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Jana
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Anzahl der Antworten 52
zuletzt 12. März

Hündin verteidigt mich und das Sofa

Hallo ihr lieben, wir haben seit 2 Wochen einen Pflegehündin bei uns zuhause die jetzt langsam beginnt ihre Koffer auszupacken. Davon abgesehen das sie mich jeden Zentimeter verfolgt beginnt sie nun auch mich und das Sofa gegenüber meinen anderen beiden Hunden zu verteidigen. Bisher geschieht das noch absolut gemäßigt das heißt durch Knurren etc. Ich greife natürlich ein und schicke sie sobald sie das Sofa verteidigt runter bzw schicke sie von mir weg sobald sie anfängt mich für sich zu beanspruchen. Habt ihr noch mehr Tipps die dieses Verhalten positiv beeinflussen können? Sollte sie eventuell bis die Regeln hier im Haus klar sind erstmal komplettes sofaverbot bekommen obwohl die anderen beiden Hunde auf das Sofa dürfen? Über Ideen und Tipps bin ich sehr dankbar.
 
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Tim
10. März 21:48
Aber nicht wegsperren
Das hab ich auch nicht gesagt. Ich hab nur gesagt für ein paar Minuten aus dem Raum. 😃
 
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Tim
10. März 21:54
Ich habe auch nicht den Eindruck das sie ihren Platz sucht sondern eher das sie versucht sich alles zu nehmen und ihre Macht zu demonstrieren
Ferndiagnosen sind halt immer schwierig. Du sagtest sie bellt und jault, wenn du außer Reichweite bist. Das kann halt mehrere Gründe haben. Die drei fallen mir jetzt spontan ein:

1.Unsicherheit
2.Frust weil sie dich nicht kontrollieren kann(kenne ich noch gut von Sam damals)
3.Aufmerksamkeit.

Genau so verhält es sich mit dem Rammeln. Egal ob Rüde oder Hündin, das kann auch mehrere Ursachen/Ziele haben.

1.Stress/Frustabbau/Übersprung
2.Dominanz
3.Wohlfühlen

Letzteres klingt vielleicht etwas komisch aber ich hatte mal eine Gasthündin die immer direkt nach dem Fressen ein Kissen oder eine Decke durch gerammelt hat. Danach ist sie dann direkt total entspannt eingeschlafen 🙈
 
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Silke
10. März 22:04
Wer sich nicht benimmt fliegt raus, wer meint rumzuzicken wird rausgeschickt und des Rudels verwiesen. Und dann erst nach paar Stunden wieder dazugeholt. Verstehen die ganz schnell normalerweise.
Was heißt hier: ”Wer dich nicht benimmt”?
Der Hund ist zu Gast, musste dich also von seinem Menschen/ seiner Familie trennen! Und dann wird er wie der letzte Dreck behandelt, wenn er Nähe und Sicherheit bei dem Zweibeiner sucht, bei dem er nun mal abgestellt wurde und mit dem er sich arrangieren muss. Halte ich für eine echte Sch…-Idee.
Im Gegenteil: Ich würde diesen Gasthund und meine eigenen nach Strich und Faden verwöhnen. Knurren liebevoll unterbinden in dem Sinne, dass der Hund spürt: Ist gar nicht nötig, ich habe hier meinen Platz und man sorgt für mich in jeder Hinsicht.
 
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Silke
10. März 22:07
Deswegen sag ich ja, darf man nicht durch die Menschenbrille sehen. Ein Hund der sich unangemessene Dinge anmaßt wird verbannt. Meist langt das einmal und dann lassen die das.
Klar, weil sie (sich) aufgeben. Und die Situation ertragen, die sie sich selbst nicht ausgesucht haben.
 
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Liane
11. März 06:18
Das hab ich auch nicht gesagt. Ich hab nur gesagt für ein paar Minuten aus dem Raum. 😃
Nein, sowas löst man anders
 
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Kirsten
11. März 13:51
Da noch einige gefragt hatten - die Hündin ist 7 Jahre alt und kommt gebürtig aus Ungarn hat aber die letzten 6 Jahre als Einzelhund bei einem Rentnerehepaar in Deutschland gelebt.
Wenn sie bisher bei Rentnern gelebt hat, wäre es möglich, dass sie bisher gewohnt ist sich recht nah und viel bei ihren Menschen aufzuhalten, es bisher keine Konkurrenz um Aufmerksamkeit gab und auch gar nicht die Notwendigkeit Zuhause soziale Distanz zu regulieren.
Wenn sie sich inkl. Bewältigungsstrategien darauf angepasst hat, ist die neue Situation womöglich eine große Umstellung.
 
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Mel und
11. März 17:42
Fremde Hunde in ihrem eigenen Revier anzugehen und versuchen sich alles anzueignen ist nicht "Platz suchen". Und wie willst du Regeln ohne Konsequenzen durchsetzen?
Ich glaube, hier werden gerade zwei Dinge ein bisschen Durcheinander geworfen.

Konsequenzen und Strafen sind nicht automatisch das selbe!

Natürlich braucht ein Hund Regeln
und natürlich müssen diese auch konsequent umgesetzt werden. Aber Konsequenz bedeutet nicht automatisch Strafe. Man kann Regeln auch durch klare Struktur und gutes Management umsetzen.
Gerade bei einem neuen oder unsicheren Hund ist es ziemlich häufig, dass er versucht, Ressourcen wie Menschen oder Liegeplätze abzusichern. Das heißt natürlich nicht, dass man das Verhalten akzeptieren muss, man kann gezielt daran arbeiten, zum Beispiel Konfliktsituationen gar nicht erst entstehen lassen, klare Abläufe schaffen und ruhiges Verhalten belohnen. So lernt der Hund langfristig, was in diesem Haushalt erwartet wird, ohne dass zusätzlicher ,sinnloser Stress aufgebaut wird.
 
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Guido
11. März 18:04
ich finde,dass wenn dein Hund das Gefühl hat dich zu verteidigen, dann ist schon einiges verkehrt gelaufen. Warum hat dein Hund das Gefühl, für dich überhaupt verantwortlich zu sein?
Da musst du mehr auf deine Körpersprache achten. Lass dich auch nicht permanent überwachen. Ich finde es nervig, wenn mein Hund mir im Haus ständig verfolgt. Da maßregel ich ihn immer.
Ob der Hund auf dem Sofa ist oder nicht, sehe ich bei mir nicht als ein dominantes Spiel an. Mich stört nur, wenn der Hund da liegen will wo ich mich gerade setzen möchte. Dann scheuche ich ihn weg. Auf der anderen Seite, gibt es bei uns Hundezonen wo er das Recht zu liegen und ich ihn nicht stören darf.
Versuche von anfang an Regel zu erstellen, dass dein Hund auch ohne Probleme versteht.
 
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Mel und
11. März 18:29
ich finde,dass wenn dein Hund das Gefühl hat dich zu verteidigen, dann ist schon einiges verkehrt gelaufen. Warum hat dein Hund das Gefühl, für dich überhaupt verantwortlich zu sein? Da musst du mehr auf deine Körpersprache achten. Lass dich auch nicht permanent überwachen. Ich finde es nervig, wenn mein Hund mir im Haus ständig verfolgt. Da maßregel ich ihn immer. Ob der Hund auf dem Sofa ist oder nicht, sehe ich bei mir nicht als ein dominantes Spiel an. Mich stört nur, wenn der Hund da liegen will wo ich mich gerade setzen möchte. Dann scheuche ich ihn weg. Auf der anderen Seite, gibt es bei uns Hundezonen wo er das Recht zu liegen und ich ihn nicht stören darf. Versuche von anfang an Regel zu erstellen, dass dein Hund auch ohne Probleme versteht.
Wer sagt denn überhaupt, dass der Hund sich verantwortlich fühlt? Vielleicht ist er einfach nur unsicher-gestresst und sucht Nähe, die ihm Sicherheit gibt. So einen Hund sollte man meiner Meinung nach nicht maßregeln, sondern ihm Orientierung, Ruhe und Struktur bieten, damit er lernen kann, sich in der neuen Situation sicher zu fühlen.
 
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Jana
11. März 18:52
ich finde,dass wenn dein Hund das Gefühl hat dich zu verteidigen, dann ist schon einiges verkehrt gelaufen. Warum hat dein Hund das Gefühl, für dich überhaupt verantwortlich zu sein? Da musst du mehr auf deine Körpersprache achten. Lass dich auch nicht permanent überwachen. Ich finde es nervig, wenn mein Hund mir im Haus ständig verfolgt. Da maßregel ich ihn immer. Ob der Hund auf dem Sofa ist oder nicht, sehe ich bei mir nicht als ein dominantes Spiel an. Mich stört nur, wenn der Hund da liegen will wo ich mich gerade setzen möchte. Dann scheuche ich ihn weg. Auf der anderen Seite, gibt es bei uns Hundezonen wo er das Recht zu liegen und ich ihn nicht stören darf. Versuche von anfang an Regel zu erstellen, dass dein Hund auch ohne Probleme versteht.
Tatsächlich gab es von Anfang an Klare Regeln bei uns und trotzdem zeigt sie dieses Verhalten. Natürlich Kann es sein das wir nicht alles richtig gemacht haben aber gerade dann kann man daran ja wachsen.