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Dogorama
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heute 14:43

🦴 Knochenknacken beim Hund – Wunderheilung oder Tierquälerei?

Videos auf den Sozialen Medien mit tausenden Aufrufen, RTL gab ihm eine eigene Show – und wir Hundeeltern fragen uns: Ist Murat Colak, der „Knochenknacker“, der Mann, der unsere Hunden helfen kann? Vor Kurzem war er wieder in den Schlagzeilen. Diesmal nicht wegen eines viralen Videos – sondern weil RTL über 500.000 Euro Schadensersatz von ihm fordert, nachdem er einer Redakteurin am Set den Hals eingerenkt haben soll. Sie landete im Krankenhaus mit einer Verstauchung der Halswirbelsäule. 🤯 Und genau das wirft die Frage auf, die viele von uns eh schon hatten: Wenn das bei einem Menschen geschieht – was passiert eigentlich wirklich mit unseren Hunden? Viele Tierärzt:innen warnen vor zu großen Hebeln und ruckartigen Bewegungen, was große Risiken verursacht. Und das laute Knacken? Angeblich kein Erfolgsmerkmal – sondern Show für die Kamera. Auf der anderen Seite stehen einige Menschen, die sagen, dass der Knochenknacker das Beste war, was dem eigenen Hund passieren konnte. Wer hat recht? 🐾 Habt ihr euren Hund schon mal bei einem „Knochenknacker“ behandeln lassen? 🐾 Was waren eure Erfahrungen – hat es geholfen? 🐾 Würdet ihr sowas empfehlen oder eher abraten? 🐾 Und: Vertraut ihr eher klassischer Tiermedizin oder seid ihr offen für alternative Methoden?
 
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Kyra
28. März 20:32
Chiropraktiker ist nicht für jeden geeignet
 
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Nicole
28. März 20:43
Warum soll das schlecht sein? Bei Mensch und Pferd funktioniert es doch auch super. Natürlich soll man da nicht jeden ran lassen. Ansonsten passt doch alles und es ist allen geholfen
Und woran bemisst du die Qualität und das know how?
Der Begriff ist nicht geschützt, so dass sich jeder Dödel Chiropraktiker nennen kann.
Ein Gelenk zum knacken zu bringen ist kein Hexenwerk, wenn der Behandler aber mehr auf Show als auf fundiertes Wissen legt, durchaus mit nicht geringen Risiken verbunden.

Im Übrigen ist die Studienlage eher mäßig, auch in Meta-Analysen.
 
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Klaus M.
28. März 20:47
Tja, hab hier viel gelesen und keiner hat mit seiner Meinung richtig getroffen, Murat hat eine Ausbildung für Menschen als Chiropraktiker und nochmals eine für Hunde/ Katzen. Warum ? Sein eigener Hund hatte Probleme mit dem Verschieben der Knochen und nachdem Physiotherapie nicht geholfen hat, wurde er zufällig informiert das es Chiropraktiker auch für Tiere gibt und sich hat sich in Süddeutschland ausbilden lassen. Meine Angsthündin lief ein Jahr so schräg ohne Spaß trotz Physiotherapie, das Dauerschmerzmittel nicht die Lösung war. Einmal bei Murat, sieben Hähnchenstreifen zum Kennenlernen und Vertrauen , vier Punkte, 2 vorne / 2 hinten und sie hat sich bedankt indem sie seine Hände geleckt. 1 Woche viel Ruhe und Entspannung, seit 1 Jahr ist nichts mehr passiert. Das sind unsere Erfahrungen. Beim Menschen klappt's doch auch, eine Bekannte geht zweimal im Jahr zum Chiropraktiker wenn die Schmerzen in der Wirbelsäule zu groß werden damit sie nicht so viel Schmerzmittel nehmen muss wie vor 10 Jahren. Also es funktioniert, aber wie allen kann auch mal was nicht funktionieren.
 
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Nicole
28. März 20:49
Ganz klar kann ich für mich sagen: Wenn alles Klassische ausprobiert wurde und keinen Erfolg gebracht hat, dann würde ich so etwas bestimmt mit meinem Hund in Erwägung ziehen. Es gab doch auch einmal einen Mann, der das bei Pferden gemacht hat.. War das auch nur Show?
Jemals ein Pferd längere Zeit nach der Buhuuuu-Chiropraktik gesehen? Nein? Richtig! Die wurden nie gezeigt - wahrscheinlich weil das Problem einfach wieder aufgetreten ist.
Dass eine Veränderung unmittelbar nach einer vermeintlichen Manipulation zu sehen ist, ist multifaktoriell und nicht zwingend als Erfolg zu werten.
 
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Michi
28. März 20:51
Jemals ein Pferd längere Zeit nach der Buhuuuu-Chiropraktik gesehen? Nein? Richtig! Die wurden nie gezeigt - wahrscheinlich weil das Problem einfach wieder aufgetreten ist. Dass eine Veränderung unmittelbar nach einer vermeintlichen Manipulation zu sehen ist, ist multifaktoriell und nicht zwingend als Erfolg zu werten.
Da sagen meine Erfahrungen etwas ganz anderes. Ich habe durchaus schon einige Pferde nach Behandlungen gesehen.
Auch sehr lange danach...
 
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Nicole
28. März 20:51
Viele wissen gar nicht, dass ihre Hunde Blockaden haben. Haben die meisten Welpen schon durch den Geburtsvorgang. Wie gehen alle 6 Monate zur Tierphysio/ Chiro (ist auf Hunde und Pferde spezialisiert) wo nach Blockaden geschaut und vorhandene gelöst werden. Sie macht das vorsichtig und sanft und unser Aussie vertraut ihr voll
Das ist ja auch gut und absolut sinnvoll 👍! Du würdest aber deinen Hund auch nicht einem dahergehen Chiropraktiker, der sein Zertifikat selbst gestaltet hat, anvertrauen 🫣
 
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SandrA
28. März 20:51
Viele vertrauen der modernen Medizin nicht mehr weil die Pharmaindustrie so dahinter ist und Geld generieren will….wenn alles nur zum Besten der Patienten geschehen würde…..aber so🤷‍♀️
Den Punkt kann ich ja ein Stück weit nachvollziehen; natürlich hat die Pharmaindustrie Interessen und natürlich ist das ein Thema, das man kritisch betrachten soll und darf.

Aber für mich ist das kein Argument gegen Medizin und eben weil es wirtschaftliche Interessen gibt, haben wir ja Strukturen wie Studien, Leitlinien, Kontrollinstanzen und fachliche Standards.

Aber dass ich einem Tierarzt weniger vertraue als jemandem, der ohne fundierte Diagnostik an Gelenken herummanipuliert, erschließt sich mir nicht.

Das eine wird ständig überprüft, weiterentwickelt, Fehler werden korrigiert und das andere entzieht sich oft ja genau dieser Überprüfbarkeit.

Kritisch sein und Fragen stellen ist ja völlig legitim - aber dann in alle Richtungen.
 
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Nicole
28. März 20:52
Es gab ja auch den Knochenbrecher Tamme Hanken, der nebenbei gesagt auch Menschen behandelt hatte. Bei ihm ist es bewiesen dass diese Art von Gelenken einrenken, den Tieren nachweislich geholfen hat. Natürlich muss man sich immer beraten lassen und erklären lassen, was gemacht wird.
Wer genau hat das bewiesen? Und wie?
 
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Michi
28. März 20:53
Wer genau hat das bewiesen? Und wie?
Wie oft hast du denn eigentlich Tamme Hanken live bei seiner Arbeit gesehen?
 
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Nicole
28. März 20:55
Auf gar keinen Fall. Wissenschaftlich ist diesbezüglich nichts belegt, also kein Wirksamkeitsnachweis erbracht. Mögliche (schwerwiegende!) Nebenwirkungen sind allerdings hinlänglich bekannt. Aus meiner Sicht sind diese "Therapeuten" abzulehnen. Das gilt auch für ähnlich gelagerte Fälle. Immer dann, wenn Menschen meinen, sie wüssten oder könnten mehr als andere (ohne jeglichen medizinischen Hintergrund oder nur mit einer gewissen medizinischen Grundbildung), meist aus einer narzisstischen Überzeugung heraus.
Amen 🙏🏼👍