Home / Forum / Urlaub & Erholung / Tipps für Vergesellschaftung im Urlaub gesucht

Verfasser-Bild
Kiki
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 6
zuletzt 2. Mai

Tipps für Vergesellschaftung im Urlaub gesucht

Hallo zusammen, seit Anfang des Jahres bin ich glückliche Hunde Besitzerin. Mein Welpe ist jetzt 5 Monate alt. Einmal jährlich fahre ich mit einer Freundin für ca eine Woche in eine Ferienwohnung. Sie hat zwei Hündinnen. Er wird dann ca 9 Monate sein. Nun frage ich mich, welche Bedingungen erfüllt sein müssen damit es meinem Hund auch im Urlaub gut geht wenn ihre beiden dabei sind. Er kennt sie von Spaziergängen, dabei muss ich ihn allerdings sehr stark bremsen da er ungestüm ist und beide ihn eher doof finden, was sie auch mit bellen deutlich machen. Von sich aus hält er jedoch keinen Abstand sondern läuft immer wieder hin. Meine Sorge ist, dass es für ihn zu anstrengend werden könnte, er nicht genug Ruhe findet und es ihm gegenüber ungerecht ist ihn ständig auszubremsen weil er das in seinem Alter evtl garnicht leisten kann. Besonders in einer gemeinsamen Wohnung. Ich freue mich über Erfahrungen und Anregungen. Genauso wie über Tipps was wir vorab mit den Hunden üben könnten damit der Urlaub für alle erholsam wird. Danke!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katharina
Beliebteste Antwort
1. Mai 11:06
Ich denke Stress haben da eher die zwei Damen. Also er sollte bis dahin wirklich lernen wenn du sagst das es genug ist, dass dann auch genug ist. Ich weiß nicht wie groß die anderen sind oder ob sie überhaupt die Möglichkeit haben ihn mal richtig zu maßregeln. Aber im Grunde ist es diene Aufgabe. Er kann das auch jetzt schon. Das hat nichts mit Reife zu tun. Da geht es eher drum, dass er seinen Wirkungsbereich austestet und im Grunde auf eine Grenze wartet. Aus Erfahrung hat dieses Thema unter euch Freundinnen echtes Konfliktpotenzial. 😀 Weil jeder natürlich den best möglichen Urlaub erleben möchte und sich dann in seiner Situation benachteiligt fühlt wenn der eigenen Hund zurückstecken muss. Ich würde deine Freundin mal fragen was sie dazu meint und was sie sich wünschen würde. Damit ihr da jetzt schon vielleicht vorprogrammierten Frust ausräumt. Ich denke du siehst es schon deutlich was da auf euch zu kommt. Innerhalb von einem Wohnraum sieht es oft auch nochmal anderst aus. Vielleicht könnt ihr euch mal gegenseitig besuchen um auszuprobieren ob ihr die Hunde da schon mal sortiert und zur Ruhe bringen könnt. Einfach dass sie auch wissen wie sie dann in der Ferien Wohnung miteinander umgehen können.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katharina
1. Mai 11:06
Ich denke Stress haben da eher die zwei Damen. Also er sollte bis dahin wirklich lernen wenn du sagst das es genug ist, dass dann auch genug ist. Ich weiß nicht wie groß die anderen sind oder ob sie überhaupt die Möglichkeit haben ihn mal richtig zu maßregeln. Aber im Grunde ist es diene Aufgabe. Er kann das auch jetzt schon. Das hat nichts mit Reife zu tun. Da geht es eher drum, dass er seinen Wirkungsbereich austestet und im Grunde auf eine Grenze wartet. Aus Erfahrung hat dieses Thema unter euch Freundinnen echtes Konfliktpotenzial. 😀 Weil jeder natürlich den best möglichen Urlaub erleben möchte und sich dann in seiner Situation benachteiligt fühlt wenn der eigenen Hund zurückstecken muss. Ich würde deine Freundin mal fragen was sie dazu meint und was sie sich wünschen würde. Damit ihr da jetzt schon vielleicht vorprogrammierten Frust ausräumt. Ich denke du siehst es schon deutlich was da auf euch zu kommt. Innerhalb von einem Wohnraum sieht es oft auch nochmal anderst aus. Vielleicht könnt ihr euch mal gegenseitig besuchen um auszuprobieren ob ihr die Hunde da schon mal sortiert und zur Ruhe bringen könnt. Einfach dass sie auch wissen wie sie dann in der Ferien Wohnung miteinander umgehen können.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Johanna
1. Mai 14:06
Ich würde evtl. zusätzlich nach einem transportablen Hundegitter schauen, damit man beide Parteien in der Wohnung räumlich abgrenzen kann. Meiner Hündin fällt das deutlich leichter, wenn sie weiß, die kann/darf nicht.

Dabei würde sie zwar über das Gitter drüber springen können, akzeptiert das aber als Grenze/ihren Bereich.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia 🐾Nero
1. Mai 14:53
Hallo,

Ich war auch schon mit einer Freundin und deren Hündin im Urlaub, als Nero noch kein Nein verstanden bzw nicht akzeptiert hat.

Ich habe mich täglich für 2 bis 3 Stunden mit ihm in ein separates Zimmer zurückgezogen, damit er zumindest ein bisschen schlafen konnte tagsüber.

Ansonsten habe ich eine Hausleine verwendet und ihn tatsächlich auch mal festgebunden, wenn er nicht zur Ruhe gekommen ist oder die Hündin zu sehr genervt hat.

Am Ende war es für beide Hunde eine Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Die Hündin hat immer mehr gelernt selber Grenzen zu setzen und Nero hat auch gelernt, diese zu akzeptieren.

Ich würde von allen Hunden nicht zu viel erwarten, nicht versuchen in der einen Woche (oder wie lange ihr auch immer zusammen seid) plötzlich irgendwelche großen Erziehungsaktionen zu starten, die der Hund nicht leisten kann, sondern vermehrt auf Management setzen durch räumliche Trennung oder eine Hausleine, wenn es einer Partei zu viel wird.

Das Anbinden ist keine Strafe, sondern Unterstützung für den Hund, wenn er selber nicht runter kommt (auf dem Foto sieht man zum Beispiel Nero angeleint. Er ist maximal was die Leine hergibt zur Hündin gerobbt und dann eingeschlafen. Davor wie ein Eichhörnchen auf Crack rumgelaufen und immer wieder die Hündin auf ihrer Decke genervt).
Achte darauf, dass dein Hund auch tagsüber mal die Chance bekommt zu schlafen.

Wir sind damals auch täglich gemeinsam und getrennt spazieren gegangen, was beiden Hunden gut getan hat.

Seitdem sind wir übrigens jedes Jahr gemeinsam im Urlaub, auch während der Läufigkeit und es bedarf kaum noch Regelung auf menschlicher Seite.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
R
1. Mai 16:27
Meine Urlaubserfahrung ist, anfangs nach der Fahrt sind alle Hunde erstmal echt müde. Gerade dein Kleiner wird sehr viele Eindrücke haben. Am besten ihr macht von vorneherein drinnen schon Mal die ruheplätze für die wauzels klar. Fair und gerecht und da auch drauf achten, dass jeder Hund seinen eigenen ungestörten Ruheplatz hat. Das gute alte, drinnen Ruhe, draußen Action. Und wie immer ist für Hunde gut und richtig die Orientierung im neuen Bereich zu finden, wo ist Wasser, wo ist Futter und wo ist Gassi ☺️.Grundbedürfnisse. Vlt hilft's wenn er eine minischleppi hat, um leichter zu lenken. Ansonsten wird sich das sicher entwickeln. Die mädels haben da ja genauso eine neue Umgebung, wie dein kleiner. Und deine Freundin kennt ihre Mädels sicher. Nicht stressen lassen und miteinander reden. Sie kennen sich ja schon.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kiki
2. Mai 15:15
Vielen lieben Dank für die ganzen Antworten. Das klingt sehr hilfreich und macht mir Mut! Eine Schleppleine, Hausleine und falls wir Platz im Auto finden auch Welpenauslauf wird eingeplant. An Gassi Gänge alleine hatte ich auch schon gedacht und würde die Pausen in eigenen Zimmer Ma mit der Freundin vorbesprechen damit niemand enttäuscht ist.
Eine weitere Sorge wäre, dass sich meiner sehr von ihrer jüngeren Hündin anstecken lässt, der fällt es selbst sehr schwer drinnen zur Ruhe zu kommen. Beide schlagen außerdem bellend an wenn jemand an der Wohnung vorbei läuft. Natürlich wünsche ich mir dass meiner sich das nicht abschaut aber denke es ist auch viel verlangt von ihm da nicht mit zu mischen. Hat jemand Erfahrung in wieweit bellen ansteckend ist? In den letzten Urlauben haben wir außerdem auch Zeit ohne die Hunde bei bestimmten Aktivitäten verbracht die nicht Hundefreundlich waren. Würden ihr im ersten Urlaub darauf verzichten die Hunde alleine (in getrennten Räumen aber in Hörweite) zu lassen?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
R
2. Mai 20:47
Vielen lieben Dank für die ganzen Antworten. Das klingt sehr hilfreich und macht mir Mut! Eine Schleppleine, Hausleine und falls wir Platz im Auto finden auch Welpenauslauf wird eingeplant. An Gassi Gänge alleine hatte ich auch schon gedacht und würde die Pausen in eigenen Zimmer Ma mit der Freundin vorbesprechen damit niemand enttäuscht ist. Eine weitere Sorge wäre, dass sich meiner sehr von ihrer jüngeren Hündin anstecken lässt, der fällt es selbst sehr schwer drinnen zur Ruhe zu kommen. Beide schlagen außerdem bellend an wenn jemand an der Wohnung vorbei läuft. Natürlich wünsche ich mir dass meiner sich das nicht abschaut aber denke es ist auch viel verlangt von ihm da nicht mit zu mischen. Hat jemand Erfahrung in wieweit bellen ansteckend ist? In den letzten Urlauben haben wir außerdem auch Zeit ohne die Hunde bei bestimmten Aktivitäten verbracht die nicht Hundefreundlich waren. Würden ihr im ersten Urlaub darauf verzichten die Hunde alleine (in getrennten Räumen aber in Hörweite) zu lassen?
Kann passieren, dass das bellen eine Gruppendynamik auslöst, sehr wahrscheinlich. Kann auch sein, in neuer Umgebung könnte man das von Grund auf neu verhandeln, oder aufgrund der neuen Umgebung wird erstmal gar nicht angeschlagen(könnte später kommen, keine direkten Auslöser, oder kein Territorialverhalten dort).

Eingewöhnungszeit ist sehr unterschiedlich. An sich habe ich mit allein lassen wenig Probleme. Die kleine hat nur nicht die selbe "Durchhalteblase" wie die meine Große😅.
Wir hatten es unterschiedlich, dass ich die ersten zwei drei Tage (erster ist Anfahrt) die Hunde nicht allein lassen wollte. Bei einem Urlaub gar nicht(wir sind oft zu Silvester weggefahren). Ich war aber mit einem Hund auch schon in der Reha und da musste es ziemlich direkt gehen. Waren da aber auch keine langen Intervalle, vorher dafür trainiert. Also ebenfalls wichtig zu schauen, was sind die Hunde gewohnt, haben sie dort Ruhe gefunden. Deiner ist noch recht jung. Da weiß ich nicht, wie weit er schon allein bleiben kennt. Da macht vlt noch sowas wie ne Cam/Babyfon Sinn. Hatte es von Urlaub zu Urlaub unterschiedlich. Mal sehr entspannt, mal beide ziemlich "klemmig" und nervös, wenn ich raus bin. Decken von zu Hause hab ich immer bei.