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Alexander
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 7
zuletzt 10. Aug.

Gassi gehen zu zweit ist purer Stress

Hallo zusammen Ich wende mich hier einmal an euch um zu verstehen, was in Amy vorgeht, wenn man zu zweit das Haus verlässt. Amy ist 9 Jahre alt (Australien Shepard / Tibet Terrier Mix) und eig. Bin ich seit dem fast ausschließlich alleine mit ihr unterwegs. Da hat sie die Ruhe weg und läuft entspannt an der Leine. Nun habe ich seit einem Jahr eine Beziehung und wir gehen gerne zusammen spazieren. Aber immer wenn wir zu zweit rausgehen, ist Amy maximal gestresst und zieht wie besessen an der Leine, hechelt und stürmt richtig nach vorne. Nach den ersten 15min beruhigt sich das etwas, aber immer noch nicht gut. Auch reagiert sie dann auf Reize wie Autos und versucht sie zu jagen und springt in die Leine. Zum Ende des Ganges ist sie dann wieder super entspannt. Man merkt aber auch bereits beim Anziehen, dass sie super nervös wird. Wenn wir uns Schuhe anziehen oder uns fertig machen, merkt sie das sofort und fängt an zu fiepsen. Wenn sie dann ihr Geschirr angezogen bekommt, geht es richtig los mit der Aufgeregtheit. Könnt ihr mir helfen, woran das liegt und was man da machen könnte?
 
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Jochen
Beliebteste Antwort
9. Aug. 16:01
Prinzipiell sind Spaziergänge in der Gruppe eher kritisch.

Es geht dabei immer um die Orientierung des Hundes.

Dein Hund wird merken, dass du nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit für ihn aufbringen kannst, dass du seine Fragen nicht mehr beantwortest, nicht mehr im direkten Kontakt/in direkter Verbindung mit ihm stehst.

Diese fehlende Aufmerksamkeit/Gemeinsamkeit und fehlende Verlässlichkeit (Hundeperspektive) verunsichern ihn.

Ich würde -bis der Hund die Situation gelernt hat- das so managen, dass die zweite Person sich erst später dazugesellt und die Aufmerksamkeit bei ihm ist und nicht im Gespräch mit dem Partner. Bis der Hund Sicherheit in der neuen Konstellation gefunden hat (aber auch später sollte der Hund im Fokus bleiben)
 
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Das A-Team
9. Aug. 12:58
Das ist nur wenn dein Partner mit kommt ?
Wie ist die Beziehung sonst zwischen Amy und deinem Partner?
Woher stammt Amy?
Gibt's eine Vorgeschichte?
 
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S.W.🌸
9. Aug. 13:05
Wie startet ihr den Spaziergang?
Amy jetzt geht es los Hurra wir gehen jetzt raus….?(Erwartungs Haltung) oder geht ihr ganz in Ruhe Schuhe anziehen leine nehmen und los ohne viel Gerede?
Kann es an der Stimmung liegen???
 
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Doreen
9. Aug. 14:40
Ich denke auch erstmal an zu hoher Erregungslage. Ihr zieht euch an, ohne viel Unruhe auszustrahlen. Dann erst den Hund (Geschirr und Leine). Wer geht als erstes durch die Tür?

Das Verhältnis zwischen deinem Partner und Amy kann da eine Rolle spielen.

Die Regelmäßigkeit eurer gemeinsamen Spaziergänge. Die Frage der Gewöhnung. Was normal wird, stresst nicht mehr.
 
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Alina
9. Aug. 15:14
War deine Freundin schon mal alleine mit Amy Gassi gehen? Wie entspannt ist Amy da?

Unser Hund ist trotz gemeinsamer Anschaffung vor 3 Jahren immer noch ein wenig aufgeregter, wenn wir zu 3. unterwegs sind als wenn nur mein Freund oder nur ich mit ihm draußen sind. Nicht schlimm, aber spürbar. Es ist zugegebenermaßen auch immer noch eher die Ausnahme zu Dritt unterwegs zu sein.

Was unserem Hund hilft sind immer mal wieder kurze Pausen, wenn sein Erregungslevel steigt, dass er erstmal in dieser Situation ankommen kann, bevor das Nächste passiert.

Wenn du schreibst, dass bereits das fertig machen drinnen so eine hohe Aufregung auslöst, könnte man vielleicht auch Mal versuchen, wie Amy drauf ist, wenn deine Freundin draußen erst dazu stößt. Und dann vielleicht auch den Fokus eher auf uninteressante Dinge auf dem Spaziergang legen (zb. Picknick mit viel Entspannung und herum sitzen) statt "Abenteuerspaziergänge".
 
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Jochen
9. Aug. 16:01
Prinzipiell sind Spaziergänge in der Gruppe eher kritisch.

Es geht dabei immer um die Orientierung des Hundes.

Dein Hund wird merken, dass du nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit für ihn aufbringen kannst, dass du seine Fragen nicht mehr beantwortest, nicht mehr im direkten Kontakt/in direkter Verbindung mit ihm stehst.

Diese fehlende Aufmerksamkeit/Gemeinsamkeit und fehlende Verlässlichkeit (Hundeperspektive) verunsichern ihn.

Ich würde -bis der Hund die Situation gelernt hat- das so managen, dass die zweite Person sich erst später dazugesellt und die Aufmerksamkeit bei ihm ist und nicht im Gespräch mit dem Partner. Bis der Hund Sicherheit in der neuen Konstellation gefunden hat (aber auch später sollte der Hund im Fokus bleiben)
 
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Beatrix
9. Aug. 22:19
Hallo, das kenne ich. Ist bei unserer Hündin leider genauso. Nach einer Weile wird es meistens besser. Der Start ist immer sehr holprig. Irgendwie wirkt sie dann orientierungslos. Hab also leider auch keinen Tipp.
 
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Claudia
10. Aug. 08:35
Ich stimme Jochen zu…
Das spätere Dazugesellen ist ein guter Ansatz.
Der Hund hat sich ein wenig entspannt, das wichtigste ist erledigt.
Ergänzen möchte ich noch, dass der Hund die Kontrolle und Führung übernimmt. Du bist ja nicht mehr bei der Sache, bzw reagierst nicht mehr rechtzeitig.

Bei uns ist es auch so. Ich kann mich zwar unterhalten, aber mein Focus liegt bei der Umwelt und dem Hund. Das heißt auch, dass ich mitten im Satz reagiere, weggehe was auch immer und dann komplett raus bin aus dem Gespräch für Sekunden oder Minuten. Das muss der Gassipartner erstmal verstehen und akzeptieren.