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Mel und
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Anzahl der Antworten 68
zuletzt 15. Jan.

Hund an das Bahnfahren gewöhnen – eure Erfahrungen?

Hallo zusammen, ich würde gern wissen, wie ihr eure Hunde ans Bahnfahren gewöhnt habt und was dabei gut oder weniger gut funktioniert hat. Kurz zu meinem eigenen Hund, damit ihr es besser einordnen könnt: Er ist 4 Jahre alt, noch nie Bus oder Bahn gefahren, fährt aber sehr gerne Auto. In neuen Situationen ist er eher unsicher, deshalb vermute ich, dass vor allem das Aus und Einsteigen problematisch werden könnte – insbesondere wegen dem Spalt zwischen Bahn und Bahnsteig und der Tür bzw. den Geräuschen beim Öffnen und Schließen. Mich interessieren vor allem: Wie habt ihr angefangen? (kurze Strecke, direkt rein?) Wie hat euer Hund reagiert – entspannt, unsicher, überfordert? Gab es Dinge, die ihr im Nachhinein anders machen würdet? Regionalbahn, S-Bahn, Straßenbahn – gibt es Unterschiede? Wie lief bei euch das Ein- und Aussteigen? Hatten eure Hunde Angst vor den Türen, Geräuschen vor allem auch wegen dem Zeitdruck bei Aus-Einsteigen? Hat sich euer Hund eher geweigert reinzugehen oder rauszugehen? Wie seid ihr damit umgegangen? Was hat euren Hunden in genau diesem Moment geholfen, wenn Futter keine Option war?Meiner würde nichts nehmen) Tragen eure Hunde beim Bahnfahren immer einen Maulkorb? Kleiner Hinweis noch: Ich werde nicht jeden Beitrag einzeln beantworten, sondern möchte einfach eure Erfahrungen sammeln und in Ruhe lesen – vielleicht kann ich mir das eine oder andere für uns mitnehmen.
 
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Karin
14. Jan. 10:47
Wir haben mit Roxy, 2 jahre und sehr unsicher, sehr kleinschrittig gestartet indem wir erstmal Busse betrachtet haben, das an und abfahren, das absenken, die Geräusche.... sind dann an eine Endbushaltestelle und durften dort üben.
- Vorne einsteigen und hinten sofort wieder raus,
- einsteigen und kurz drin bleiben
- Einsteigen und setzen mit Platzzuweisung
- das ganze immer länger
- 1 Busstation gefahren
- immer weiter gefahren
- immer viel gelobt und belohnt incl Busfahrer 😂

- Roxy trägt keinen Maulkorb, ich habe aber einen dabei
- Zusätzlich haben wir an einem Metall-Wackelbrett welches an Ketten hängt ( Outdoor-fitnessplatz) die Balance geübt. Das war für Roxy sehr hilfreich, da sie im Bus sehr oft rutschte und sie die Balance nicht finden konnte wurde sie schnell hibbelig. Ist jetzt gar kein Problem mehr.
 
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Katja
14. Jan. 11:09
Wir haben mit Roxy, 2 jahre und sehr unsicher, sehr kleinschrittig gestartet indem wir erstmal Busse betrachtet haben, das an und abfahren, das absenken, die Geräusche.... sind dann an eine Endbushaltestelle und durften dort üben. - Vorne einsteigen und hinten sofort wieder raus, - einsteigen und kurz drin bleiben - Einsteigen und setzen mit Platzzuweisung - das ganze immer länger - 1 Busstation gefahren - immer weiter gefahren - immer viel gelobt und belohnt incl Busfahrer 😂 - Roxy trägt keinen Maulkorb, ich habe aber einen dabei - Zusätzlich haben wir an einem Metall-Wackelbrett welches an Ketten hängt ( Outdoor-fitnessplatz) die Balance geübt. Das war für Roxy sehr hilfreich, da sie im Bus sehr oft rutschte und sie die Balance nicht finden konnte wurde sie schnell hibbelig. Ist jetzt gar kein Problem mehr.
Oh, ja guter Punkt mit der Balance!🤗

Da hilft auch das Sitzen zwischen den Beinen -> da kann man bisschen stützen, wenn der Busfahrer mal wieder meint, er müsse eine Rallye gewinnen…😬
 
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Melanie
14. Jan. 11:33
Das Wichtigste ist, das du selbst souverän bist und ohne viel Trara in die S-Bahn oder den Bus steigst. Nehme Leckerlis mit und lobe ihn sobald ihr auf eurem Platz seid und gebe ihm die Belohnung, damit er es als positives Ergebnis abspeichern kann.
Anfangen würde ich mit zwei drei Stationen S-Bahn fahren und dann beim Aussteigen wieder Loben und Leckerli. Möglichst gleich am nächsten Tag wiederholen, damit es zur Routine wird. Wenn es in der S-Bahn gut klappt, können Bus ( meist mehr Gedränge als in der S-Bahn) und Bahn angegangen werden. In der Bahn kann man ja nicht so schnell aussteigen wie aus der S-Bahn mit kurzen Haltetakten. Deshalb würde ich damit anfangen.
Bei meinem Snoopy 14 Jahre alt,den ich mit 13 Jahren bei mir aufgenommen habe, ist es das wichtigste das Ich dabei bin, dann legt er sich auch hin und kann entspannt Bus oder S-Bahn fahren auch ohne Leckerlis. Aber zB bei meiner Tochter legt er sich nicht hin, bleibt die ganze Zeit stehen, aber solange nicht gehechelt und gespeichelt wird, ist es okay auch wenn Mama nicht dabei ist. 😉 Viel Erfolg beim Training 🍀🙏🏼
 
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Melanie
14. Jan. 11:37
Oh, ja guter Punkt mit der Balance!🤗 Da hilft auch das Sitzen zwischen den Beinen -> da kann man bisschen stützen, wenn der Busfahrer mal wieder meint, er müsse eine Rallye gewinnen…😬
Deshalb bin ich auch für die S-Bahn zum Einstieg, wackelt wesentlich weniger.
 
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Mel und
14. Jan. 12:40
So einfach ist das du bezahlst doch auch für mich dann will ich einen Platz
Hunde dürfen nicht auf den Sitz, egal ob bezahlt oder nicht.
Finde ich nicht so gut .
 
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Mel und
14. Jan. 12:43
Das kommt tatsächlich darauf an. In der DB ja, wobei es vielen Zugbegleitern reicht den Maulkorb dabei zu haben und bei Bedarf/Aufforderung aufzusetzen. In Privatbahnen ist das wieder anders, einige verlangen einen Maulkorb, andere nicht. Generell kann es aber verlangt werden und daran sollte man sich dann halten (Hausrecht). Was wo gilt, muss man einzelnen in den Beförderungsbedingungen nachlesen. Bei uns im Bus gibt es gar keine Pflicht (nicht mal zum mitführen) und der Hund fährt sogar kostenlos mit.
Hier gibt's im Bus ebenfalls keine Maulkorbpflicht
 
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Mel und
14. Jan. 12:55
Noch kurz zu meinem: Er ist kein Angsthund. Er wird in neuen Situationen einfach nur schnell unsicher.Er zieht auch nicht den Schwanz ein oder so ,hat er noch nie gemacht.Er ist auch noch nie wirklich in Panik verfallen.
Er weigert sich dann einfach nur weiter zu gehen ,wirkt aber nicht wirklich ängstlich.
Mit Menschen hat er dafür überhaupt kein Thema – auch nicht mit vielen auf engem Raum. Im Gegenteil: Mehr Menschen = mehr Liebe ❤️
Er liebt wirklich jeden, findet auch „gruselige“ Menschen (gebückt, mit Rollator usw.) völlig okay und freut sich wie verrückt, wenn man ihn anfasst.
Anfassen darf ihn jeder gerne .
 
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Katja
14. Jan. 13:00
Noch kurz zu meinem: Er ist kein Angsthund. Er wird in neuen Situationen einfach nur schnell unsicher.Er zieht auch nicht den Schwanz ein oder so ,hat er noch nie gemacht.Er ist auch noch nie wirklich in Panik verfallen. Er weigert sich dann einfach nur weiter zu gehen ,wirkt aber nicht wirklich ängstlich. Mit Menschen hat er dafür überhaupt kein Thema – auch nicht mit vielen auf engem Raum. Im Gegenteil: Mehr Menschen = mehr Liebe ❤️ Er liebt wirklich jeden, findet auch „gruselige“ Menschen (gebückt, mit Rollator usw.) völlig okay und freut sich wie verrückt, wenn man ihn anfasst. Anfassen darf ihn jeder gerne .
Na, dann auf in die Öffis!🤗

Das hört sich so an, als würden die positiven Eindrücke schnell die grauselige Tür vergessen lassen!😀
 
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Katja
14. Jan. 13:35
Polli verzieht sich, wenn’s voll ist, eh am Liebsten irgendwo unter die Sitze (wohlgemerkt: der drüber war ein Fremder!)… sie hat’s nicht so mit fremden Menschen & frontalem Kontakt…🥴

Lustig war auch mal ne U-Bahn mit Fenstern auf ihrer Höhe… solange wir noch im Tunnel fuhren, fand sie das sehr spooky! Als wir rauskamen und sie was sehen konnte, war dann wieder ok.

Man muss echt sehen, auf was der Hund reagiert und ihm da die Zeit lassen, die er braucht!😀
 
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Mel und
14. Jan. 15:10
Das hier ist die kleine Haltestelle, an der wir in die RB einsteigen würden. Geplant sind maximal zwei Stationen zum Hbf, also etwa 10 Minuten Fahrt – wirklich nicht lange.