Home / Forum / Rasse-spezifisches / Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Verfasser-Bild
Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 2960
zuletzt 28. Dez.

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Gina
27. Dez. 00:33
https://www.instagram.com/reel/DSpOMfQDWKk/?igsh=am1manU0bTF3cmVp
Sehr interessant und gut erklärt👍
Aber leider wollen viele Liebhaber dieser Rassen das nicht wahrhaben🤷🏻‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Oli
27. Dez. 11:04
Nur wird das wohl nie der Fall sein. Das ein " echter Pelzmatel" bedeutet das das Tier dafür getötet wird, kann weder beschönigt noch abgestritten werden.Bei QZ siehts ganz anders aus......wie oft hört man/wird gesagt : ....aber meiner ist gesund,...es gibt auch gesunde..., nicht alle haben Probleme ... das gehört so.... ist normal für diese Rasse .....etc..
Um so wichtiger dass diejenigen die Qualzucht (an) erkennen auch konsequent dazu stehen und sich entsprechen verhalten.

Mit Halter von Qualzucht Hunden nicht diskutierten sondern klar verurteilen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jessica
27. Dez. 11:09
Um so wichtiger dass diejenigen die Qualzucht (an) erkennen auch konsequent dazu stehen und sich entsprechen verhalten. Mit Halter von Qualzucht Hunden nicht diskutierten sondern klar verurteilen
Ich kann deine Haltung schon verstehen....
möchte aber zu bedenken geben das die Tiere die aktuell da sind nun mal da sind und ein anständiges Zuhause wie auch Umfeld verdient haben!
Für diese Tiere muss Verantwortung übernommen werden.
Das gleiche gilt für Tiere aus dem Tierschutz.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vivi &
27. Dez. 11:40
Um so wichtiger dass diejenigen die Qualzucht (an) erkennen auch konsequent dazu stehen und sich entsprechen verhalten. Mit Halter von Qualzucht Hunden nicht diskutierten sondern klar verurteilen
Dafür müsste man ja erst mal bei jedem Halter wissen, wo der Hund herkommt. Und am besten noch ein Gespräch führen, wie sie inzwischen dazu stehen. Und dann kann man auch direkt Offen und freundlich auf sie zu gehen, das Gespräch muss man ja sowieso suchen. Verurteilen bringt so wenig 🙃

Wegen solchen Aussagen wie deine, entscheiden sich Verantwortungsvolle Halter auch gegen Tiere aus dem Tierheim. Eine Freundin von mir sucht gerade einen Hund, und hat sich ganz bewusst gegen jede Form von Qualzucht entschieden. Das ist ihr gutes Recht, aber für die Tiere, die im Tierheim leben, eine vertane Chance. Sie hat nämlich gar keine Lust auf der Straße angegiftet zu werden, weil an ihrer Leine eine Qualzucht aus dem Tierheim läuft.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Anja
27. Dez. 12:08
Ich kann deine Haltung schon verstehen.... möchte aber zu bedenken geben das die Tiere die aktuell da sind nun mal da sind und ein anständiges Zuhause wie auch Umfeld verdient haben! Für diese Tiere muss Verantwortung übernommen werden. Das gleiche gilt für Tiere aus dem Tierschutz.
Da stimme ich Dir zu.
Ich denke, dass Haltern von QZ-Hunden sehr schnell bewusst wird, was QZ bedeutet. Ein höfliches Gespräch mit diesen Leuten zu suchen und zu führen ist eine Sache, sie massiv anzugehen eine andere.
Bei massiver Anmache gehen die Menschen dann eher in eine Abwehrhaltung und sind für vernünftige Argumente nicht mehr offen.
Ich habe vor einer knappen Woche einen Frenchie beim Notdienst in der Tierklinik erlebt, als mein Hund selbst zum Notfall wurde. Das Röcheln des Hundes war bis in den Wartebereich zu hören, es klang, als würde der Hund gerade ersticken. Die Besitzerin war in Tränen aufgelöst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nach diesem Erlebnis zur Tagesordnung übergeht, mit den Schultern zuckt und sich sagt "ein Mal ist kein Mal". Diese Frau war geschockt, das hat man gemerkt. Sie nun auch noch bei nächster Gelegenheit anzumisten, warum sie QZ unterstützt, wäre ganz sicher der falsche Weg.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia 🐾Nero
27. Dez. 12:23
Um so wichtiger dass diejenigen die Qualzucht (an) erkennen auch konsequent dazu stehen und sich entsprechen verhalten. Mit Halter von Qualzucht Hunden nicht diskutierten sondern klar verurteilen
Das ist in der Praxis höchst kontraproduktiv.

Menschen ändern ihre Einstellung nur durch Aufklärung und in einem sicheren Rahmen, in dem sie ihre Fehler reflektieren können. Das setzt Verständnis und Unterstützung voraus, erfordert sehr viel Mut und dauert in der Regel.

Wenn man verurteilt erzeugt man nur Trotz und Abwehr und Rückhalt in der eigenen Blase. Dazu kommt dann, dass man an der Selbsttäuschung eher festhält oder diese sogar stärker wird.

Wenn man Veganer oder Vegetarier ist lernt man das früher oder später. Totalitärer Aktionismus überzeugt und ändert niemanden. Empathie und Gespräche auf Augenhöhe sind da immer effektiver.
Und manche Menschen wird nichts ändern, außer ein Gesetz.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sabine
27. Dez. 15:06
Dafür müsste man ja erst mal bei jedem Halter wissen, wo der Hund herkommt. Und am besten noch ein Gespräch führen, wie sie inzwischen dazu stehen. Und dann kann man auch direkt Offen und freundlich auf sie zu gehen, das Gespräch muss man ja sowieso suchen. Verurteilen bringt so wenig 🙃 Wegen solchen Aussagen wie deine, entscheiden sich Verantwortungsvolle Halter auch gegen Tiere aus dem Tierheim. Eine Freundin von mir sucht gerade einen Hund, und hat sich ganz bewusst gegen jede Form von Qualzucht entschieden. Das ist ihr gutes Recht, aber für die Tiere, die im Tierheim leben, eine vertane Chance. Sie hat nämlich gar keine Lust auf der Straße angegiftet zu werden, weil an ihrer Leine eine Qualzucht aus dem Tierheim läuft.
Ich möchte auch keine QZ aus dem Tierheim, weil ich die Geräusche neben mir nicht ertragen könnte und im Sommer Angst hätte, dass der Hund tot umfällt. Wahrscheinlich ist Ächtung ( wie bei Pelzen) tstsächlich eine der wenigen Möglichkeiten, die funktionieren würden. Jeder Frenchie der zurzeit auf der Straße gezeigt wird, weckt Begehrlichkeiten und es hilft nicht, wenn der 2. Hand ist und von einem gutmeinenden Tierschützer ausgeführt wird.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vivi &
27. Dez. 16:18
Ich möchte auch keine QZ aus dem Tierheim, weil ich die Geräusche neben mir nicht ertragen könnte und im Sommer Angst hätte, dass der Hund tot umfällt. Wahrscheinlich ist Ächtung ( wie bei Pelzen) tstsächlich eine der wenigen Möglichkeiten, die funktionieren würden. Jeder Frenchie der zurzeit auf der Straße gezeigt wird, weckt Begehrlichkeiten und es hilft nicht, wenn der 2. Hand ist und von einem gutmeinenden Tierschützer ausgeführt wird.
Es wäre auch nicht meine erste Wahl. Aber wenn es ein netter Hund ist, der vom Charakter her passt, würde ich darüber nachdenken. Denn für den Hund ist es richtig Scheiße, der kann nichts dafür, dass er eine Qualzucht ist.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
27. Dez. 17:17
Es wäre auch nicht meine erste Wahl. Aber wenn es ein netter Hund ist, der vom Charakter her passt, würde ich darüber nachdenken. Denn für den Hund ist es richtig Scheiße, der kann nichts dafür, dass er eine Qualzucht ist.
Qualzucht käme bei mir gar nicht in Frage. Auch nicht aus den TS. Die Kosten und psychische Belastung kann und will ich weder meiner Familie noch mir zumuten. Man hängt am Tier und das dann täglich Leiden zu sehen kann ich ehrlich gesagt nicht. Ein Hund der täglich leidet würde ich ehrlich gesagt einschläfern lassen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Oli
27. Dez. 17:54
Ich kann deine Haltung schon verstehen.... möchte aber zu bedenken geben das die Tiere die aktuell da sind nun mal da sind und ein anständiges Zuhause wie auch Umfeld verdient haben! Für diese Tiere muss Verantwortung übernommen werden. Das gleiche gilt für Tiere aus dem Tierschutz.
Ja das ist eine harte Haltung die ich vertrete und deine Einwände kann ich schon nachvollziehen.

Nur wird die Quälerei so nur endlos weitergezogen.
Da ist ein Ende mit Schrecken immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.