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Celine
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Anzahl der Antworten 72
heute 18:14

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Celine
heute 16:49
Kommt ganz drauf an warum der Hund ausklinkt. Aber ja, ich denke sowas bahnt sich schleichend an und baut sich oft erst auf. Deswegen fände ich es ja so wichtig das Hundehalter (egal was sie sich für Hunde holen) vorher Wissen und auch praktische Erfahrungen aneignen bevor sie sich einen Hund zulegen. Ich verstehe da den Staat ehrlich gesagt auch nicht denn es besteht ja durchaus auch eine Gefahr für Dritte wenn Menschen ohne Ahnung mit einem potenziell gefährlichen Tier überall rumlaufen können.
Mir werden in Facebook immer mehr Hobbyzuchtgruppen angezeigt.

Da wollte eine noch 2 Ridgeback Welpen los werden. Das Muttertier hat keine Papiere.

In einem Kommentar hatte jemand Interesse an einen Welpen. Wollte aber zuerst wissen, wie groß der Hund ausgewachsen wird.
Mir stellten sich alle Nackenhaare auf. Wenn manche Menschen sich Hunderassen zulegen wollen, ohne die spätere Größe zu kennen, stellt sich mir die Frage, wie sie die genetischen Voraussetzungen des Hundes realistisch einschätzen möchten..
 
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Nora
heute 17:02
Mir werden in Facebook immer mehr Hobbyzuchtgruppen angezeigt. Da wollte eine noch 2 Ridgeback Welpen los werden. Das Muttertier hat keine Papiere. In einem Kommentar hatte jemand Interesse an einen Welpen. Wollte aber zuerst wissen, wie groß der Hund ausgewachsen wird. Mir stellten sich alle Nackenhaare auf. Wenn manche Menschen sich Hunderassen zulegen wollen, ohne die spätere Größe zu kennen, stellt sich mir die Frage, wie sie die genetischen Voraussetzungen des Hundes realistisch einschätzen möchten..
Der jenige hätte es einfach haben können vorher im Internet nach schauen 😊
 
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Celine
heute 17:18
Der jenige hätte es einfach haben können vorher im Internet nach schauen 😊
Ich finde es einfach nur krass, wie Menschen nur anhand von Bildern sagen „wir haben Interesse“ aber nicht einmal die Rasse kennen oder sich im Vorfeld entsprechend informieren.
Würde ich als Züchter Interessenten haben, die mich nach der Endgröße fragen, würde ich weg laufen. 😅😂
 
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Mel und
heute 17:19
https://www.n-tv.de/regionales/baden-wuerttemberg/Hund-beisst-Urlaubs-Betreuerin-schwere-Verletzungen-id30253043.html
 
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Lou
heute 17:32
Ich habe es auch mitbekommen. Ich bin nicht dafür, dass das Tier eingeschläfert wird. Trotzdem ist dieses Unglück passiert, auf welche Art und Weise auch immer, deswegen finde ich es richtig und ganz normal Tests durchzuführen etc.
Ich finde es aber auch sehr erschreckend wie im Netz darüber geredet wird. Teilweise wird einfach behauptet, der Halter hätte den Hund misshandelt. Einige verharmlosen das ganze extrem.

Was ich noch fragwürdig fand:
Ich war vorhin mal auf der Instagramseite der Petitionserstellerin und sie hat bei dem Beitrag mehrere XXL Bully Zuchtstellen mit kupierten Ohren markiert. Das passt für mich nicht zusammen, wenn es einem um Tierschutz geht.
Aber das ist nur meine Meinung.
 
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Celine
heute 17:38
https://www.n-tv.de/regionales/baden-wuerttemberg/Hund-beisst-Urlaubs-Betreuerin-schwere-Verletzungen-id30253043.html
Ja habe ich auch schon mitbekommen. Gruselig, was zur Zeit hier los ist..
 
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Celine
heute 17:39
https://www.n-tv.de/regionales/baden-wuerttemberg/Hund-beisst-Urlaubs-Betreuerin-schwere-Verletzungen-id30253043.html
https://www.br.de/nachrichten/bayern/rottweiler-attackiert-kinderwagen-mutter-geht-dazwischen,V8ZMoLk

Auch noch ein weiterer Fall..
 
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Celine
heute 17:43
Ich habe es auch mitbekommen. Ich bin nicht dafür, dass das Tier eingeschläfert wird. Trotzdem ist dieses Unglück passiert, auf welche Art und Weise auch immer, deswegen finde ich es richtig und ganz normal Tests durchzuführen etc. Ich finde es aber auch sehr erschreckend wie im Netz darüber geredet wird. Teilweise wird einfach behauptet, der Halter hätte den Hund misshandelt. Einige verharmlosen das ganze extrem. Was ich noch fragwürdig fand: Ich war vorhin mal auf der Instagramseite der Petitionserstellerin und sie hat bei dem Beitrag mehrere XXL Bully Zuchtstellen mit kupierten Ohren markiert. Das passt für mich nicht zusammen, wenn es einem um Tierschutz geht. Aber das ist nur meine Meinung.
Also mir wurde vorhin der Beitrag von einem Freund des verstorbenen angezeigt und er sowie die Familie von dem verstorbenen glauben den Medien/ Presse/ Polizei scheinbar nicht.

In deren Augen hat der Hund das nicht getan und sie kämpfen, den Hund wiederzubekommen.

Ich weiß jetzt nicht, ob „XXL“ von dir so gemeint ist oder die Petitionsdarstellerin damit sogar wirbt aber offiziell gibt es in den anerkannten Verbänden nur XL-Hunde. 🙈

Selbst einige Hundehalter dieser Rassen wissen das nicht einmal und Vermehrer werben gerne damit. Ist halt noch „krasser“ einen XXL zu haben.
 
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Lou
heute 17:51
Also mir wurde vorhin der Beitrag von einem Freund des verstorbenen angezeigt und er sowie die Familie von dem verstorbenen glauben den Medien/ Presse/ Polizei scheinbar nicht. In deren Augen hat der Hund das nicht getan und sie kämpfen, den Hund wiederzubekommen. Ich weiß jetzt nicht, ob „XXL“ von dir so gemeint ist oder die Petitionsdarstellerin damit sogar wirbt aber offiziell gibt es in den anerkannten Verbänden nur XL-Hunde. 🙈 Selbst einige Hundehalter dieser Rassen wissen das nicht einmal und Vermehrer werben gerne damit. Ist halt noch „krasser“ einen XXL zu haben.
Ja genau, das habe ich auch gesehen.
Es wurde ja aber eigentlich auch von einem Rechtsmediziner bestätigt, dass die Bisse ursächlich waren. Ob die das jetzt glauben oder nicht, ob er das aus "Boshaftigkeit" getan hat oder dem Halter wirklich nur helfen wollte und es deswegen zu den Verletzungen kam. Deswegen finde ich die Tests auch sinnvoll. Aber dass immernoch behauptet wird er wäre es nicht gewesen, finde ich naja.

Ich kenne eigentlich auch nur XL aber es sind Profile verlinkt die mit XXL werben.
und mit Pocket Bullys.
 
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Sina
heute 17:51
Also mir wurde vorhin der Beitrag von einem Freund des verstorbenen angezeigt und er sowie die Familie von dem verstorbenen glauben den Medien/ Presse/ Polizei scheinbar nicht. In deren Augen hat der Hund das nicht getan und sie kämpfen, den Hund wiederzubekommen. Ich weiß jetzt nicht, ob „XXL“ von dir so gemeint ist oder die Petitionsdarstellerin damit sogar wirbt aber offiziell gibt es in den anerkannten Verbänden nur XL-Hunde. 🙈 Selbst einige Hundehalter dieser Rassen wissen das nicht einmal und Vermehrer werben gerne damit. Ist halt noch „krasser“ einen XXL zu haben.
Ja, ich habe ähnliches gelesen in einer Gruppe die, die Mitbewohnerin gegründet hat.

Sie will Sam offenbar behalten, sagt sie hat jahrelang mit dem Hund zusammen gewohnt, und ist sich sicher, er ist unschuldig.

Ich glaube trotzdem, dass die Obduktionsergebnisse eindeutig sind, und der Hund es war.
Aber trotzdem scheint sich der Fall von anderen Fällen zu unterscheiden, in denen das Umfeld und Nachbarn dann sofort sagen "haben wir immer gewusst, es musste ja so kommen", der Hund schon zig mal bei Behörden gemeldet war, und Angehörige letztendlich froh sind, dass der eingeschläfert wird.

Er scheint in diesem Fall wirklich bislang völlig unauffällig gewesen zu sein. Oder niemand war in der Lage die Gefahr zu erkennen. Auch möglich.