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Celine
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zuletzt 27. Feb.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Nathalie
22. Feb. 20:03
Jaa ich kenne die Hunderasse. 🙈
Ich kannte sie gar nicht .... Musste erstmal googeln....
Ich hatte immer gedacht ,dass Steff oder so was drinn steckt
 
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Lena
22. Feb. 20:05
Also wiegt die nicht Nichterfüllung der Auflagen schwerer als mehrmalige Beißattacken oder sogar Tötungen?
Jein,
aber die Beschlagnahmung des Besitzes ist ein schwerer Grundrechtseingriff der ausreichend begründet werden muss und eben auch verhältnismäßig sein muss.

Man ist mehr oder weniger gezwungen vorher andere Wege zu beschreiten (eben Auflagen erteilen als milderes Mittel), wenn diese nicht eingehalten werden und/oder es weiterhin zu Vorfällen kommt, dann ist eine Beschlagnahmung eher ausreichend begründet.

Dann kommen noch die Rechtsbehelfsverfahren etc. pp.

Es ist einfach Grütze womit sich die Behörden in solchen Fällen rumschlagen muss, von verantwortungslosen Haltern gefährlicher Hunde bis zu Tierquälern
 
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Celine
22. Feb. 20:07
Jein, aber die Beschlagnahmung des Besitzes ist ein schwerer Grundrechtseingriff der ausreichend begründet werden muss und eben auch verhältnismäßig sein muss. Man ist mehr oder weniger gezwungen vorher andere Wege zu beschreiten (eben Auflagen erteilen als milderes Mittel), wenn diese nicht eingehalten werden und/oder es weiterhin zu Vorfällen kommt, dann ist eine Beschlagnahmung eher ausreichend begründet. Dann kommen noch die Rechtsbehelfsverfahren etc. pp. Es ist einfach Grütze womit sich die Behörden in solchen Fällen rumschlagen muss, von verantwortungslosen Haltern gefährlicher Hunde bis zu Tierquälern
Ok das verstehe ich.

In diesem Fall scheint der Hund aber schon vorher Auflagen gehabt zu haben und einen nicht bestanden Wesenstest?
Ebenso hatte der HH schon Bußgelder.

Also ich habe hier das Gefühl, dass die Behörde nicht richtig gehandelt hat.
Wie bei dem Fall Chico.
 
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Nathalie
22. Feb. 20:07
Jein, aber die Beschlagnahmung des Besitzes ist ein schwerer Grundrechtseingriff der ausreichend begründet werden muss und eben auch verhältnismäßig sein muss. Man ist mehr oder weniger gezwungen vorher andere Wege zu beschreiten (eben Auflagen erteilen als milderes Mittel), wenn diese nicht eingehalten werden und/oder es weiterhin zu Vorfällen kommt, dann ist eine Beschlagnahmung eher ausreichend begründet. Dann kommen noch die Rechtsbehelfsverfahren etc. pp. Es ist einfach Grütze womit sich die Behörden in solchen Fällen rumschlagen muss, von verantwortungslosen Haltern gefährlicher Hunde bis zu Tierquälern
Die Auflagen waren schon seit mindestens 2 Jahren vorhanden und trotzdem kam es zu Vorfällen ....
Es waren definitiv vorher zwei Hunde betroffen....und die Behörden war er bekannt ,,genauso war bekannt dass der Hund scharf gemacht wurde .....
Es wurden Briefe geschrieben, Veterinäramt war bereits vorher informiert, die Stadt war auch informiert genauso wie der Tierschutz....

Aber es passierte gar nichts ....
Eigentlich typisch für unsere Stadt.
 
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Christa
22. Feb. 20:10
Ich kann leider die Kommentare nicht lesen ,da ich kein FB habe. Es ist auch ganz egal wie es ausgegangen ist , der Hund wäre so oder so weggekommen nur mit dem Unterschied, dass der Hund dann eingeschläfert wird... bzw wie du schreibst nicht vermittelbar. Wesenstest war er ja schon..... Ich habe vorhin mal über die Rasse gelesen .... ,da ich die nicht kannte... Rüden haben ein Entgewicht von bis zu 65 kg.... ,kommt ursprünglich aus Spanien und wurde dort zum Wach & Schutzdienst eingesetzt..... Ich denke der Besitzer bekommt auch noch eine Gerichtsverhandlung und bekommt dann hoffentlich ein Haltungsverbot..... Ich hatte meine Mutter schon gefragt ob sie was gehört hat wie es dem anderen Hund geht . Aber sie wusste nichts . Ich hoffe das der es schafft
Er musste leider eingeschläfert werden 😢
 
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Lena
22. Feb. 20:11
Die Auflagen waren schon seit mindestens 2 Jahren vorhanden und trotzdem kam es zu Vorfällen .... Es waren definitiv vorher zwei Hunde betroffen....und die Behörden war er bekannt ,,genauso war bekannt dass der Hund scharf gemacht wurde ..... Es wurden Briefe geschrieben, Veterinäramt war bereits vorher informiert, die Stadt war auch informiert genauso wie der Tierschutz.... Aber es passierte gar nichts .... Eigentlich typisch für unsere Stadt.
Dass man dann die Cavallerie mit Waffe am Anschlag rausschicken kann, ist aber dennoch ein Wunschtraum.

Schlechte Gesetze und/oder Richtlinien, zu wenig Personal, zu wenig politischer Wille.

Das ist die Katastrophe hinter solchen Fällen.
 
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Christa
22. Feb. 20:12
Der angegriffene Hund wurde so schwer verletzt dass er eingeschläfert werden musste
 
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Nathalie
22. Feb. 20:18
Der angegriffene Hund wurde so schwer verletzt dass er eingeschläfert werden musste
Von der schweren Verletzung wusste ich .....aber ich hatte die Hoffnung dass er es schafft......Ich hoffe dass der Besitzer von dem erschossenen Hund seine gerechte Strafe bekommt

und da ich aber kein FB habe konnte ich es nicht weiter verfolgen
 
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Nathalie
22. Feb. 20:35
Der angegriffene Hund wurde so schwer verletzt dass er eingeschläfert werden musste
Konnte es gerade auf Insta lesen
 
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Sina
22. Feb. 20:43
Von der schweren Verletzung wusste ich .....aber ich hatte die Hoffnung dass er es schafft......Ich hoffe dass der Besitzer von dem erschossenen Hund seine gerechte Strafe bekommt und da ich aber kein FB habe konnte ich es nicht weiter verfolgen
Es steht doch in dem Link, den du selbst gepostet hast, dass er eingeschläfert wurde. Sogar in der Überschrift