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zuletzt 20. März

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Caro
15. März 20:53
Heute ging es wieder in ein neues Abenteuer wo unsere Beziehung auf die Probe gestellt wurde und es mit einem (erleichterten) Lacher endete. Am Anfang des Spazierganges ging es am Feldweg entlang. Zu unserer rechten war das Feld, zu unserer linken der Dichte urige Wald. Dracu lief viele Meter vor, wir hinterher, wo ich und mein Partner zwei Rehe aufschreckten diese dann parallel zu uns liefen, Richtung Dracu.🙈 Dracu stand genau zu dem Zeitpunkt auch noch am Eingang des Weges der in den Wald hinein ging wo die Rehe rüber rannten. Dracu schaute artig hinterher, ich am dauerloben, hatte auch zum Rückruf gepfiffen, dem er aber nicht folge leistete sondern nach dem Rehe gucken erstmal gekackt hatte und dann zu mir gerannt kam.😂🫶🏻 Das Video zeigt uns beim gemeinsam erkunden der Wildwechsel. 🧐 Er ist voller Freude dabei, aufmerksam und orientiert. 😊
Voll super! 👍♥️
Braver Graf 🥰
 
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Doro
16. März 03:55
Heute ging es wieder in ein neues Abenteuer wo unsere Beziehung auf die Probe gestellt wurde und es mit einem (erleichterten) Lacher endete. Am Anfang des Spazierganges ging es am Feldweg entlang. Zu unserer rechten war das Feld, zu unserer linken der Dichte urige Wald. Dracu lief viele Meter vor, wir hinterher, wo ich und mein Partner zwei Rehe aufschreckten diese dann parallel zu uns liefen, Richtung Dracu.🙈 Dracu stand genau zu dem Zeitpunkt auch noch am Eingang des Weges der in den Wald hinein ging wo die Rehe rüber rannten. Dracu schaute artig hinterher, ich am dauerloben, hatte auch zum Rückruf gepfiffen, dem er aber nicht folge leistete sondern nach dem Rehe gucken erstmal gekackt hatte und dann zu mir gerannt kam.😂🫶🏻 Das Video zeigt uns beim gemeinsam erkunden der Wildwechsel. 🧐 Er ist voller Freude dabei, aufmerksam und orientiert. 😊
Spitze 🤩 Voll gut gemacht 👏
 
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Das
17. März 18:35
Erinnerungen: Fine zeigt vorbildlich den Wildwechsel an.
Sie wäre eine gute Lehrerin für Dracu gewesen. 🥲
 
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Kirsten
17. März 22:28
Die Mira war in den letzten Wochen echt toll. Ich bin seeeehr zufrieden mit ihr gewesen und es hat einfach nur riesig Spaß gemacht gemeinsam unterwegs zu sein.

Heute haben wir unterwegs Hundekumpel getroffen, die wir zwar einzeln kannten, aber nicht als Gruppe. Aufgrund der entstandenen Gruppendynamik kam es zu einem fiesen Rempler mit einem größeren Hund. Ein paar Minuten später stand Mira mit der Pfote in der Luft und Schmerzgesicht. Wir sind in Slow-Mo nach Hause geschlufft, Mira hat nicht gelahmt, aber man sah ihr über Mimik und Verhalten die Schmerzen deutlich an.

Nachdem wir einige Minuten sehr langsam auf dem Heimweg waren, hat sie angefangen sich Jagdreizen zuzuwenden, die sie auf dem Hinweg schon wahrgenommen hatte, für sie aber nicht so wichtig waren, anschließend konnte sie jeweils wieder ein paar Meter zügiger nach Hause laufen, weil die Schmerzen wohl für eine kurze Zeit weniger stark waren.

Auf der Abendrunde ging sie nicht mehr so langsam, und die Schmerzsymptome waren subtiler. Dafür stieg sie wieder viel mehr auf Umgebungreize ein, als ich das aus vergangenen Wochen gewohnt war und zeigte starke Probleme sich von ihnen zu lösen, war generell schlechter ansprechbar und durchgehend mit mehr Spannung im ganzen Körper unterwegs. Das Radar lief auf Hochtouren.

Bemerkt habe ich, dass ihr fröhliche Stimmung und Worte sehr gut taten, um weniger in ihre Welt zu flüchten zu müssen und sich dort komplett reinzusteigern. Die hat sie förmlich aufgesogen und sie schienen ihr zu helfen, nicht so sehr nach Außenreizen scannen zu müssen.

Für mich war der Tag nochmal ein deutlicher Reminder, wie sehr Schmerzen Treiber von Jagdverhalten sein können, deswegen wollte ich euch nochmal einen kleinen Bericht von heute dalassen, auch wenn er nicht ganz so positiv ist.
 
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Das
18. März 05:14
Die Mira war in den letzten Wochen echt toll. Ich bin seeeehr zufrieden mit ihr gewesen und es hat einfach nur riesig Spaß gemacht gemeinsam unterwegs zu sein. Heute haben wir unterwegs Hundekumpel getroffen, die wir zwar einzeln kannten, aber nicht als Gruppe. Aufgrund der entstandenen Gruppendynamik kam es zu einem fiesen Rempler mit einem größeren Hund. Ein paar Minuten später stand Mira mit der Pfote in der Luft und Schmerzgesicht. Wir sind in Slow-Mo nach Hause geschlufft, Mira hat nicht gelahmt, aber man sah ihr über Mimik und Verhalten die Schmerzen deutlich an. Nachdem wir einige Minuten sehr langsam auf dem Heimweg waren, hat sie angefangen sich Jagdreizen zuzuwenden, die sie auf dem Hinweg schon wahrgenommen hatte, für sie aber nicht so wichtig waren, anschließend konnte sie jeweils wieder ein paar Meter zügiger nach Hause laufen, weil die Schmerzen wohl für eine kurze Zeit weniger stark waren. Auf der Abendrunde ging sie nicht mehr so langsam, und die Schmerzsymptome waren subtiler. Dafür stieg sie wieder viel mehr auf Umgebungreize ein, als ich das aus vergangenen Wochen gewohnt war und zeigte starke Probleme sich von ihnen zu lösen, war generell schlechter ansprechbar und durchgehend mit mehr Spannung im ganzen Körper unterwegs. Das Radar lief auf Hochtouren. Bemerkt habe ich, dass ihr fröhliche Stimmung und Worte sehr gut taten, um weniger in ihre Welt zu flüchten zu müssen und sich dort komplett reinzusteigern. Die hat sie förmlich aufgesogen und sie schienen ihr zu helfen, nicht so sehr nach Außenreizen scannen zu müssen. Für mich war der Tag nochmal ein deutlicher Reminder, wie sehr Schmerzen Treiber von Jagdverhalten sein können, deswegen wollte ich euch nochmal einen kleinen Bericht von heute dalassen, auch wenn er nicht ganz so positiv ist.
Und dennoch hat diese Geschichte ihre guten Seiten.
Zb wie gut du Mira lesen kannst, wie gut du reflektierst, dass du erkennen konntest wie gut du Mira inzwischen tust, und das Hunde auch nur Menschen sind, die das nächst beste als Stressabbau nutzen.

Bei Dracu ist das genauso.
Er ist der beste erzogenste Hund, aber kommt Stress ins Spiel aus welchen Gründen auch immer, muss ich ihm seine Reaktivität eingestehen.
Zb nach Tierarzt Besuch ist Leine Pflicht.
Ich kann jeden einzelnen Moment wo Dracu durch ging mit vorangegangenen starken Stresssituation verknüpfen.
Mittlerweile haben wir seine Bauchschmerzen und Durchfall gut im Griff, auch seine Umweltfestigkeit ist deutlich gestiegen, und seitdem streift er so gelassen durch den Wald. ☺️
Vor einem Jahr war es noch so, ein Mülltonnendeckel knallt zu und der nächste Vogel der über den Weg flog wurde zum gejagten.

Du hast also Recht, Kirsten.
Stress pusht das Jagdverhalten durch die Endorphine, Glückshormone die dem Hund in dem Moment einfach gut tun.
Das hat nichts mit ungehorsam zu tun.
 
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Kirsten
18. März 08:22
Und dennoch hat diese Geschichte ihre guten Seiten. Zb wie gut du Mira lesen kannst, wie gut du reflektierst, dass du erkennen konntest wie gut du Mira inzwischen tust, und das Hunde auch nur Menschen sind, die das nächst beste als Stressabbau nutzen. Bei Dracu ist das genauso. Er ist der beste erzogenste Hund, aber kommt Stress ins Spiel aus welchen Gründen auch immer, muss ich ihm seine Reaktivität eingestehen. Zb nach Tierarzt Besuch ist Leine Pflicht. Ich kann jeden einzelnen Moment wo Dracu durch ging mit vorangegangenen starken Stresssituation verknüpfen. Mittlerweile haben wir seine Bauchschmerzen und Durchfall gut im Griff, auch seine Umweltfestigkeit ist deutlich gestiegen, und seitdem streift er so gelassen durch den Wald. ☺️ Vor einem Jahr war es noch so, ein Mülltonnendeckel knallt zu und der nächste Vogel der über den Weg flog wurde zum gejagten. Du hast also Recht, Kirsten. Stress pusht das Jagdverhalten durch die Endorphine, Glückshormone die dem Hund in dem Moment einfach gut tun. Das hat nichts mit ungehorsam zu tun.
Ja, es war schön zu sehen, dass ich sie damit ein wenig unterstützen konnte.

Aber hier ist nichts perfekt. In der Situation, wo sie sich verletzt hatte, und kurz Schutz brauchte, hatte ich einen völlig unterkraulten Goldi quer vor mir stehen 🫠.
Mira sucht nur sehr selten Schutz und in dem Moment konnte sie dadurch nicht zu mir kommen, ich hab’s nicht direkt gerafft, weil es so schnell ging. Sie ist dann stattdessen zur Halterin des Hundekumpels gegangen, die frei stand. Der Hundekumpel hatte das Problem viel eher erfasst und Mira vom anderen Hund abgeschirmt. Toller Kerl!

Es wird hier oft über andere Halter geschimpft, aber alle haben direkt unterbrochen und ihre Hunde zu sich geholt, als sie gemerkt haben, dass da etwas nicht in Ordnung ist.
 
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Jochen
18. März 15:27
Und dennoch hat diese Geschichte ihre guten Seiten. Zb wie gut du Mira lesen kannst, wie gut du reflektierst, dass du erkennen konntest wie gut du Mira inzwischen tust, und das Hunde auch nur Menschen sind, die das nächst beste als Stressabbau nutzen. Bei Dracu ist das genauso. Er ist der beste erzogenste Hund, aber kommt Stress ins Spiel aus welchen Gründen auch immer, muss ich ihm seine Reaktivität eingestehen. Zb nach Tierarzt Besuch ist Leine Pflicht. Ich kann jeden einzelnen Moment wo Dracu durch ging mit vorangegangenen starken Stresssituation verknüpfen. Mittlerweile haben wir seine Bauchschmerzen und Durchfall gut im Griff, auch seine Umweltfestigkeit ist deutlich gestiegen, und seitdem streift er so gelassen durch den Wald. ☺️ Vor einem Jahr war es noch so, ein Mülltonnendeckel knallt zu und der nächste Vogel der über den Weg flog wurde zum gejagten. Du hast also Recht, Kirsten. Stress pusht das Jagdverhalten durch die Endorphine, Glückshormone die dem Hund in dem Moment einfach gut tun. Das hat nichts mit ungehorsam zu tun.
Ja, bei vielen Hunden ist das so, bei Pepe ist das Gegenteil der Fall. Sobald er gestresst ist, kann ich mir sicher sein, dass er in meiner Nähe bleibt, je nach Level exploriert er gar nicht mehr.

Je besser er drauf ist, desto aufmerksamer muss ich sein.

Ja, es ist sehr wichtig zu erkennen und einordnen zu können, wie der Hund wann tickt.
 
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Das
18. März 16:18
Ja, bei vielen Hunden ist das so, bei Pepe ist das Gegenteil der Fall. Sobald er gestresst ist, kann ich mir sicher sein, dass er in meiner Nähe bleibt, je nach Level exploriert er gar nicht mehr. Je besser er drauf ist, desto aufmerksamer muss ich sein. Ja, es ist sehr wichtig zu erkennen und einordnen zu können, wie der Hund wann tickt.
So ist das in einer Beziehung nun mal. 😊
Und wer seinen Hund, so gut wie du, Kirsten und viele andere einschätzen können ist das eine wunderbare Beziehung die auf gegenseitigen Respekt beruht, und nur so kann eine Beziehung nachhaltig funktionieren.

Ich denke, so introvertiert wie Pepe ist, ist das bei ihm vorraus zu sehen.
Da ist Dracu eben doch zu draufgängerisch. 😅
 
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Das
18. März 16:20
Ja, es war schön zu sehen, dass ich sie damit ein wenig unterstützen konnte. Aber hier ist nichts perfekt. In der Situation, wo sie sich verletzt hatte, und kurz Schutz brauchte, hatte ich einen völlig unterkraulten Goldi quer vor mir stehen 🫠. Mira sucht nur sehr selten Schutz und in dem Moment konnte sie dadurch nicht zu mir kommen, ich hab’s nicht direkt gerafft, weil es so schnell ging. Sie ist dann stattdessen zur Halterin des Hundekumpels gegangen, die frei stand. Der Hundekumpel hatte das Problem viel eher erfasst und Mira vom anderen Hund abgeschirmt. Toller Kerl! Es wird hier oft über andere Halter geschimpft, aber alle haben direkt unterbrochen und ihre Hunde zu sich geholt, als sie gemerkt haben, dass da etwas nicht in Ordnung ist.
Ich weiß wie das einen wurmen kann. Aber leider sind das immer wirklich nur Sekunden wo wir Menschen noch gar nicht Handlungsfähig sind weil das noch nicht ganz im Hirn ankam.😅
Wenigstens bist du dir dessen bewusst was überhaupt passiert ist.
Bei nächsten Mal bist du wachsamer, und du und Mira habt noch so viel gemeinsame Zeit zusammen wo du dich bestimmt noch oft genug als Hilfe erweisen musst.
 
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Das
18. März 16:23
Bevor es zur Lagebesprechung an den Baumstumpf ging waren wir vorher eine Runde um den Teich im Dorf.
Als wir Drumherum gingen witterte Dracu auf einmal interessiert Richtung Teich.
Ich schaute mich auf dem Teich um, und siehe da, neben den vielen Enten schwamm ein Nutria durchs Wasser und fraß genüsslich etwas.

Es lohnt sich darauf zu achten was einem der Hund durch Nase , Augen und Ohren "zeigt".