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Karin
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zuletzt 29. Jan.

Unterschiedliches Verhalten gegenüber jedem Familienmitglied im "Rudel"

Geht es euch auch so, dass euer Hund jedes Familienmitglied mit einer anderen Intensität begrüßt oder beschützt? Habt ihr schon beobachtet wer welchen Stellenwert für was hat? Wie kann man den Stellenwert aktiv beeinflussen? Ziel sollte sein, Ressourcen für den Hund, die er schützt in die gewünschte Richtung zu leiten.
 
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Karin
27. Jan. 19:40
Und was tust du dagegen? Hunde sollten gar nicht dass Bedürfnis haben, ihre Menschen zu verteidigen oder irgendwo weg zu "nötigen".
Tja, bisher habe ich hinsichtlich mir ignoriert. Wenn sie jedoch anfängt zu verteidigen und den anderen Hund mit unschönem Verhalten zu verjagen, habe ich noch keinen anderen Plan gehabt, außer ohne Leckerlis mit ihr zu laufen und die Kackbeutel und Taschentücher, sowie Ball in meine Jackentasche zu stecken. Ich habe ihr deutlich gemacht, dass ich nichts zum Essen habe. Das haben wir daheim schon immer geübt.
 
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Janet
27. Jan. 19:43
Voll das interessante Thema. Ich lese mit. Søren zeigt ähnliches Verhalten. Herrchen und Frauchen haben bestimmte Rollen für ihn und Hund sucht sich das entsprechende "Opfer" aus, um sein momentanes Bedürfnis zu befriedigen.
 
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Carola
27. Jan. 20:23
Voll das interessante Thema. Ich lese mit. Søren zeigt ähnliches Verhalten. Herrchen und Frauchen haben bestimmte Rollen für ihn und Hund sucht sich das entsprechende "Opfer" aus, um sein momentanes Bedürfnis zu befriedigen.
Unsere Sofa Wölfe sind halt schlau. Natürlich wissen Sie ganz genau bei wem sie was machen können.
Meine Hunde gehorchen tatsächlich nur mir und einer meiner Töchter (die hat auch einen Hund und passt manchmal auf sie auf) richtig.
Auf meine kleine Enkeltochter hören sie auch recht gut weil sie öfters mit ihnen übt und spielt. Bei der anderen Tochter hören Sie so halbwegs.
Fremde ignorieren sie komplett wenn die ihnen einen Befehl erteilen wollen.
Tja und auf meine liebsten hören sie auch nicht weil er völlig inkonsequent ist🤣 aber sie lieben ihn und er hat es super raus sie genau im falschen Moment zu streicheln😂. Das nutzen Sie natürlich gnadenlos aus aber ich habe ihm verboten sie zu füttern.
Allerdings verteidigen sie keine Ressourcen und ich kann jeden fremden Hund anfassen und füttern. Auch untereinander gibt es keinen Futterneid.
Das einzige was sie tatsächlich verteidigen und wo sie richtig eklig werden ist wenn jemand Fremdes ins Haus will und ich nicht da bin. Das aber hängt ja mit ihrer Rasse zusammen und ihren Auftrag als Wachhunde nehmen sie sehr ernst.
 
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Karin
27. Jan. 20:32
Voll das interessante Thema. Ich lese mit. Søren zeigt ähnliches Verhalten. Herrchen und Frauchen haben bestimmte Rollen für ihn und Hund sucht sich das entsprechende "Opfer" aus, um sein momentanes Bedürfnis zu befriedigen.
Nur momentan oder immer?
Bei uns sieht es nach immer aus.
Als ob jede Person für eine ganz bestimmte Verhaltensweise bei unserer Wytatsu steht.
Sie ist definitiv kein Alpha-Hund. Wer von uns jedoch welche Stellung im Rudel inne hat, ist mir nicht klar.
Beim Familienhund meiner Schwester war es definitiv meine Schwester. Sie war mit ihm bei der Hundeschule und wurde immer am schmerzlichsten vermisst, wenn sie nicht da war.
Bei uns war primär mein Mann in der Hundeschule und hat sich am intensivsten um sie gekümmert.
Mich vermisst sie jedoch mehr und weicht nur widerwillig von der Türe, durch die ich die Wohnung verlassen habe. Bei meinem Mann macht sie das nicht. Bei meinem Sohn schon gar nicht. Ihn ignoriert sie regelrecht. Sie gehorcht jedoch auf seine Kommandos und wenn der 2. Sohn alle paar Wochen mal kommt, hört sie auch auf ihn.
 
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Janet
28. Jan. 07:47
Nur momentan oder immer? Bei uns sieht es nach immer aus. Als ob jede Person für eine ganz bestimmte Verhaltensweise bei unserer Wytatsu steht. Sie ist definitiv kein Alpha-Hund. Wer von uns jedoch welche Stellung im Rudel inne hat, ist mir nicht klar. Beim Familienhund meiner Schwester war es definitiv meine Schwester. Sie war mit ihm bei der Hundeschule und wurde immer am schmerzlichsten vermisst, wenn sie nicht da war. Bei uns war primär mein Mann in der Hundeschule und hat sich am intensivsten um sie gekümmert. Mich vermisst sie jedoch mehr und weicht nur widerwillig von der Türe, durch die ich die Wohnung verlassen habe. Bei meinem Mann macht sie das nicht. Bei meinem Sohn schon gar nicht. Ihn ignoriert sie regelrecht. Sie gehorcht jedoch auf seine Kommandos und wenn der 2. Sohn alle paar Wochen mal kommt, hört sie auch auf ihn.
Bei uns hat sich das glaube so eingeschlichen. Søren ist als Welpe bei uns eingezogen und dieser super schlaue Hund hat eben mit der Zeit gelernt, wie er uns zu erziehen hat 😂

- Bock auf Spielen? Frauchen anstarren und Spielzeug vor die Füße werfen.
- Krallen schneiden? Nur von Herrchen.
- Rumkränkeln? Frauchen belästigen.
- Abendliche Kuscheleinheit im Bett? Nur mit Herrchen.
- Bedürfnis nach Kraulen mitten in der Nacht? Dezentes fiepen an der Bettseite von Frauchen.
- Bürsten: nur von Frauchen

Klaut der Hund Schal und Mütze, ist es Herrchen, der mit seiner Art und dem Nein es schafft, dass der Hund es los lässt. Ich hab keine Chance! Draußen weiß Søren ganz genau, in welcher meiner Manteltasche die Leckerli sind und macht bewusst den Blick nach hinten. Bei Herrchen gibt's da nix zu holen.
 
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Karin
28. Jan. 10:41
Bei uns hat sich das glaube so eingeschlichen. Søren ist als Welpe bei uns eingezogen und dieser super schlaue Hund hat eben mit der Zeit gelernt, wie er uns zu erziehen hat 😂 - Bock auf Spielen? Frauchen anstarren und Spielzeug vor die Füße werfen. - Krallen schneiden? Nur von Herrchen. - Rumkränkeln? Frauchen belästigen. - Abendliche Kuscheleinheit im Bett? Nur mit Herrchen. - Bedürfnis nach Kraulen mitten in der Nacht? Dezentes fiepen an der Bettseite von Frauchen. - Bürsten: nur von Frauchen Klaut der Hund Schal und Mütze, ist es Herrchen, der mit seiner Art und dem Nein es schafft, dass der Hund es los lässt. Ich hab keine Chance! Draußen weiß Søren ganz genau, in welcher meiner Manteltasche die Leckerli sind und macht bewusst den Blick nach hinten. Bei Herrchen gibt's da nix zu holen.
Habt ihr mal versucht das Verhalten zu durchbrechen?
Wir versuchen es schon, hatten aber bisher nur wenig Erfolg.
Erst gestern kam ich vom Arzt heim und sie ist ausgeflippt. Sie ließ mich zwar auf Befehl erst mal Ankommen und Ablegen, aber dass ich erst meinen Mann begrüßt habe war ihr dann zu viel. Daran müssen wir noch dranbleiben. Kommt mein Mann nach 2 Stunden zurück, bleibt sie liegen und wedelt nur. Außer niemand war daheim, dann rast sie auch los.
Beim Begrüßen 1. ich, 2. mein Mann3. Sohn dafür drück sie sich auch an allen vorbei.
 
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Janet
28. Jan. 19:36
Habt ihr mal versucht das Verhalten zu durchbrechen? Wir versuchen es schon, hatten aber bisher nur wenig Erfolg. Erst gestern kam ich vom Arzt heim und sie ist ausgeflippt. Sie ließ mich zwar auf Befehl erst mal Ankommen und Ablegen, aber dass ich erst meinen Mann begrüßt habe war ihr dann zu viel. Daran müssen wir noch dranbleiben. Kommt mein Mann nach 2 Stunden zurück, bleibt sie liegen und wedelt nur. Außer niemand war daheim, dann rast sie auch los. Beim Begrüßen 1. ich, 2. mein Mann3. Sohn dafür drück sie sich auch an allen vorbei.
Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie wir das Verhalten durchbrechen sollten und vorallem, warum? Hab ich es zu negativ beschrieben in meiner vorherigen Nachricht? War gar nicht so gemeint, dass wir das als Problem sehen. Im Gegenteil... Rollen klar verteilt. Interessant wird es die nächsten zwei Wochen, wenn Herrchen nicht da ist. Bin gespannt!

Bei euch finde ich sehr interessant, dass du die Reihenfolge auch so explizit benennen kannst. Das scheint ja schon sehr eindeutig zu sein. Aber ist das ein Problem für dich/euch, dass es diese Reihenfolgen gibt? Bringt das nicht das Zusammenleben mit sich, dass auch der Hund die Familienmitglieder anders einsortiert?

Fest steht aber, dass sie natürlich lernen muss, dass fremde Hund keine Gefahr darstellen, wenn diese zur dir kommen und sie dann auch höflich bleiben sollte.
 
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Jasmin
29. Jan. 04:16
Also mein Hund lebt in mir 🙈 keiner hat so einen hohen Stellenwert wie ich für ihn. Ich habe ihn aber auch trainiert, gefüttert, gehe gassi, es gab lange nur mich und ihn. Aber obwohl meine Mutter immer schon einen Großteil vom Tag auf ihn aufpasst ist sie Luft in dem Moment wo ich da bin. Davor hört er auf sie und liebt sie natürlich trotzdem aber meine Familie sagt immer er ist mein Satellit. Meinen Mann liebt er sehr. Aber er ist halt sein Spielkamerad und Kumpel. Wenn ich nicht da bin kann aber auf ihn hören. Sowas wie verteidigen vor anderen Hunden oder Menchen ist bei uns kein Thema. Ich bin nicht seine Ressource und entscheide selber wen ich streichle oder zu wem ich Kontakt will. Ich denke viel ist einfach was man mit dem Hund macht und wie man mit ihm umgeht. Muss allerdings auch sagen, bei Patch und mir war es immer irgendwie anders. Auch als er noch beim Züchter war, und ich nur einmal die Woche zu Besuch kam, hat er an mir geklebt. Ist einfach auch Präferenz und Erfahrung wie Janet sagt. Was kann ich mit wem am besten machen
 
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Svenja
29. Jan. 05:21
An mich darf kein fremder Hund ran. Sie geht dann nicht weit von mir weg. Ganz klar ist, dass sie nicht nur den bei mir umgehängten Futterbeutel beschützt. Ohne Futterbeutel passiert das auch. Bekannte Hunde, gar kein Problem. Da genießt sie den Freilauf sichtlich. Meinen Mann schleckt sie täglich sehr intensiv, mich weniger. Kuscheln bin ich 2. oder 3. Wahl. 1. Stelle mein Mann, 2. Stelle mein Sohn. 1. Stelle beim Spielen ich. 2. Stelle mein Mann im Haus. Spielzeug bringt sie zu mir, auch wenn mein Mann neben mir ist. Er spielt aber grds. mehr mit ihr, jedoch eher draussen. Gassi gehen: Meist geht mein Mann. Ich, wenn er nicht kann. Am WE gemeinsam. Ich arbeite 10-12 Stunden im Homeoffice und teils auswärts. Mein Mann ist Angestellter der Rentenversicheungsanstalt und arbeitet nicht mehr seit der Hund einzog. Bei mir kappen Kommandos weitgehend problemloser, wenn ich mal mit ihr gehe. Mein Mann hat Schwierigkeiten und muss sie wesentlich mehr einnorden. Dabei ist er täglich mit ihr Gassi. Ich vielleicht jede 2. Woche nur einmal. Es ist, als ob sie mir mit ihrem Gehorsam gefallen möchte. Ich denke das hat mit unterschiedlichen Beziehungen zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese unterschiedlichen Verhaltensmuster mit der Häufigkeit, was wann wer macht zu tun hat. Ich habe eher den Eindruck sie hat jeden Einzelnen von uns für eine bestimmte Bedürfnisbefriedigung vorgesehen und diese Rollen, die wir für sie sind, wirken sich in ihrer individuellen Beziehung aus. Auch wenn mein Mann ihr das Futter gibt, schützt sie mich und meine Futtertasche. Bei ihm passiert das nicht!
In meinen Ohren klingt es so, dass eure Hündin sehr viele Entscheidungen selber treffen darf und es auch tut, was bei Hunden bedeutet, dass sie viele Privilegien und damit einen hohen sozialen Status in dem Sozialgefüge, in dem sie leben, haben. (keine vollständige Diagnose, nur meine Einschätzung)
Das kann gut gehen, wie bei Janet K., bei Hunden, denen aber wie eurer Hündin Ressourcen wichtig sind, wird dann schonmal der Mensch zur Ressource und damit auch aggressiv gegen Fremde verteidigt.
Eine leichte Schieflage in der Beziehung, kann man aber rückgängig machen.
 
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Vanessa
29. Jan. 06:41
Also Holly freut sich bei mir am meisten, bin wohl Rudelchef? Bei meinem Mann freut sie sich auch mega aber nicht ganz so hart wie bei mir. Bei unserem kleinen Sohn freut sie sich auch aber deutlich dezenter. Weiß aber nicht ob das einfach dran liegt das sie bei ihm nicht so stürmisch ist/sein darf.