Du kennst deinen Hund und kannst sicher ablesen auf welchem Stresslevel er sich befindet. Außerdem ist er ja ein Hüter, da passiert das quasi nebenbei. Also keine Panik. Trotzdem ist es natürlich anstrengend immer mit einem Auge/Ohr die Kontrolle über den Halter haben zu wollen. Dh. er kann sich nie voll und ganz anderem hingeben. Das ist wie bei der Arbeit, wenn plötzlich zwei Leute gleichzeitig was von dir wollen, das stresst. Schau einfach, dass es ihm nicht zu viel wird.
Ich bin jetzt tatsächlich etwas verunsichert. So hab ich das nie gesehen. Ob das für ihn eventuell Stress bedeutet, kann ich nun weder bejahen noch verneinen. Man kann sich ja auch vieles einreden, aber ich möchte sicher nicht, dass Sebbi beim Spazierengehen puren Stress hat.
Aber verstehe ich dich richtig: Wenn mein Hund die Übung „Ich achte auf dich“ mehr oder weniger perfekt beherrscht, bedeutet das im Umkehrschluss, dass er Stress hat?
Das würde ja bedeuten, dass sich diese Übung grundsätzlich negativ auf unsere Hunde auswirkt. 🤔
Ein Hund, der im Freilauf wirklich unter Stress steht, sollte diesem ja eigentlich nicht ausgesetzt werden.
Sebbi hat gelernt, dass ich nicht einfach stumpfsinnig Strecken mit ihm abspule. Mir war immer wichtig, dass er lernt, im Freilauf auf mich zu achten. Also regelmäßig nach mir zu schauen, zu hören und gegebenenfalls „nachzufragen“.
Entsprechend ereignisreich habe ich bisher jede Gassirunde gestaltet. Das sollte mir die notwendige Sicherheit und Kontrolle eröffnen, um ihm diesen Freilauf überhaupt erst gewähren zu können.
Für mich hat sich das bis jetzt eigentlich immer ganz gut und entspannt angefühlt.
Mir ist es definitiv lieber, wenn er auf mich achtet, als ihn dauernd durch verbale Kommandos zu lenken.
Gerade diese „stillen Runden“ hab ich bis jetzt immer genossen.
Für mich waren diese bis heute auch eher entspannend als auch nur ansatzweise stressig.