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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 1. März

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Vivi &
20. Feb. 14:10
Oh, Stadt hat Polli echt perfektioniert: möglichst unsichtbar machen und mit Nase auf dem Boden durch die Tische der Ku‘damm-Terrasse der Pizzeria an der Ecke, wenn ich sie nicht rechtzeitig stoppe… sie findet immer Pizza-Reste und die Leute kriegen‘s meist gar nicht mit, das sie da vorbeischnüffelt. Straßenhund halt!😫 Was ich interessant finde: gesucht wird als Hütehund optisch, dann aber olfaktorisch untersucht, ob essbar oder nicht: Tomate bleibt konsequent liegen, die geplatzte Packung mit den eingelegten scharfen Paprika + Oliven wurde dagegen sofort weginhaliert!😳 Da war ich nicht schnell genug. Das schnüffelnd-Spur-verfolgen mussten wir ihr echt erst beibringen! Selbes auch beim Versteckspielen (macht sie total gerne😀): da wird erst die ganze Wohnung optisch abgesucht und erst, wenn sie so niemanden findet, erinnert sie sich, dass sie auch ne Nase hat! 🤪
Das ist so witzig den unterschied zu sehen. Die Hündin, mit der ich öfter Gassi gehe, ist ein Schäferhundmix? aus Rumänien. Und sucht alles optisch ab. Wenn das nicht funktioniert, wird die Nase benutzt.
Und Pico ist das exakte Gegenteil. Der benutzt erst seine Nase, läuft dann gegen irgendwas gegen und er erinnert sich, dass er Augen hat.

Zum Glück haben die beiden sehr unterschiedliche Vorlieben, was Essen angeht. Pico ist zum Beispiel ein absoluter Fan von Laugengebäck und bei Pizza dreht er durch, Tali bevorzugt Döner und ist etwas Fleischlastiger unterwegs (sagt aber auch nicht nein zu Obst und Gemüse).

Meine Tröten❤️
 
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Caro
21. Feb. 10:34
🦫👀
 
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Kirsten
21. Feb. 10:47
🦫👀
Tolle Biberentdeckungen 😍
 
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Steffi
21. Feb. 10:50
Hallo, ich habe in einem anderen Ulli-Buch gelesen, dass die kognitiven Fähigkeiten von Hunden vergleichbar sind mit denen von ca. 3jährigen Kindern.
Ich frage mich, wie das einzuordnen ist, vermutlich in Bezug auf das Leben und Zurechtfinden in der Menschenwelt bzw. Hundebegegnungen unter Einfluss der beteiligten Halter.
Es ist das Buch "Alltagswege zur Freundschaft"
Falls es hier nicht hergehört, bitte sagen🙂
 
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Caro
21. Feb. 11:17
Tolle Biberentdeckungen 😍
Oh ja es war mega spannend! Aber trotz fliegender Gänse und aufregender Spuren und Hundefreundin dabei war Lucy sehr aufmerksam und jederzeit abrufbar und daher die meiste Zeit ohne Leine 😁💪🥰
Am Besten gefallen hat mir, dass sie mir spannende Spuren und Pfade angezeigt und mich dann fragend angeguckt hat, um dann freudig wedelnd und eifrig schnüffelnd mit mir gemeinsam zu erkunden und entdecken 🧡
Hat wieder richtig Spaß gemacht heute! 🥳
 
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Babs
21. Feb. 11:37
Hallo, ich habe in einem anderen Ulli-Buch gelesen, dass die kognitiven Fähigkeiten von Hunden vergleichbar sind mit denen von ca. 3jährigen Kindern. Ich frage mich, wie das einzuordnen ist, vermutlich in Bezug auf das Leben und Zurechtfinden in der Menschenwelt bzw. Hundebegegnungen unter Einfluss der beteiligten Halter. Es ist das Buch "Alltagswege zur Freundschaft" Falls es hier nicht hergehört, bitte sagen🙂
Ich denke, dass das schon sehr interessant ist zu wissen wozu unsere Hunde in der Lage sind 😉. Zu den kognitiven Fähigkeiten gehören ja die geistigen Funktionen, die Wahrnehmung, Denken, Lernen, Erinnern und Problemlösungen. Dazu zählt z. B. das Verarbeiten von Umweltreizen, sich Situationen anzupassen ...

Ein 3 jähriges Kind hat m. E. diese Fähigkeiten bereits und es kommt nun darauf an, was die Eltern, bzw. hier die Hundeführer, fördern wie z. B. Aufmerksamkeit/Konzentration, das Gedächtnis, "logisches" Denken, etwas Neues lernen und umzusetzen, Kommunikation, Kreativität ...

Ich persönlich finde das sehr spannend 😊.
 
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Steffi
21. Feb. 13:04
Ich denke, dass das schon sehr interessant ist zu wissen wozu unsere Hunde in der Lage sind 😉. Zu den kognitiven Fähigkeiten gehören ja die geistigen Funktionen, die Wahrnehmung, Denken, Lernen, Erinnern und Problemlösungen. Dazu zählt z. B. das Verarbeiten von Umweltreizen, sich Situationen anzupassen ... Ein 3 jähriges Kind hat m. E. diese Fähigkeiten bereits und es kommt nun darauf an, was die Eltern, bzw. hier die Hundeführer, fördern wie z. B. Aufmerksamkeit/Konzentration, das Gedächtnis, "logisches" Denken, etwas Neues lernen und umzusetzen, Kommunikation, Kreativität ... Ich persönlich finde das sehr spannend 😊.
Ja, finde ich auch, ich will die Aussage auch nicht kritisieren, oder in Frage stellen, sondern denke darüber nach. Mein Gedanke geht in die Richtung, dass man es auf der einen Seite sehr schnell / oder auch gleich - je nach dem, wann man den Hund bekommt - mit einem erwachsenen Lebewesen und seinen komplexen Fähigkeiten, rassebedingten Eigenschaften sowie ggf. Vorerfahrungen zu tun hat, welches entsprechend ernst genommen, unterstützt und behandelt werden sollte..kein ewiges Kind. Bei einem Kind begleitet man einen wesentlich längeren Lern- und Entwicklungsprozess mit dem Ziel, einen selbständigen Menschen in das Leben eines Erwachsenen starten zu lassen.
 
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Babs
21. Feb. 13:11
Ja, finde ich auch, ich will die Aussage auch nicht kritisieren, oder in Frage stellen, sondern denke darüber nach. Mein Gedanke geht in die Richtung, dass man es auf der einen Seite sehr schnell / oder auch gleich - je nach dem, wann man den Hund bekommt - mit einem erwachsenen Lebewesen und seinen komplexen Fähigkeiten, rassebedingten Eigenschaften sowie ggf. Vorerfahrungen zu tun hat, welches entsprechend ernst genommen, unterstützt und behandelt werden sollte..kein ewiges Kind. Bei einem Kind begleitet man einen wesentlich längeren Lern- und Entwicklungsprozess mit dem Ziel, einen selbständigen Menschen in das Leben eines Erwachsenen starten zu lassen.
Kurze Verständnisfrage: Meinst Du, dass man mit einem Hund immer auf dem Niveau eines kleinen Kindes bleibt und man den Hund dementsprechend behandelt oder man den Hund auch irgendwann wie einen "erwachsenen" Menschen behandelt?
 
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Steffi
21. Feb. 13:23
Kurze Verständnisfrage: Meinst Du, dass man mit einem Hund immer auf dem Niveau eines kleinen Kindes bleibt und man den Hund dementsprechend behandelt oder man den Hund auch irgendwann wie einen "erwachsenen" Menschen behandelt?
Ich meine das man den Hund nicht als ewiges Kleinkind behandeln sollte. Wie einen erwachsenen Menschen auch nicht, ist er ja auch nicht. Eher ein 'Ich sehe dich, ich möchte dich verstehen, ich nehme dich ernst, ich möchte ein gemeinsames Leben mit Dir, das für uns beide gut ist'. Dazu gehört wesentlich mehr, als "Gassi", Futter und bei Problemen des Tieres in der Menschenwelt dauerhaft nur zu managen.
 
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Steffi
21. Feb. 13:41
Ich meine das man den Hund nicht als ewiges Kleinkind behandeln sollte. Wie einen erwachsenen Menschen auch nicht, ist er ja auch nicht. Eher ein 'Ich sehe dich, ich möchte dich verstehen, ich nehme dich ernst, ich möchte ein gemeinsames Leben mit Dir, das für uns beide gut ist'. Dazu gehört wesentlich mehr, als "Gassi", Futter und bei Problemen des Tieres in der Menschenwelt dauerhaft nur zu managen.
Mich beschäftigt diese Frage schon lange, da ich meiner Meinung nach meiner wundervollen Hündin immer noch nicht ganz gerecht werde. Was dieses 'schlechte Gewissen' angeht, wäre ich wohl eher geeignet, eine Katze zu halten, da diese in unserer Welt ein autarkeres Leben führen könnte.
Mein Sohn ist auch gerade in einer für mich herausfordernden Phase. Fast 15, Pubertät tobt und es passiert so viel in Kopf und Körper. Da den richtigen Weg finden, um zu unterstützen, zu schützen, Erfahrungen machen zu lassen, nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu
räumen, loslassen und trotzdem da sein...
Na ja, hat ja keiner gesagt, dass Verantwortung zu tragen leicht ist und Bewusstsein und sich selber zu hinterfragen ist sicherlich ein wichtiger Baustein, um es so gut wie möglich zu machen😊