Klar, jeder macht sich Sorgen, wäre schlimm, wenn nicht. Aber ich versuche, das den Hund nicht merken zu lassen. Gerade das, was man so im Internet dann darüber findet, macht einen erst echt fummelig und man fängt an, sich so richtig Sorgen zu machen. War immer schlimm. Mir hat es geholfen, dass ich jemanden mit medizinischer Erfahrung habe, den ich anrufen kann, wenn was ist und der das immer relativiert und mich zurück auf den Teppich holt. Mein Hund Bazulu hatte beispielsweise einen Bandscheibeninfakt erlitten, war halb gelähmt. Musste aufgrund des Nervenschadens das Laufen neu lernen. Der Heilungsprozess war echt anstrengend und langwierig, weil er sich wie ne Krabbe verhielt. Immer 2 Schritte vor, aber dann auch wieder einen zurück. Bei jedem kleinen Rückschlag bin ich anfangs echt verrückt geworden und hab mir Vorwürfe gemacht, mich gefragt, ob ich was falsch gemacht hatte. Bazulus Physiotherapeutin hat mich in solchen Momenten stets beruhigt und hat mir immer wieder Mut zugesprochen, hat mir gesagt, es sei wie beim Menschen auch, hat mir von ihren Erfahrungen erzählt. Hat mich bestätigt darin, nichts falsch gemacht zu haben, mir zugehört. War echt toll. Bazulu hat lange Physio gebraucht und deshalb ist daraus auch soetwas ähnliches wie eine lockere Freundschaft draus geworden. Ich frage sie heute noch, wenn ich bei irgendetwas unsicher bin, ob sie Vorschläge bei gesundheitlichen Problemen hat oder wenn ich erste Hilfe brauche (Bazulu hatte mal nen Krallenabriss, hat irrsinnig geblutet und das natürlich sonntags abends). Es hilft zu wissen, dass man nicht hilflos ist (medizinisch bin ich ne Niete). Ich weiß dann, was ich tun und worauf ich achten muss und bin beruhigt, weil ich dann alles Notwendige getan habe, wenn der Tierarzt nicht offen hat und man bis zur Öffnung der Praxis überleben muss. Aber ich muss auch sagen, dass ich seitdem immer gelassener mit solchen Sachen umgehe.