Was mich am Mantrailing in erster Linie fasziniert, ist, wie die Hunde ihre Nase einsetzen. Wenn ich manche Trails nicht selber erlebt hätte, würde ich es wahrscheinlich nicht glauben. Sicherlich muss man den Hunden erklären, dass sie nur einem bestimmten Geruch folgen dürfen, aber sie verstehen es. Schon das finde ich unglaublich. Dann müssen sie noch Aufgaben lösen.
Faszinierend war, und das hat jeder Hund geschafft, folgende Aufgabe: 4 Personen sind für 1 Minute in ein Auto von einer Trailerin gestiegen. Nachdem sie wieder ausgestiegen waren, ging eine Person weg. Die anderen 3 blieben am Auto stehen. Nun holte eine ihren Hund und bereitete ihn auf den Trail vor.
Bei der Pipirunde wird immer darauf geachtet, dass man diese in der näheren Umgebung des Startpunktes macht, Kreuzungen mal abläuft ... damit der Hund bereits jetzt schon Gerüche aufnehmen kann. Danach wirde das Geschirr angezogen und die Leine befestigt. Immer darauf achtend, dass man dem Hund nicht vor der Nase steht.
Nun ging es bei unserer Aufgabe etwas anders weiter. Man ließ den Hund an den 3 Personen schnuppern, die vorher im Auto saßen. Danach ging der Hund alleine für 30 Sekunden in das Auto (Türen wurden kurz geschlossen). Dann wurde der Hund raus geholt und sobald er mit seinen Pfoten auf dem Boden stand, wurde ihm sein Startkommando (bei uns "such") gegeben. Man konnte richtig sehen, wie die Hunde nachdachten. Und dann ging es los. Jeder Hund hat die 4. Person, die vorher mit im Auto gesessen hatte, gefunden 💪.
Die Hunde mussten also erst mal den Geruch der zu suchenden Person von den anderen Personen sondieren. Ich glaube, Yoko hat etwa 1 Minute Zeit zum Nachdenken gebraucht, bis sie seiner Spur gefolgt ist. Das war aber auch die längste Zeit. Der Trail selber hatte dann am Ende noch eine Besonderheit. Die Person saß nicht versteckt, sondern ging auf einem Bürgersteig hin und her. Wenn man nun bedenkt, dass der Hund angeblich der frischesten Spur folgt, kann es zu Irritationen kommen plus, dass die zu suchenden Personen normalerweise versteckt irgendwo sitzen und nicht rumlaufen. Auch muss man bedenken, dass in der Zwischenzeit auf der Straße Autos gefahren sind und Menschen unterwegs waren.
Kreuzungen sind auch ein Thema, wegen den Verwirbelungen. Da muss der Hund sauber arbeiten und Straßen ausschließen.
Ich bin immer wieder fasziniert, was unsere Hunde leisten und ohne meinem Hund hätte ich nicht 1 Person gefunden. Die Hunde bringen Höchstleistungen, von denen wir Menschen nur träumen können. Wir Menschen spielen beim Mantrailing zwar auch eine wichtige Rolle, aber die Leistung erbringt der Hund.
So, genug geschwärmt. Das war jetzt auch nur ein kleiner Einblick zum schnuppern. Wenn Fragen bestehen, dann her damit. Wenn es nicht so interessant ist oder nicht hierher passt, dann sagt das bitte 😉.
Ich kann dir nur absolut zustimmen. Es ist toll und hat was von gemeinsamer Jagd.