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Tonia
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Anzahl der Antworten 28
zuletzt 7. Feb.

Tierschutzhund - Bellen bei Geräuschen im Treppenhaus

Hallo zusammen 🫶🏻 Wir haben vor gut 3 Wochen unsere Maja aus dem griechischen Tierschutz adoptiert. Sie ist bereits zwischen 2-3 Jahren alt. Im Oktober wurde sie auf der Straße gefunden. Sie wurde von den Helfern vor Ort als ruhige, sanfte und verschmuste Seele beschrieben; dem können wir auch zustimmen ❤️ Sie ist unser Meinung nach ein sehr cleveres Mäuschen: Sie hat ihr(e) Körbchen sofort als Ruheort angesehen, weiß, dass sie sich dahin zurückziehen muss, wenn wir essen. Stubenrein war sie von Anfang an. Auch die ersten Kommandos sitzen. Aktuell sind wir an der Leinenführigkeit dran. Da hat sie in den letzten zwei Tagen auch schon immense Fortschritte gemacht. Nun zum Thema des Threads: Maja bellt bei Geräuschen aller Art im Treppenhaus. Sein es die Nachbarn, die ihre Tür schließen, oder die wöchentliche Treppenhausreinigung (Endgegner). Wir kriegen sie mittlerweile auch relativ gut wieder beruhigt, aber sie schlägt halt jedes Mal wieder an. Da sie unser erster Hund ist, haben wir bzgl. des Themas natürlich schon das Internet durchforscht, sind aber auf zig Ansätze gestoßen : ruhig bleiben und ihr kurz sagen, dass alles gut ist, ins Körbchen schicken, bei Geräuschen mit ihr ins Treppenhaus gehen usw. Bisher fruchtet aber nichts so wirklich… Wie steht ihr zu diesem Thema und habt ihr vielleicht neue Methoden für uns? Da wir sie relativ kurzfristig adoptiert haben, haben wir leider erst ab Mitte März einen Hundetrainer. Da sie aber generell Sachen schnell lernt, würden wir das Problem gerne schon selbst angehen. 😊 Kurz noch zu Maja: Laut ChatGPT ist sie ein „griechischer Senfhund“ - jeder hat seinen Senf dazu gegeben. Vermutlich steckt auch ein Jagdhund und/oder ein Herdi mit drin Wir sind noch etwas unentschlossen, ob es sich bei dem Bellen um Unsicherheit oder um territoriales Verhalten handelt. Denn wenn man mal etwas strenger mit ihr redet, zeigt sie sehr starkes Beschwichtigen (auf den Rücken/die Seite legen und Pfötchen hoch)
 
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Carola
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2. Feb. 10:40
Erst einmal wünsche ich euch viel Freude mit eure Maja! Drei Wochen sind eine sehr kurze Zeit dass man aus meiner Sicht nicht von territorialen Verhalten sprechen kann-was möglicherweise aber bei ihr veranlagt ist- ich würde davon ausgehen dass es Unsicherheit ist und alles ist neu.
Der Hund wurde auf der Straße gefunden und von jetzt auf gleich in eine völlig fremde Umwelt verfrachtet. Da braucht es schon etwas Zeit und Geduld.
 
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Carola
2. Feb. 10:40
Erst einmal wünsche ich euch viel Freude mit eure Maja! Drei Wochen sind eine sehr kurze Zeit dass man aus meiner Sicht nicht von territorialen Verhalten sprechen kann-was möglicherweise aber bei ihr veranlagt ist- ich würde davon ausgehen dass es Unsicherheit ist und alles ist neu.
Der Hund wurde auf der Straße gefunden und von jetzt auf gleich in eine völlig fremde Umwelt verfrachtet. Da braucht es schon etwas Zeit und Geduld.
 
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B
2. Feb. 10:42
Es scheint wohl keine Rolle zu spielen, woher der Hund stammt.

Unser Malteser neigt dazu, bei Geräuschen im Treppenhaus zu bellen.

Jede Rasse hat doch auch ihre eigene Funktion.
 
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Tonia
2. Feb. 10:48
Erst einmal wünsche ich euch viel Freude mit eure Maja! Drei Wochen sind eine sehr kurze Zeit dass man aus meiner Sicht nicht von territorialen Verhalten sprechen kann-was möglicherweise aber bei ihr veranlagt ist- ich würde davon ausgehen dass es Unsicherheit ist und alles ist neu. Der Hund wurde auf der Straße gefunden und von jetzt auf gleich in eine völlig fremde Umwelt verfrachtet. Da braucht es schon etwas Zeit und Geduld.
Vielen lieben Dank ❤️ sie bekommt natürlich alle Zeit der Welt und zum Glück haben wir auch sehr verständnisvolle Nachbarn. Trotzdem wollen wir ihr auf Dauer natürlich die Sicherheit geben, dass sie sich auf uns verlassen kann und nicht anschlagen muss 😊
 
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Tonia
2. Feb. 10:48
Es scheint wohl keine Rolle zu spielen, woher der Hund stammt. Unser Malteser neigt dazu, bei Geräuschen im Treppenhaus zu bellen. Jede Rasse hat doch auch ihre eigene Funktion.
Der Sinn des erstens Satzes erschließt sich mir nicht ganz 🧐
 
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Carola
2. Feb. 11:00
Vielen lieben Dank ❤️ sie bekommt natürlich alle Zeit der Welt und zum Glück haben wir auch sehr verständnisvolle Nachbarn. Trotzdem wollen wir ihr auf Dauer natürlich die Sicherheit geben, dass sie sich auf uns verlassen kann und nicht anschlagen muss 😊
Das wird schon! Der Hund muss ja erstmal die Geräusche kennen und harmlos von"gefährlich" unterscheiden können.
Ich habe selbst "gesprächige" Wachhunde und es hat schon eine Weile gedauert bis sie wussten, wann sie anschlagen sollen und wann es keinen Grund dafür gibt.
 
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Katja
2. Feb. 11:10
Hey, wenn sie erst so kurz bei euch ist, ist das doch ne prima Gelegenheit, sie weiter kennenzulernen… und sie euch!😀

Ihr solltet da genau beobachten, was bei verschiedenen Aktionen eurerseits bei ihr vorgeht. Das sie auf härteren Ton unterwürfig reagiert, hat bestimmt mit ihrer Vergangenheit zu tun: auf der Straße heiß harter Ton definitiv nix Gutes für den Hund! Immerhin: sie flieht nicht, sondern beschwichtigt… d.h. grundsätzlich seid ihr schonmal ihr Sozialpartner!

Bei unserer Polli (sehr schüchterner Hütehund-Mix, wenn gepöbelt wird, dann nur in der Meute!) half es, wirklich klar die Führung zu übernehmen und mit ihr zusammen nachschauen zu gehen (sie hat sich dann auch eher hinten gehalten… so ganz geheuer war ihr das doch nicht, dass plötzlich die Tür aufgeht).
Inzwischen hat sie gelernt, unterschiedliche Dinge hinter der Tür zu unterscheiden: Bei Freunden wird nur kurz gewufft und dann schlägt die Aufregung in (ruhige) Vorfreude um. Briefträger muss verbellt werden. Das ist aber ok: viele Briefträger oder Paketboten wollen sich das Klingeln sparen… nicht bei uns!
Einzig der Nachbar ist leider immer noch der Endgegner, da wird sich aus dem Tiefschlaf heraus geknurrt: Der ist ganz am Anfang vornübergebeugt & ihr in die Augen starrend auf sie zu, weil er sie begrüßen wollte… der kann ihr füttern was er will: sie nimmt’s, aber gegrummelt wird immer noch.

Grad sind wir in der Jugendherberge und am Anfang war sie ob es Lebens auf dem Gang (alles voller Kinder!) echt empört. Wir haben’s ihr ein paarmal gezeigt und jetzt ist ok. Hat nen halben Tag gedauert, aber es war ja auch alles so aufregend!
 
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Claudia
2. Feb. 11:15
Ich bin da ganz bei Carola und Katja.

Mir fällt, ausser zusammen schauen gehen, noch das benennen ein. „Ach, das ist ja nur ……“
Hilft bei uns sehr gut.
Ausser eben bei „dem einen Nachbarn“ - den haben wir nämlich auch.
 
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Tonia
2. Feb. 11:17
Hey, wenn sie erst so kurz bei euch ist, ist das doch ne prima Gelegenheit, sie weiter kennenzulernen… und sie euch!😀 Ihr solltet da genau beobachten, was bei verschiedenen Aktionen eurerseits bei ihr vorgeht. Das sie auf härteren Ton unterwürfig reagiert, hat bestimmt mit ihrer Vergangenheit zu tun: auf der Straße heiß harter Ton definitiv nix Gutes für den Hund! Immerhin: sie flieht nicht, sondern beschwichtigt… d.h. grundsätzlich seid ihr schonmal ihr Sozialpartner! Bei unserer Polli (sehr schüchterner Hütehund-Mix, wenn gepöbelt wird, dann nur in der Meute!) half es, wirklich klar die Führung zu übernehmen und mit ihr zusammen nachschauen zu gehen (sie hat sich dann auch eher hinten gehalten… so ganz geheuer war ihr das doch nicht, dass plötzlich die Tür aufgeht). Inzwischen hat sie gelernt, unterschiedliche Dinge hinter der Tür zu unterscheiden: Bei Freunden wird nur kurz gewufft und dann schlägt die Aufregung in (ruhige) Vorfreude um. Briefträger muss verbellt werden. Das ist aber ok: viele Briefträger oder Paketboten wollen sich das Klingeln sparen… nicht bei uns! Einzig der Nachbar ist leider immer noch der Endgegner, da wird sich aus dem Tiefschlaf heraus geknurrt: Der ist ganz am Anfang vornübergebeugt & ihr in die Augen starrend auf sie zu, weil er sie begrüßen wollte… der kann ihr füttern was er will: sie nimmt’s, aber gegrummelt wird immer noch. Grad sind wir in der Jugendherberge und am Anfang war sie ob es Lebens auf dem Gang (alles voller Kinder!) echt empört. Wir haben’s ihr ein paarmal gezeigt und jetzt ist ok. Hat nen halben Tag gedauert, aber es war ja auch alles so aufregend!
Im Tiefschlaf Knurren kann Maja auch sehr gut. Genauso in ihren vollen Napf zu Knurren, wenn der Nachbar es wagt, im Treppenhaus zu laut zu atmen 😅
 
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Tonia
2. Feb. 11:28
Ich bin da ganz bei Carola und Katja. Mir fällt, ausser zusammen schauen gehen, noch das benennen ein. „Ach, das ist ja nur ……“ Hilft bei uns sehr gut. Ausser eben bei „dem einen Nachbarn“ - den haben wir nämlich auch.
Das machen wir tatsächlich auch schon
 
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Alina
2. Feb. 11:36
Bei unserem hat zur Eingewöhnung geholfen einen schweren Vorhang in den Flur zu hängen, das nochmal ein bisschen was an Geräuschen abgeschirmt wird zur Wohnung rein. Da müsst ihr aber schauen, ob das mit dem Layout der Wohnung bei euch auch passen könnte.
Ansonsten wurde von unser Trainerin empfohlen, das jedes Mal positiv auch aufzubauen, wenn es ein Geräusch gibt, bei dem er nicht bellt, dann gibt es ein Leckerli. Am besten mit Markerwort aufbauen.
Bei uns war es nach dem Umzug, dass jedes schlüssel klimpern und Türen öffnen/schließen, jedes Gespräch im Hausflur angebellt wurde.
Mittlerweile stört ihn eigentlich nur noch, wenn ein anderer Hund im Flur bellt, aber das akzeptieren wir auch.