Ich finde den Dominanzgedanken in solchen Situationen ehrlich gesagt immer etwas schwierig. Viele Verhaltensweisen, die auf den ersten Blick nach „Kontrolle“ oder „Dominanz“ aussehen, entstehen gerade bei frisch angekommenen Hunden oft auch einfach aus Unsicherheit oder Überforderung.
Für den Hund ist im Moment ja alles neu - neue Umgebung, neue Menschen, eine vorhandene Hündin, neue Regeln. Manche Hunde reagieren mit Vorsicht und Beschwichtigen andere versuchen aktiv, Situationen zu kontrollieren indem sie nach vorne gehen. Hintergrund ist, dass sie Fremdes noch gar nicht richtig einschätzen können. Sie wissen (noch) nicht was sicher ist und was nicht.
Es kann gut sein, dass er auf der Pflegestelle dieses Verhalten nicht gezeigt hat, weil er sich dort sicher gefühlt hat.
Das heißt natürlich nicht, dass man das Verhalten einfach laufen lassen sollte - im Gegenteil, was hilft ist oft viel Management und Struktur, damit gar nicht erst größere Konflikte entstehen.
Ich glaube deshalb, dass es im Moment weniger darum geht, ob er „dominant“ ist, sondern eher darum, dass er noch lernen muss, dass alles geregelt ist und er keine Aufgaben übernehmen muss. Wenn er ansonsten freundlich mit Menschen ist und sich gut führen lässt, sind das eigentlich ganz gute Voraussetzungen.
Ja so ist das viel treffender ausgedrückt 👍🏻 er versucht alles im blick zu haben und zu kontrollieren, wahrscheinlich tatsächlich aus Unsicherheit weil eben alles neu ist.
Auf der anderen Seite legt er sich aber gleich ab als gehöre ihn die Welt, Bauch kraulen an oberster Stelle 😂 auch so entspannt er wirklich gut und schläft auch tief. Er muss und darf lernen das wir das alles im Griff haben und er hier wirklich nur einfach sein darf ohne Aufgabe, da setzen wir auch schon an und merken wie er langsam immer schneller zur Ruhe kommt auch wenn Betty im Raum ist. Kleine Schritte aber ich bin mir sicher das es sich lohnt für ihn, für uns und für Betty 🥰