Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Verfasser-Bild
Celine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 125
zuletzt 18. Jan.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
18. Jan. 21:19
Was der Katze wohl passiert ist?

,,Allein im November 2023 habe es eine Mitteilung bezüglich eines Beißvorfalls des Hundes zum Nachteil einer Katze gegeben, teilte die Landkreisverwaltung weiter mit. Ein Einstufungsverfahren zur Gefährlichkeit des Hundes sei danach aber nicht erfolgt, "da dieser Vorfall für sich genommen nicht die Annahme einer gesteigerten Aggressivität des Hundes im Sinne des NHundG rechtfertigte", teilte die Landkreisverwaltung im Hinblick auf das Niedersächsische Hundegesetz (NHundG)."

https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/Hund-toetet-Halter-Kreis-Vorher-nicht-auffaellig-id30236254.html
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
18. Jan. 21:22
Was der Katze wohl passiert ist? ,,Allein im November 2023 habe es eine Mitteilung bezüglich eines Beißvorfalls des Hundes zum Nachteil einer Katze gegeben, teilte die Landkreisverwaltung weiter mit. Ein Einstufungsverfahren zur Gefährlichkeit des Hundes sei danach aber nicht erfolgt, "da dieser Vorfall für sich genommen nicht die Annahme einer gesteigerten Aggressivität des Hundes im Sinne des NHundG rechtfertigte", teilte die Landkreisverwaltung im Hinblick auf das Niedersächsische Hundegesetz (NHundG)." https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/Hund-toetet-Halter-Kreis-Vorher-nicht-auffaellig-id30236254.html
Finde ich aber auch krass, dass ein Hund ein anderes Tier ohne weitere Konsequenzen töten kann.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
18. Jan. 21:30
Ja genau das ist das Video, was ich meinte. Da liefert der Kumpel ja sein Statement dazu ab. Aber wenn es danach geht, habe ich ja auch ganz tolle Videos von der Dobermannhündin. Sie ist sozial mit Hunden und auch Menschen unter meinem Beisein gewesen. Jeder fand sie toll, der sie antraf. Sie lies fremde Menschen auf das Gartengrundstück und ich hatte sie sogar mit in fremde Wohnungen. Und dann gibts die Seite, wo ich Anrufe bekomme „der Hund hat mir in den Oberschenkel gezwickt.“ „ich kann keinen Besuch mehr empfangen“ „der Hund geht draußen auf mich los“ Ich unterstelle dem Bully das nicht aber ich möchte verdeutlichen, dass Hunde, die gebissen haben, ebenso tolle Hunde sein können. Ich hatte nie die negativen Erfahrungen mit dem Hund, deshalb sah ich sie auch mit anderen Augen als die Besitzer.
Man hört und liest es leider öfter das Hunde teilweise über Jahre ganz tolle liebe Hunde waren und dann doch zugebissen haben. Meistens kann der Mensch dann noch darüber erzählen oder es gab Zeugen. Wenn aber beides nicht da ist und man das Tier nur als lieb kennt kann ich mir gut vorstellen das man das nicht wahrhaben möchte.

Ich könnte mir bei Suki auch nie vorstellen das sie einen Menschen beißen würde und doch wäre es auch bei ihr nicht 100%ig auszuschließen. Es sind halt Tiere. Jeden Hund der Zähne im Maul hat sollte man das zutrauen und wenn dann noch Masse/Kraft im Spiel ist steigt das Risiko für richtig üble Verletzungen. Ganz gleich ob ungewollt oder absichtlich.

Laut Gerichtsmediziner ist der Mann an schweren Gesichtsverletzungen gestorben die auf einen Kampf mit dem Hund hindeuten. Das sollte man dann auch als Fakt anerkennen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lou
18. Jan. 21:39
Ich finde es schwierig, dass so viele im Netz mit dem Argument kommen, dass er es niemals gewesen sein kann, weil er doch so lieb guckt.
Er kann ja auch ein ganz toller Hund sein, trotzdem kann auch so ein Hund beißen.
Und dass Freunde und Eltern es nicht glauben, OK. Aber ich würde behaupten (ich weiß natürlich nicht wie es in dem Fall ist) aber auch Familie und Freunde können sich mal irren und etwas falsch einschätzen.
Wie viele schon schrieben, es kann ja auch an etwas medizinischen liegen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sina
18. Jan. 21:39
Finde ich aber auch krass, dass ein Hund ein anderes Tier ohne weitere Konsequenzen töten kann.
Es gab keine Konsequenzen für den Hund, aber es kann schon sein, dass der Halter da evtl belangt worden ist, und Entschädigung und oder Schmerzensgeld zahlen musste, wenn er fahrlässig gehandelt hat.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
18. Jan. 21:44
Finde ich aber auch krass, dass ein Hund ein anderes Tier ohne weitere Konsequenzen töten kann.
Hunde und Katzen sind ja oftmals ein Problem. Denke das hat man unter ,,Hund macht Hundezeug" hat laufen lassen.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
18. Jan. 21:49
Hunde und Katzen sind ja oftmals ein Problem. Denke das hat man unter ,,Hund macht Hundezeug" hat laufen lassen.
Katzen lässt man ja auch laufen 😉 deren Liste ist meist länger…
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
18. Jan. 21:50
Man hört und liest es leider öfter das Hunde teilweise über Jahre ganz tolle liebe Hunde waren und dann doch zugebissen haben. Meistens kann der Mensch dann noch darüber erzählen oder es gab Zeugen. Wenn aber beides nicht da ist und man das Tier nur als lieb kennt kann ich mir gut vorstellen das man das nicht wahrhaben möchte. Ich könnte mir bei Suki auch nie vorstellen das sie einen Menschen beißen würde und doch wäre es auch bei ihr nicht 100%ig auszuschließen. Es sind halt Tiere. Jeden Hund der Zähne im Maul hat sollte man das zutrauen und wenn dann noch Masse/Kraft im Spiel ist steigt das Risiko für richtig üble Verletzungen. Ganz gleich ob ungewollt oder absichtlich. Laut Gerichtsmediziner ist der Mann an schweren Gesichtsverletzungen gestorben die auf einen Kampf mit dem Hund hindeuten. Das sollte man dann auch als Fakt anerkennen.
Absolut, deswegen kann ich das auch total verstehen.
Man steckt dann in dieser Bubble fest. Es ist ja wie mit einigen Mördern. Oft waren das ganz unauffällige Leute..der nette Nachbar, der tolle Familienvater, der ehrgeizige Mitarbeiter und für das Umfeld immer schwer zu realisieren.

Eben Hunde sind Tiere und Tiere bleiben unberechenbar.

Und auch da sagen sehr viele, dass der Hund den Menschen nur „wecken“ wollte.
Ich finde gerade, weil das ein sehr großes sensibles Thema ist, sollte hier alles an Untersuchungen ausgeschöpft werden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
18. Jan. 21:53
Es gab keine Konsequenzen für den Hund, aber es kann schon sein, dass der Halter da evtl belangt worden ist, und Entschädigung und oder Schmerzensgeld zahlen musste, wenn er fahrlässig gehandelt hat.
Finde ich aber nicht richtig.
Wenn ein Hund eine Katze tötet, bedeutet das für mich, dass der Hund ohne Leine war und a) nicht abrufbar war und b) nicht ablassen konnte.

Hier hätte zumindest ein Wesenstest erfolgen müssen..

Wenn die Katze natürlich auf dem eigenen Grundstück getötet wurde, sehe ich das schon wieder etwas anders..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
18. Jan. 21:55
Hunde und Katzen sind ja oftmals ein Problem. Denke das hat man unter ,,Hund macht Hundezeug" hat laufen lassen.
Ich finde das Thema aber tatsächlich schon sehr bedenklich und finde es persönlich nicht richtig, wie man damit umgeht