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Aileen
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 69
zuletzt 6. Aug.

Verlustangst

Hallo, ich habe mal eine Frage Mein Zwergspitz rüde verhält sich seit paar Wochen äußerst komisch Allein bleiben war nie ein Problem. Er hat auf einmal angefangen, Verlustängste zu entwickeln mir gegenüber, obwohl ich nie lange aus dem Haus bin und er auch so gut wie nie alleine im Haus generell ist. Also es ist komisch sobald ich weg bin, fängt er an zu weinen und entwickelt Verlustängste und wenn ich da bin, haut er ab. Abends hat er angefangen, sobald ich mich ins Bett lege, sich komischerweise zu mir zu legen das hat er sonst nie gemacht. Dann, wenn ich da bin, haut er vor mir ab, holt keine Leckerlis mehr aus der Hand. Wenn ich auf ihn zugehe, hat er warum auch immer Angst (würde meinem Hund niemals etwas antun) aber auch das macht er bei jedem der auf ihn zugeht. Spielen und fressen und sonstiges Verhalten ist aber sonst normal . Ich weiß, ehrlich gesagt nicht mehr, was ich machen soll. Ich dachte das wäre eine Phase. Nur diese Phase geht jetzt schon echt sehr lange. Ich hatte schon überlegt, zum Tierarzt zu fahren. Nur ich denke auch der kann mir nicht viel helfen. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen oder weiß mit, was das Zusammenhängen könnte .
 
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Dogorama-Mitglied
31. Juli 10:28
Hallo, es ist in dem Fall vielleicht interessant zu wissen, was passiert wenn der Kleine allein in der Wohnung ist. Vielleicht ängstigt ihn ja etwas. Ich habe mir für Benji eine Kamera besorgt um zu schauen, was er macht wenn ich einkaufen gehe. Für mich war das sehr hilfreich. Liebe Grüße Karin und Benji 🐕
 
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Ca.
31. Juli 11:15
Hallo Aileen D.
deinem Problem kann bestimmt Abhilfe geschaffen werden. Allerdings würde ich nicht tagelang, wochenlang oder sogar monatelang im trüben fischen wollen. Gerade was Ängstlichkeit angeht hat man schnell das Gegenteil bewirkt als man eigentlich wollte.
Man kann sich hier mal Tipps holen aber nicht ein Erziehungskonzept abholen! Wer Kompetenz vorzuweisen hat in eurer Richtung ist ein -Hundepsychologe- Hundetrainer mit Zusatzausbildung.
Lass dich ihr auf nichts konkretes ein, weil du noch nicht mal ein Video von dem Verhalten eingestellt hast, kann es wirklich keiner Beurteilung.
Die Angst hast du vorgegeben und dabei kann es sein, dass keine echte Angst vorliegt. Das muss sich ein Trainer:in bei EUCH Zuhause ansehen.
Was du heute unwissend fehlerhaft antrainierst, -kann- wieder abtrainiert werden, dauert alles um so länger, teurer und tut eurer Beziehung keine Sicherheiten geben.
Ein paar Stunden Hundepsychologe bringt euch schneller weiter.
Höre dich um, wer gut in der Umgebung ist. 🐕👍🏼👍🏼
 
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Annett
31. Juli 11:38
Das ist das nächste Problem So gut wie nie Die haben einfach keine Ruhe, die schlafen, wenn ich aus dem Haus bin circa über den ganzen Tag verteilt 8 Stunden also nicht aufeinmal . Bin ich daheim und liege auf der Couch. Schlafen Sie auch . So lange, wie ich aber durchs Haus laufe laufen Sie mir überall hinterher Ich kann zum Beispiel noch nicht einmal aufs Klo gehen, ohne dass der Eddy nicht an der Tür kratzt und auch rein will
Genau das ist das Problem und das alles hängt zusammen. Die Hunde laufen dir nicht hinterher, weil du so eine tolle Bindung hast und weil sie nicht ohne dich können. Sie „stalken“ dich sozusagen, weil sie meinen, dass du nicht alleine klarkommst und übernehmen das für dich. Vielleicht hat sich das auch daraus entwickelt, weil es dir schlecht geht und du dich anders benimmst, als vorher. Hunde spüren das sofort. Sie meinen dann alles managen zu müssen, weil du in ihren Augen ja nicht mehr alleine klarkommst. Das zeigt auch das Verhalten an der Tür. Sie rennen nicht weg, weil sie von dir wegwollen, sondern weil sie entscheiden, das jetzt tun zu wollen und diese Entscheidung nicht dir überlassen. Auch wenn ein Hund nicht mehr alleine bleiben will, heißt das nicht unbedingt, dass er sich so nach dir sehnt. Er hat vielmehr ein Problem damit, dass er dann keine Kontolle mehr über dich hat. Ich denke, du musst deinen Umgang mit den Hunden gründlich überdenken. Sie dürfen nicht ständig im Mittelpunkt stehen. Unterbinde, dass sie dir in der Wohnung ständig folgen und schick sie stattdessen auf ihren Platz. Notfalls schließt du auch mal die Tür. Kratzen sie an der Tür, würde ich die zwar öffnen, aber den Hund nicht reinlassen sondern in sein Bett schicken. Du fängst ab sofort Spiele und Beschäftigungen an und nicht der Hund und auch du beendest sie wieder. Und da ist weniger erstmal mehr. Das Gleiche gilt für Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten. Nur so werden die Hunde auch langfristig genug Ruhe bekommen, weil sie dich in ihren Augen nicht mehr ständig überwachen „müssen“. Wenn sie dir die Führung überlassen und zutrauen, können sie sich auch entspannen und in Ruhe schlafen. Später kann man das ja wieder etwas aufweichen.🤪 Und auch das Alleinebleiben wird sich dadurch bestimmt wieder bessern. Das war ja offensichtlich früher kein Problem. Mit der Eingangstür ist es das Gleiche. Die gehört dir und du gehst dort immer zuerst durch, egal ob rein oder raus. Dadurch lernen die Hunde, dass die Tür ohne deine Freigabe tabu ist.
 
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Annett
31. Juli 12:26
Ich verstärke keine Verlustängste, wenn ich meinen Hund in sein vorher positiv verknüpftes Bett schicke, wenn er mir ständig nachläuft. Ich bin ja trotzdem da und lasse ihn nicht alleine. Und ich verstärke auch keine Verlustängste ( wenn es denn tatsächlich welche sein sollten), wenn ich meinen Hund mal ignoriere und nicht auf seine Spiel- oder Streichelaufforderung eingehe, weil ich gerade etwas anderes zu tun habe, oder ihn nicht sofort ins Bad lasse, weil er da mal an der Tür kratzt. Und erst recht hat das null mit irgendwelchen Verlassensängsten zu tun, wenn ich beim Gassigang darauf bestehe, das ich vorm Hund durch die Tür gehe und er da nicht selber entscheiden darf, wann er gerade raus möchte. Und es geht hier ja auch nicht darum, dass die Hunde gerade neu sind und sich erst orientieren wollen und müssen und deshalb anfangs ständig hinterherlaufen. Bisher hat ja offensichtlich alles geklappt und das Problem hat sich erst entwickelt. Es ist natürlich Schwachsinn, dass Hunde uns kontrollieren wollen. Sie wollen entspannt und in Ruhe leben und dazu gehört natürlich auch ein gesundes Maß an Kontrolle. Wenn das aber überhand nimmt, sind sie damit total überfordert und es kann zu solchen Reaktionen kommen. Das ist ja genau das Problem. Sie meinen diese Rolle übernehmen zu müssen, weil der Mensch es in ihren Augen nicht mehr kann und sind damit total gestresst und kommen nicht mehr zur Ruhe, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man ihnen aber zeigt, dass sie diese Verantwortung nicht mehr tragen müssen, können sie sich auch wieder entspannen. Und dabei ist es ganz wichtig dafür zu sorgen, dass der Hund genügend Ruhe bekommt und nicht überfordert ist. Und natürlich muss man dieses Verhalten nun nicht für immer durchziehen, sondern kann das wieder aufweichen, wenn sich alles normalisiert hat. Mailo läuft mir auch ab und zu hinterher, kann aber auch in seinem Hundebett liegen bleiben und schlafen. Das zwanghafte Verhalten ist das Problem und das muss unterbunden werden. Und dann ist ja auch noch jeder Hund anders. Der eine ist sehr sensibel und da reicht es, wenn man ihn 2/3 Mal in sein Hundebett schickt und der andere ist da hartnäckiger. So gut sollte jeder seinen Hund kennen, um das einschätzen zu können. Selbst das normale Training zum Alleinebleiben (bei Welpen) ist ja genauso aufgebaut. Damit stärke ich nicht die Verlustängste, sondern ich zeige meinem Hund, dass er entspannt in seinem Bett liegen und schlafen kann und ich trotzdem zuverlässig immer wieder komme.
 
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Aileen
31. Juli 13:43
Sobald er das mit dem abhauen vor mir wieder macht werde ich es sofort filmen und hier hochladen .
Habe es heute schon paar mal probiert nur heute haut er komischerweise nicht vor mir ab .
 
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Aileen
31. Juli 14:33
Das kann durchaus auch möglich sein soweit hab ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht
 
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Dogorama-Mitglied
31. Juli 14:47
Genau das ist das Problem und das alles hängt zusammen. Die Hunde laufen dir nicht hinterher, weil du so eine tolle Bindung hast und weil sie nicht ohne dich können. Sie „stalken“ dich sozusagen, weil sie meinen, dass du nicht alleine klarkommst und übernehmen das für dich. Vielleicht hat sich das auch daraus entwickelt, weil es dir schlecht geht und du dich anders benimmst, als vorher. Hunde spüren das sofort. Sie meinen dann alles managen zu müssen, weil du in ihren Augen ja nicht mehr alleine klarkommst. Das zeigt auch das Verhalten an der Tür. Sie rennen nicht weg, weil sie von dir wegwollen, sondern weil sie entscheiden, das jetzt tun zu wollen und diese Entscheidung nicht dir überlassen. Auch wenn ein Hund nicht mehr alleine bleiben will, heißt das nicht unbedingt, dass er sich so nach dir sehnt. Er hat vielmehr ein Problem damit, dass er dann keine Kontolle mehr über dich hat. Ich denke, du musst deinen Umgang mit den Hunden gründlich überdenken. Sie dürfen nicht ständig im Mittelpunkt stehen. Unterbinde, dass sie dir in der Wohnung ständig folgen und schick sie stattdessen auf ihren Platz. Notfalls schließt du auch mal die Tür. Kratzen sie an der Tür, würde ich die zwar öffnen, aber den Hund nicht reinlassen sondern in sein Bett schicken. Du fängst ab sofort Spiele und Beschäftigungen an und nicht der Hund und auch du beendest sie wieder. Und da ist weniger erstmal mehr. Das Gleiche gilt für Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten. Nur so werden die Hunde auch langfristig genug Ruhe bekommen, weil sie dich in ihren Augen nicht mehr ständig überwachen „müssen“. Wenn sie dir die Führung überlassen und zutrauen, können sie sich auch entspannen und in Ruhe schlafen. Später kann man das ja wieder etwas aufweichen.🤪 Und auch das Alleinebleiben wird sich dadurch bestimmt wieder bessern. Das war ja offensichtlich früher kein Problem. Mit der Eingangstür ist es das Gleiche. Die gehört dir und du gehst dort immer zuerst durch, egal ob rein oder raus. Dadurch lernen die Hunde, dass die Tür ohne deine Freigabe tabu ist.
Das ist imho eine gewagte Interpretation der Motivation des hündischen Verhaltens, für die es keine konkreten Hinweise gibt.

Genauso gut könnte tatsächlich Unsicherheit involviert sein, dann wären deine Tipps nicht sonderlich passend...
 
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Annett
31. Juli 14:53
Das ist imho eine gewagte Interpretation der Motivation des hündischen Verhaltens, für die es keine konkreten Hinweise gibt. Genauso gut könnte tatsächlich Unsicherheit involviert sein, dann wären deine Tipps nicht sonderlich passend...
Für mich sind die Hinweise in den Beiträgen von Aileen begründet. Da beschreibt sie ja immer wieder neue Dinge, die zusätzlich hinzukommen. Deshalb entsteht für mich dieses Bild, denn das passt schon alles zusammen. Wenn ein Hund tatsächlich Verlassensängste hat, würde er nicht davonlaufen, wenn ich nach Hause komme, sondern würde sich freuen und wäre froh, dass ich wieder da bin.
 
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Aileen
31. Juli 15:02
Hier ist jetzt mal ein kleines Video
Diese Situation hier ist jetzt aber noch ,,harmlos,,
 
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Aileen
31. Juli 15:05
Normalerweise zeigt er es deutlicher mit Ohren nach hinten und leicht zittern und Panisch rückwärts laufen