgendwie nach Citronella gerochen,aber es hat geholfen.Heute keine Probleme mehr.
 
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Mel und
2. Dez. 17:59
👍🏻 Der Schnauzgriff wird unter Hunden weder als Korrektur noch als Erziehungsmaßnahme oder Maßregelung angewandt, sondern im Wesentlichen von der Mutterhündin um den Überschwang ihres Welpen freundlich und sehr sanft „einzubremsen“.
Da bin ich bei dir – so, wie du es beschreibst, wirkt es allerdings vielleicht für manche so, als wäre der Schnauzgriff "für Menschen" damit automatisch legitimiert. Wichtig ist aber: Wir sind nun mal keine Mutterhündinnen. Was zwischen Hündin und Welpe natürlich funktioniert, ist für uns Menschen meiner Meinung nach weder angemessen noch sinnvoll. Das sollte nochmal hervor gehoben werden finde ich.
 
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Dogorama-Mitglied
2. Dez. 19:31
Da bin ich bei dir – so, wie du es beschreibst, wirkt es allerdings vielleicht für manche so, als wäre der Schnauzgriff "für Menschen" damit automatisch legitimiert. Wichtig ist aber: Wir sind nun mal keine Mutterhündinnen. Was zwischen Hündin und Welpe natürlich funktioniert, ist für uns Menschen meiner Meinung nach weder angemessen noch sinnvoll. Das sollte nochmal hervor gehoben werden finde ich.
Gut. Ich wollte das ganz und gar nicht legitimieren, im Gegenteil. 😱
 
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Marisa
2. Dez. 20:11
Danke für die zahlreichen Anregungen, Erfahrungen, Tipps und ähnliches, es war auf jeden Fall einiges dabei, was hilfreich für uns war! Wir werden davon die nächsten Tage auf jeden Fall einiges probieren und vor allem nochmal genauer darauf schauen, ob er vielleicht unter- oder überfordert ist. Seine Ruhezeiten versuchen wir schon seit er bei uns lebt zwanghaft einzuhalten, er schläft nämlich nur sehr selten freiwillig und wurde daher von Beginn an zum schlafen an eine Box gewöhnt, da war sonst an Schlaf nicht zu denken. Mittlerweile schläft er zumindest abends freiwillig und dann auch den ganzen Abend meist auf dem Sofa. Wir wohnen in der Stadt und gehen morgens zum lösen raus (10 Minuten), dann gehe ich vor der Arbeit mit ihm ca. 15 Minuten mit Schleppleine im Feldweg, auf der Arbeit hat er eine Box und schläft viel, das hat er von Anfang an so kennengelernt, dass dort Ruhe angesagt ist. Wenn er da wach ist bekommt er immer etwas zu knabbern (Rinderohr oder ähnliches). Mittags geht es zum
lösen wieder ca. 10 Minuten raus und nach der Arbeit nochmal in den Wald für knapp 25-30 Minuten. Abends und vorm schlafen gehen wir dann nur kurz raus. Ich denke, dass ich vor allem für die geistige Auslastung gerne noch Tipps oder Empfehlungen gebrauchen könnte. Ich habe heute schon einen Schnüffelteppich und einen Snackball bestellt. Wir versuchen tagsüber immer wieder verschiedene Dinge zu trainieren, hatten aber seit Anfang an Unsicherheiten, was zu viel und was zu wenig ist.
 
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Ker
3. Dez. 07:24
Danke für die zahlreichen Anregungen, Erfahrungen, Tipps und ähnliches, es war auf jeden Fall einiges dabei, was hilfreich für uns war! Wir werden davon die nächsten Tage auf jeden Fall einiges probieren und vor allem nochmal genauer darauf schauen, ob er vielleicht unter- oder überfordert ist. Seine Ruhezeiten versuchen wir schon seit er bei uns lebt zwanghaft einzuhalten, er schläft nämlich nur sehr selten freiwillig und wurde daher von Beginn an zum schlafen an eine Box gewöhnt, da war sonst an Schlaf nicht zu denken. Mittlerweile schläft er zumindest abends freiwillig und dann auch den ganzen Abend meist auf dem Sofa. Wir wohnen in der Stadt und gehen morgens zum lösen raus (10 Minuten), dann gehe ich vor der Arbeit mit ihm ca. 15 Minuten mit Schleppleine im Feldweg, auf der Arbeit hat er eine Box und schläft viel, das hat er von Anfang an so kennengelernt, dass dort Ruhe angesagt ist. Wenn er da wach ist bekommt er immer etwas zu knabbern (Rinderohr oder ähnliches). Mittags geht es zum lösen wieder ca. 10 Minuten raus und nach der Arbeit nochmal in den Wald für knapp 25-30 Minuten. Abends und vorm schlafen gehen wir dann nur kurz raus. Ich denke, dass ich vor allem für die geistige Auslastung gerne noch Tipps oder Empfehlungen gebrauchen könnte. Ich habe heute schon einen Schnüffelteppich und einen Snackball bestellt. Wir versuchen tagsüber immer wieder verschiedene Dinge zu trainieren, hatten aber seit Anfang an Unsicherheiten, was zu viel und was zu wenig ist.
Wenn er nur einmal am Tag im Wald toben kann und ihr ansonsten immer nur diese kurzen Gassigänge mit Leine macht, ist das aber zu wenig. Ein Welpe/Junghund im Alter von 5 Monaten sollte mehrfach am Tag ( 3-4x) für 20 - 25 Minuten draußen ohne Leine frei rennen, toben und schüffeln können! Das ist nicht nur für den Energieabbau wichtig, sondern für die gesamte Entwicklung von Muskeln, Bänder, für die Schulung des Gleichgewichtssinns, Körperbeherrschung/Körpergefühl und Trittsicherheit und das Kardiosystem. Also bitte nicht nur mit Kauartikeln und Futter beschäftigen! Erstmal für zeitlich angemessene Bewegung sorgen.