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Kerstin
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Anzahl der Antworten 42
zuletzt 17. Jan.

Krampfanfälle ... keine Epilepsie

Hallo von einem Neuling... Folgendes Problem: Mein Presa Canario Rüde "leidet" an Krampfanfällen (dauer ca 25 sek - 1,5 min) ohne das sich ein Muster dahinter erkennen lässt. Wir waren bei mehreren Tierärzten und Kliniken... ALLE schließen Epilepsie aus da der Hund voll ansprechbar ist und auf unsere Stimmen reagiert mit Augen und Ohren. Videos der Krämpfe liegen den Ärzten auch vor. Das ganze zieht sich jetzt bereits 13 Monate. Blutwerte Top ... Urinwerte Ok ... alle Untersuchungen ohne Befund ... mrt gemacht, alles ok ... Ultraschall ohne Befunde... Herz Top ... Verdacht auf Unverträglichkeit Futter stand im Raum ... Verdacht auf Analdrüsenproblematik ... Verdacht auf Hormone die "verrückt spielen" ... Ich habe angefangen für den Hund zu kochen (Gemüse/hähnchen oder Rind) ... Ballaststoffreich ... keine Besserung!!!!! Wir haben mit zeolith entgiftet... wir haben mit bentonit entgiftet .... keine Besserung!!!!!! Das ganze fing im Dezember 2024 an ... Ende Oktober 2024 bekam er seine Jahresimpfung, mitte November 2024 Wurmkur ... erster Krampfanfall 10.12.24 nachts um 2:30 Uhr. Die Abstände zwischen den Anfällen sind unregelmäßig (mal 21 tage ruhe, mal 6 wochen Ruhe ect)... aber seit 2 Monaten krampft er 2-3 mal innerhalb von 3-4 stunden. Heute waren es sogar 5 Krampfanfälle (21:05/21:27/21:38/23:33/0:31) ... Tierklinik mit mobilem Tierarzt wurde verständigt ... der meinte "is kein Notfall" ! Haben natürlich weitere mobile Tierärzte kontaktiert... gleiche Aussage nach der Schilderung der Vorgeschichte. Wenn ich Glück habe kommt einer heute (Samstag) gegen Mittag vorbei! Hat jemand von euch das Gleiche mit seinem Hund??? Ich fühle mich hilflos... machtlos... !!! Danke fürs lesen !!!!
 
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Sina
17. Jan. 12:52
Vielleicht wäre es aber doch eine Möglichkeit ihn mal Medikamentös auf Antiepileptika einzustellen um zu sehen, ob die Anfälle dann aufhören, bzw weniger werden.

Ansonsten kannst du sie wieder ausschleichen.
 
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Katrin
17. Jan. 15:08
Für mich liest sich das wie fokale Cluster Anfälle. Ward ihr mal bei einem Neurologen?
 
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Katrin
17. Jan. 15:19
Ich hab mal die KI gefragt damit man vielleicht neue Ideen bekommt was es sein könnte.

Da die klinischen Untersuchungen (MRT, Blut, Herz) bisher ohne Befund blieben und Ihr Hund während der Anfälle voll ansprechbar ist, rücken zwei spezifische Diagnosen in den Fokus, die oft mit Epilepsie verwechselt werden:

1. Paroxysmale Dyskinesie (PD)

Dies ist eine anfallsartige Bewegungsstörung, bei der das Tier bei vollem Bewusstsein bleibt.
Symptome: Unwillkürliche Muskelanspannungen, Verkrampfungen oder Verrenkungen, die Sekunden bis Stunden dauern können.
Unterschied zur Epilepsie: Der Hund reagiert auf Ansprache, zeigt keinen Bewusstseinsverlust und hat danach meist keine "Nach-Anfalls-Phase" (Desorientierung).
Häufung: Die Anfälle können in Clustern auftreten (wie bei Ihnen beobachtet).

2. Canine Epileptoid Cramping Syndrome (CECS)

Auch bekannt als "Spike's Disease". Ursprünglich beim Border Terrier beschrieben, tritt es jedoch auch bei anderen Rassen auf.
Symptome: Krampfartige Episoden, oft verbunden mit Magen-Darm-Symptomen (Bauchschmerzen, Borborygmus/Darmgeräusche).
Ursache: Es wird eine Verbindung zu einer Glutenunverträglichkeit vermutet. Eine strikte glutenfreie Diät kann hier oft die einzige Lösung sein. Da Sie bereits kochen, prüfen Sie, ob Ihre Zusätze (z.B. Getreide, Leckerlis) wirklich zu 100 % glutenfrei sind.
Weitere wichtige Aspekte für 2026:
Fokale Anfälle: In seltenen Fällen können epileptische Anfälle "fokal" sein, also nur Teile des Gehirns betreffen, wodurch das Bewusstsein erhalten bleibt. Dies ist jedoch seltener als PD, wenn der Hund wirklich voll ansprechbar ist.

Cluster-Anfälle: Das Auftreten von 5 Anfällen innerhalb weniger Stunden ist ein medizinischer Notfall (Cluster-Anfälle), da dies in einen lebensbedrohlichen Status übergehen kann.
Handlungsempfehlung:
Spezialisierung: Suchen Sie einen zertifizierten Veterinär-Neurologen (z.B. über die Tierneurologen-Suche) auf, da die Unterscheidung zwischen PD und fokaler Epilepsie hochspezialisiertes Wissen erfordert.
Ausschlussdiät: Versuchen Sie eine strikte glutenfreie Ernährung für mindestens 3 Monate (CECS-Verdacht).
Medikation: Besprechen Sie mit dem Neurologen Medikamente wie Levetiracetam oder Acetazolamid, die bei PD teilweise besser wirken als klassische Antiepileptika.
 
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Katrin
17. Jan. 15:33
Hier sieht man einen Hund mit PD der gerade einen Anfall hat.

https://www.reddit.com/r/EpilepsyDogs/comments/1js207h/my_dog_has_been_officially_diagnosed_with/?tl=de
 
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Kerstin
17. Jan. 15:36
Hier sieht man einen Hund mit PD der gerade einen Anfall hat. https://www.reddit.com/r/EpilepsyDogs/comments/1js207h/my_dog_has_been_officially_diagnosed_with/?tl=de
Ja genau so sehen die Anfälle aus ... !!
 
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Kerstin
17. Jan. 15:38
Ja genau so sehen die Anfälle aus ... !!
Gestern saß er während eines Anfalls auch in der Küche... mein Mann hat ihn ein wenig gehalten und behutsam beim ablegen geholfen ...
 
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Beate
17. Jan. 15:38
Vielleicht liegt es an der Impfung und kurz hintereinander eine Wurmkur..
Sind bd. verträglich...?

Denn ein paar Wochen später trat der 1. Anfall auf...

Würde mir mal die Nebenwirkungen von bd. durchlesen....
Alles Gute...
 
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Kerstin
17. Jan. 15:43
Vielleicht liegt es an der Impfung und kurz hintereinander eine Wurmkur.. Sind bd. verträglich...? Denn ein paar Wochen später trat der 1. Anfall auf... Würde mir mal die Nebenwirkungen von bd. durchlesen.... Alles Gute...
Das ist unser Verdacht seit dem 1. Anfall...

Ich bin mit Hunden groß geworden (Schäferhunde meiner eltern) ... hatte selbsr seit 1998 Rottweiler (Rüde 1998-2010, Hündin 2010-2020) ... beide wurden anfangs geimpft ... mit dem älter werden haben wir das mit dem impfen gelassen weil sie eh nicht ohne Leine raus durften. Auf dem Grundstück ohne leine ... es gab NIE Probleme!!!!!!!
 
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Katrin
17. Jan. 15:53
Vielleicht liegt es an der Impfung und kurz hintereinander eine Wurmkur.. Sind bd. verträglich...? Denn ein paar Wochen später trat der 1. Anfall auf... Würde mir mal die Nebenwirkungen von bd. durchlesen.... Alles Gute...
Eher unwahrscheinlich. Die Wurmkur belastet den Körper kaum und ist 24Stunden später raus aus dem Hund. Der zeitliche Abstand zur Impfung ist auch zu groß. In dem Alter tippe ich eher auf ein neurologisches Problem.
 
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Kerstin
17. Jan. 17:09
Ich hatte einen krampfenden Hund. Es war ein genetisches Problem. Es kam in einer Linie vor und wurde durch eine Reihenuntersuchung bestätigt. Dafür wurden neben lebenden Tieren auch verstorbene untersucht.
Alle Hunde dieser Linie hatten Probleme mit eiweißreicher Ernährung