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Dogorama-Mitglied
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heute 18:41

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Maria
28. Jan. 18:35
Na, das klingt doch riesig ☺️👏🏻 Nicht falsch verstehen, ich meinte nicht, lass das Loben sein und mache nur Körpersprache. Sondern zeig dich, da wo du kannst, authentisch interessiert. Mit dem ganzen Körper. So wie es für dich aktuell mit gutem Gefühl möglich ist. Ich finde sowohl an Kindern als auch an Hunden kann man wunderbar beobachten, wie sie sich verhalten, wenn sie etwas interessiert oder sie etwas gut finden und schauen, ob man diesen Funken auch in sich findet. Auf den Wegen der Freundschaft, geht es nicht darum in eine Rolle zu schlüpfen. Sondern zu sich zu bemühen sich wirklich für Dinge zu begeistern. Wenn dir das anfangs nicht überall gelingt, dann ist das eben so und ich würde mich auch nicht verrückt machen (: Morgen ist auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und überübermorgen… Entlastet das ein wenig? Du musst nicht direkt alles machen und können, das kommt schon mit der Zeit. Vieles findet sich ☺️ Hier wird es oft dann anstrengend, wenn Ausflüge zu lang werden und das Hirn voll ist. Die Ulli plädiert besonders am Anfang für kürzere Ausflüge. Und Pausen! Bei mir selber und auch bei anderen habe ich beobachtet, dass sich die Art zu Loben verändert, weil man eh zwangsläufig mit der Zeit gelassener wird, einen die Unsicherheit (klappt das hier wirklich?) verlässt und der Erwartungssicherheit des Miteinanders weicht. Bezüglich der Mauselöcher auf dem Feld. Das ist mordsmäßig anstrengend für den Hund. Nicht nur für dich 😬 Biscotti ist ein Dackel? Terrier? Fühle ich. Jede Wette, dass da die Sinne bis zum Anschlag geschärft sind. Ich persönlich würde mit den Ullibüchern an leichten Ecken starten, die den Kopf nicht direkt platzen lassen. Oder falls du da unbedingt lang musst, Zeit mitnehmen und schwierige Teile wie Felder mit begeistertem Mäusejäger an den Anfang legen, danach ausreichend Pause machen. Gehst du da lang, wenn das Hirn schon voll ist, wird es ungemein schwieriger.
Huhu, danke für die ausführliche Antwort.

Mich für natürliche Kuriositäten zu begeistern fällt mir nicht schwer. Vor unseren Augen laufen richtige Dramen und Krimis ab und wir sehen das gar nicht. Letztes Jahr gab es ein furchtbares Wespenfamiliendrama am Nachbarhaus, das sich über den ganzen Sommer erstreckte. Aber im Winter etwas Interessantes zu finden ist schwierig.Die Amseln im Garten sind eigentlich ein guter Anfang.

Im Buch stand halt, man sollte anfangs für alles loben. Dafür bin ich vielleicht einfach nicht der Typ. Mir ist aufgefallen, dass mich meine Stimme vor allem in sehr ruhigen Momenten tierisch nervt. Das macht irgendwie den Moment kaputt und ich kann auch nichts wahrnehmen, während ich spreche. Mit körpersprachlich agieren meine ich eigentlich nur, dass ich mich den Hunden zuwende und auch auf das schaue, was sie gerade entdeckt haben.

Ich habe zwei Frostbeulen und eine davon ist schon 16. Wir sind zur Zeit also wenig draußen.

Die Mädels sind auch nicht wirklich “triebig”. Thea, die Oma, ist letztes Jahr auf eine Maus gestoßen, hat auch fleißig geschnuppert, aber die Maus weglaufen lassen. Elisa, die Jüngste, kam dazu, hat fleißig mitgeschnuppert, aber die Maus selbst nicht verfolgt. Ich hab noch versucht, die Spur zu “zeigen”, aber nein, lieber in Ruhe schnüffeln. Was ich ja eigentlich super finde.

Was Biscotti angeht - er kommt aus Portiugal und ist, wie ich vermute, eine Mischung aus Epagneul Breton und Beagle, mit einem Hauch Dackel. Er ist jagdlich sehr motiviert, wobei ich glaube, dass er ausgebildet worden ist.

Dass ein Feld so anstrengend ist, hatte ich nicht auf dem Schirm. Danke für den Input. 😊
 
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Doro
29. Jan. 05:42
Ich habe heute eindeutige Spuren gesehen, aber Mila hatte da kein Interesse dran. 😔
 
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Anneke
29. Jan. 06:19
Ging uns gestern auch so. 😐
Bis Tina eigene gefunden hat und hinterher gerannt ist ohne uns mitzunehmen. Und weg war sie.
Zum ersten Mal. 🙄
 
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Kirsten
29. Jan. 08:11
Ich habe heute eindeutige Spuren gesehen, aber Mila hatte da kein Interesse dran. 😔
Karnickels 😍.
Sie hatte wohl wichtigeres zu tun?
Oder war’s nicht sicher genug?
 
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Kirsten
29. Jan. 13:23
Ich war heute ein wenig gedankenverloren unterwegs. Hat trotzdem gut funktioniert mit Fremdhunden, Mäusen, Kaninchen und allem anderen was uns täglich begegnet.

Dabei ist mir eine Sache in den Kopf gekommen. Ich gebe Fitnesskurse.

Es gibt Leute, die kennen einen und die Art wie man unterwegs ist. Die machen das schon jahrelang mit, wissen was als Nächstes kommt, kommen mit Körper und Geist super mit. Die wissen teilweise was ich vorhabe, bevor ich es ausspreche. Es kostet sie nicht viel Aufmerksamkeit und kleine Fehler meinerseits (wie zu späte Ankündigungen oder wenn ich mich mal verzettle) können diese Leute mühelos kompensieren, weil sie eh schon wissen, wie der Hase läuft. Habe ich ausschließlich diese Leute im Kurs, ist es ein Selbstläufer, der mich kaum Mühe kostet.

Habe ich Leute dabei, die neu sind und sich erstmal zurechtfinden müssen, oder wegen Dingen die sie beschäftigen nicht voll da sind, muss ich übermäßig klar sein. Übungen teilweise überdeutlich vormachen, und selbst so doll motiviert sein, dass es die Leute mitzieht, auch dann wenn sie sich wegen Unsicherheit am liebsten ganz nach hinten stellen. Ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie Volltrottel sind, die nichts drauf haben, sondern den Kurs so gestalten, das sie mit Freude teilnehmen und das Gefühl haben, das sie gut mitkommen.
Wenn Leute Fehler machen oder Dinge nicht direkt angekommen sind, kann ich mich natürlich wiederholen oder ich gehe hin und zeige es nochmal vernünftig. Aber wenn auffällt, dass einzelne Personen oder die Gruppe viele Fehler macht und nicht gut mitkommt, dann muss ich mir an die Nase fassen. Nachjustieren, in dem ich mich verständlicher und nachvollziehbarer verhalte und darauf achte, dass es direkt beim ersten Mal direkt ankommt, wie ich es mir erhoffe. Dann brauche ich meine Stimme und muss überdeutlich mit dem ganzen Körper werden und alles ausschöpfen, was ich habe, um diese Leute entsprechend mitzunehmen. Je schwerer es ihnen fällt, desto mehr bin ich in der Pflicht, meinen Job wach und vernünftig zu machen. Dann kann ich mir nicht leisten Hilfen abzubauen, sondern die Leute profitieren von jedem Zeichen meinerseits, dass ihnen schon bekannt ist, weil es ihnen erleichtert motiviert dabei zu bleiben. Ich muss aufpassen, dass ich Kursteilnehmer im Laufe des Kurses nicht abhänge und damit verliere. Ich selber weiß ganz genau, was ich vorhabe, sie wissen das nicht.

Nicht die alten Hasen, sondern die Neuen, die Unaufmerksamen, die trotz oder gerade wegen gewisser Schwierigkeiten (Krankheitsbilder) teilnehmen möchten, und die die sich ganz besonders am Anfang unsicher fühlen und nicht wissen, was auf sie zukommt. Auf diese Leute muss ich besonders achten.

Die alten Hasen sind froh, wenn man öfter mal was anderes macht, damit es spannend bleibt. Die Neuen dagegen freuen sich eher über Bekanntes, bei dem sie gut mitkommen und nicht viel falsch machen können und anschließend mit gutem Gefühl nach Hause gehen.

Vielleicht lässt sich das auch zum Teil auf Hunde übertragen (:
 
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Caro
29. Jan. 13:34
Ich war heute ein wenig gedankenverloren unterwegs. Hat trotzdem gut funktioniert mit Fremdhunden, Mäusen, Kaninchen und allem anderen was uns täglich begegnet. Dabei ist mir eine Sache in den Kopf gekommen. Ich gebe Fitnesskurse. Es gibt Leute, die kennen einen und die Art wie man unterwegs ist. Die machen das schon jahrelang mit, wissen was als Nächstes kommt, kommen mit Körper und Geist super mit. Die wissen teilweise was ich vorhabe, bevor ich es ausspreche. Es kostet sie nicht viel Aufmerksamkeit und kleine Fehler meinerseits (wie zu späte Ankündigungen oder wenn ich mich mal verzettle) können diese Leute mühelos kompensieren, weil sie eh schon wissen, wie der Hase läuft. Habe ich ausschließlich diese Leute im Kurs, ist es ein Selbstläufer, der mich kaum Mühe kostet. Habe ich Leute dabei, die neu sind und sich erstmal zurechtfinden müssen, oder wegen Dingen die sie beschäftigen nicht voll da sind, muss ich übermäßig klar sein. Übungen teilweise überdeutlich vormachen, und selbst so doll motiviert sein, dass es die Leute mitzieht, auch dann wenn sie sich wegen Unsicherheit am liebsten ganz nach hinten stellen. Ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie Volltrottel sind, die nichts drauf haben, sondern den Kurs so gestalten, das sie mit Freude teilnehmen und das Gefühl haben, das sie gut mitkommen. Wenn Leute Fehler machen oder Dinge nicht direkt angekommen sind, kann ich mich natürlich wiederholen oder ich gehe hin und zeige es nochmal vernünftig. Aber wenn auffällt, dass einzelne Personen oder die Gruppe viele Fehler macht und nicht gut mitkommt, dann muss ich mir an die Nase fassen. Nachjustieren, in dem ich mich verständlicher und nachvollziehbarer verhalte und darauf achte, dass es direkt beim ersten Mal direkt ankommt, wie ich es mir erhoffe. Dann brauche ich meine Stimme und muss überdeutlich mit dem ganzen Körper werden und alles ausschöpfen, was ich habe, um diese Leute entsprechend mitzunehmen. Je schwerer es ihnen fällt, desto mehr bin ich in der Pflicht, meinen Job wach und vernünftig zu machen. Dann kann ich mir nicht leisten Hilfen abzubauen, sondern die Leute profitieren von jedem Zeichen meinerseits, dass ihnen schon bekannt ist, weil es ihnen erleichtert motiviert dabei zu bleiben. Ich muss aufpassen, dass ich Kursteilnehmer im Laufe des Kurses nicht abhänge und damit verliere. Ich selber weiß ganz genau, was ich vorhabe, sie wissen das nicht. Nicht die alten Hasen, sondern die Neuen, die Unaufmerksamen, die trotz oder gerade wegen gewisser Schwierigkeiten (Krankheitsbilder) teilnehmen möchten, und die die sich ganz besonders am Anfang unsicher fühlen und nicht wissen, was auf sie zukommt. Auf diese Leute muss ich besonders achten. Die alten Hasen sind froh, wenn man öfter mal was anderes macht, damit es spannend bleibt. Die Neuen dagegen freuen sich eher über Bekanntes, bei dem sie gut mitkommen und nicht viel falsch machen können und anschließend mit gutem Gefühl nach Hause gehen. Vielleicht lässt sich das auch zum Teil auf Hunde übertragen (:
Im Zweifelsfall Kekse regnen lassen. Das hilft eigentlich immer 😜😂
 
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Kirsten
29. Jan. 13:40
Im Zweifelsfall Kekse regnen lassen. Das hilft eigentlich immer 😜😂
Du lachst 😂 aber viele setzen sich nach der Dusche nochmal gemeinsam auf einen Kaffee (und Keks!) hin 😄
 
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Babs
29. Jan. 13:42
Ich war heute ein wenig gedankenverloren unterwegs. Hat trotzdem gut funktioniert mit Fremdhunden, Mäusen, Kaninchen und allem anderen was uns täglich begegnet. Dabei ist mir eine Sache in den Kopf gekommen. Ich gebe Fitnesskurse. Es gibt Leute, die kennen einen und die Art wie man unterwegs ist. Die machen das schon jahrelang mit, wissen was als Nächstes kommt, kommen mit Körper und Geist super mit. Die wissen teilweise was ich vorhabe, bevor ich es ausspreche. Es kostet sie nicht viel Aufmerksamkeit und kleine Fehler meinerseits (wie zu späte Ankündigungen oder wenn ich mich mal verzettle) können diese Leute mühelos kompensieren, weil sie eh schon wissen, wie der Hase läuft. Habe ich ausschließlich diese Leute im Kurs, ist es ein Selbstläufer, der mich kaum Mühe kostet. Habe ich Leute dabei, die neu sind und sich erstmal zurechtfinden müssen, oder wegen Dingen die sie beschäftigen nicht voll da sind, muss ich übermäßig klar sein. Übungen teilweise überdeutlich vormachen, und selbst so doll motiviert sein, dass es die Leute mitzieht, auch dann wenn sie sich wegen Unsicherheit am liebsten ganz nach hinten stellen. Ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie Volltrottel sind, die nichts drauf haben, sondern den Kurs so gestalten, das sie mit Freude teilnehmen und das Gefühl haben, das sie gut mitkommen. Wenn Leute Fehler machen oder Dinge nicht direkt angekommen sind, kann ich mich natürlich wiederholen oder ich gehe hin und zeige es nochmal vernünftig. Aber wenn auffällt, dass einzelne Personen oder die Gruppe viele Fehler macht und nicht gut mitkommt, dann muss ich mir an die Nase fassen. Nachjustieren, in dem ich mich verständlicher und nachvollziehbarer verhalte und darauf achte, dass es direkt beim ersten Mal direkt ankommt, wie ich es mir erhoffe. Dann brauche ich meine Stimme und muss überdeutlich mit dem ganzen Körper werden und alles ausschöpfen, was ich habe, um diese Leute entsprechend mitzunehmen. Je schwerer es ihnen fällt, desto mehr bin ich in der Pflicht, meinen Job wach und vernünftig zu machen. Dann kann ich mir nicht leisten Hilfen abzubauen, sondern die Leute profitieren von jedem Zeichen meinerseits, dass ihnen schon bekannt ist, weil es ihnen erleichtert motiviert dabei zu bleiben. Ich muss aufpassen, dass ich Kursteilnehmer im Laufe des Kurses nicht abhänge und damit verliere. Ich selber weiß ganz genau, was ich vorhabe, sie wissen das nicht. Nicht die alten Hasen, sondern die Neuen, die Unaufmerksamen, die trotz oder gerade wegen gewisser Schwierigkeiten (Krankheitsbilder) teilnehmen möchten, und die die sich ganz besonders am Anfang unsicher fühlen und nicht wissen, was auf sie zukommt. Auf diese Leute muss ich besonders achten. Die alten Hasen sind froh, wenn man öfter mal was anderes macht, damit es spannend bleibt. Die Neuen dagegen freuen sich eher über Bekanntes, bei dem sie gut mitkommen und nicht viel falsch machen können und anschließend mit gutem Gefühl nach Hause gehen. Vielleicht lässt sich das auch zum Teil auf Hunde übertragen (:
Ich finde Deine Gedankengänge immer sehr spannend und anregend. Auch als Fitnesstrainerin steht man ja in der Verantwortung, die Teilnehmer da abzuholen, wo sie gerade mit ihren körperlichen Möglichkeiten stehen und mental nicht überfordert werden. Es erfordert einiges an Einfühlungsvermögen, denjenigen/diejenige genau da abzuholen und zu führen/leiten, damit kein Frust aufkommt.
Ich hoffe, dass ich Dich da richtig verstanden habe, bevor ich jetzt weiter schreibe.
 
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Caro
29. Jan. 13:43
Du lachst 😂 aber viele setzen sich nach der Dusche nochmal gemeinsam auf einen Kaffee (und Keks!) hin 😄
Aber das ist doch schön, wenn eine Gruppe sich so gut versteht 🥰
 
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Kirsten
29. Jan. 14:03
Ich finde Deine Gedankengänge immer sehr spannend und anregend. Auch als Fitnesstrainerin steht man ja in der Verantwortung, die Teilnehmer da abzuholen, wo sie gerade mit ihren körperlichen Möglichkeiten stehen und mental nicht überfordert werden. Es erfordert einiges an Einfühlungsvermögen, denjenigen/diejenige genau da abzuholen und zu führen/leiten, damit kein Frust aufkommt. Ich hoffe, dass ich Dich da richtig verstanden habe, bevor ich jetzt weiter schreibe.
Du verstehst mich richtig, Babs (: