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🐾 Selina
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zuletzt 4. Okt.

Geplante private Würfe oder der Traum vom Züchter werden?

Nachdem ich hier jetzt zum gefühlt 1000sten Mal gelesen habe, dass jemand seine noch dazu viel zu junge Hündin gerne decken lassen möchte und man hier auch immer wieder liest das außerhalb von einem Verein Würfe geplant werden mit nicht untersuchten Elterntieren und wenig Ahnung möchte ich hier ein neues Thema starten. Die Leute werden es sich kaum ausreden lassen ihre Hündinnen wirklich zu decken, egal wie viele Argumente dagegen sprechen. Die rosarote, unrealistische Vorstellung vom eigenen Wurf klingt zu schön. Deshalb möchte ich mit diesem Thread dazu beitragen dass sie sich wenigstens mehr Gedanken dazu machen, vielleicht die ein oder andere Untersuchung machen oder auch mal realisieren dass so ein Wurf große Arbeit ist! Ich habe Verbands-Züchter im Freundeskreis und auch Evoli von Anfang an bei ihrer Züchterin begleitet und habe viele Höhen aber auch sehr viele Tiefen miterlebt, wenn Welpen bei der Geburt sterben oder die Mutter Hündin zu einem Kaiserschnitt muss und ihr Leben bedroht ist. Züchter sein heißt nicht einfach nur mal einen Wurf machen, es ist Arbeit, Herzblut und das meiste Geld was man einnimmt gibt man eigentlich vorher aus durch Ausstellungen, und Untersuchungen, Futter, Zubehör und Tierarzt. Teilweise 100te an km zu Deckrüden. Mit der Sozialisierung und Aufzucht der Welpen hat man eine große Verantwortung denn der Grundstein für das ganze Verhalten wird in den ersten Wochen gelegt. Nicht jede Farbe darf mit jeder verpaart werden, hier können große Gesundheitsprobleme entstehen. Ich möchte hier aufrufen, dass alle die in einem Verein züchten ihre Erfahrungen hier reinschreiben, Tipps was man für einen Wurf alles wissen muss und braucht, wie man vorgeht, wie man den richtigen Verein findet und einfach alles zum Thema Zucht. Erlebnisse, Höhen, Tiefen, Ratschläge. Der Weg vom Gedanken über den Zwingernamen bis hin zum ersten Wurf. Wenn das nur einer liest und sich dafür entscheidet statt einem "geplanten Upswurf" den längeren Weg über einen Züchter vom Verein zu gehen oder den Wurf sein zu lassen ist schon ein paar Hunden geholfen. Und wenn diese Menschen trotzdem ihren privaten Wurf machen, könnten sie hier auch Tipps für die ersten Wochen und die Sozialisierung bekommen damit die Hunde wenigstens trotzdem einen guten Grundstein bekommen und später nicht zu Problemhunden werden oder im Tierheim landen. Außerdem verfolge ich das Thema Zucht interessiert und freue mich auch auf Erfahrungen und Beiträge. P.S. BITTE KEINE GRUNDSATZDISSKUSSION über die (seriöse!) Zucht allgemein, dafür gibt es andere Threads. Es ist super wenn jemand Tierschutzhunden ein Zuhause gibt aber es muss auch akzeptiert werden dass Leute Rassen mit spezifischen Eigenschaften vom Züchter kaufen und hier darüber diskutiert wird.
 

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Kristin
4. Okt. 07:56
Manchmal hab ich das Gefühl, Welpeninteressenten ist das egal. Zunächst geht es nur um das Besondere! Die besondere Farbe. In einem aktiven Wurf bemerken Interessenten eingeschränkte Welpen gar nicht. Ein tauber oder blinder Welpe sitzt nicht nur im Eck. Haben die Welpen einen immer gleichen eingeschränkten Bewegungsradius, fallen diese Welpen wirklich nicht auf. Ich kenne Welpenleute, die hatten 4 Wochen ihren weißen Bully Welpen. Ich sehe den Hund und sag, der ist taub. Die haben mich angeschaut als wäre ich vom anderen Stern. Und tatsächlich behauptet, der Welpe hat einen tierärztlichen Hörtest. Erst 4 Wochen später, bei der Tollwutimpfung, hat der Tierarzt sofort gesagt da stimmt was nicht. Hörtest, beidseitig taub! Sie haben sich nur aufgrund der Optik diesen Hund ausgesucht, sie haben sich nicht informiert, was weiße Hunde dieser Rassen für Problem haben können, sie sind einem Vermehrer auf den Leim gegangen, der so wohl Gesundheitstests gefälscht, wie auch bewusst Tierschutzrelevante Verpaarungen gemacht hat. Deshalb, nicht nur zuchtinteressierte Rüden und Hündinnen Besitzer müssen sich informieren. Auch der Welpenkäufer muss es !
Also meine Eltern haben Maine Coons gezüchtet und dort hatten wir auch eine Verpaarung mit einem weißen Kater und einer black silver Katze. Bevor wir sie verkaufen, auf Ausstellungsfläche oder zur Zucht verwenden durften, mussten alle 4 den Audiomedri-Test bestehen. Haben sie auch alle, allerdings wsr die Nachfrage gering. Bis auf die Oddaye, wollte keiner weise Maine Coons... ok, sie waren auch teuer wegen Decktaxe und Untersuchungen
 
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🐾 Selina
4. Okt. 08:46
Steht da denn das der Sable Collie Merle Träger ist?🤔 weil wenn ja kann man die Leute anzeigen…
Soweit ich weiß bei Shelties und Collies sind die Sables immer Träger daher ist das auch verboten Merle mit Sable zu kreuzen im VDH. Und ich glaube kaum dass die vorher einen Gentest gemacht haben.
 
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Angelique
4. Okt. 09:00
Soweit ich weiß bei Shelties und Collies sind die Sables immer Träger daher ist das auch verboten Merle mit Sable zu kreuzen im VDH. Und ich glaube kaum dass die vorher einen Gentest gemacht haben.
Nein das Sable kommt vom ay allel, was nicht bedeutet das jeder sable merle trägt. Doch weil sich Sable dominant vererbt kann man merle auf sable nicht erkennen. Und wie du bereits gesagt hast haben sie bestimmt vorher kein Test gemacht weshalb die Gefahr besteht das der Rüde merle trägt.
 
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🐾 Selina
4. Okt. 09:06
Nein das Sable kommt vom ay allel, was nicht bedeutet das jeder sable merle trägt. Doch weil sich Sable dominant vererbt kann man merle auf sable nicht erkennen. Und wie du bereits gesagt hast haben sie bestimmt vorher kein Test gemacht weshalb die Gefahr besteht das der Rüde merle trägt.
Das wusste ich gar nicht, dass nicht jeder Träger ist, ich weiß nur von Evolis Züchterin dass man auch bei Shelties niemals sable mit merle verpaaren darf. Aber das was du sagst ist sehr interessant! Ich finde generell die farbgenetik wirklich interessant aber auch eine Wissenschaft für sich, ich bekomme ein bisschen was mit bei einer Freundin die züchtet aber was man da alles beachten muss ist ja der Wahnsinn. Wenn sie ihre Hunde auf irgendetwas testen lässt und dann sehe ich auf dem Tablet einen DNA-Strang und zig Erklärungen dann frage ich mich echt wie man da durchblicken kann😂 Aber die sind da ganz "up to date"😂
 
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Angelique
4. Okt. 09:32
Das wusste ich gar nicht, dass nicht jeder Träger ist, ich weiß nur von Evolis Züchterin dass man auch bei Shelties niemals sable mit merle verpaaren darf. Aber das was du sagst ist sehr interessant! Ich finde generell die farbgenetik wirklich interessant aber auch eine Wissenschaft für sich, ich bekomme ein bisschen was mit bei einer Freundin die züchtet aber was man da alles beachten muss ist ja der Wahnsinn. Wenn sie ihre Hunde auf irgendetwas testen lässt und dann sehe ich auf dem Tablet einen DNA-Strang und zig Erklärungen dann frage ich mich echt wie man da durchblicken kann😂 Aber die sind da ganz "up to date"😂
Ja ich verstehe was du meinst😂 mich interessiert das auch sehr aber trotzdem ist es so viel das man da wirklich irgendwann schwer durchblicken kann🙈 Zum Beispiel das Foxred, sable, Semmelgelb, ect. All die Farben Vom ay allel stammen und das ay allel alle anderen Allele im A Lokus dominiert. Ich kann das Buch empfehlen auch wenn es auf dem ersten Blick echt unübersichtlich ist. Ich finde das sich jeder wenigstens ein wenig über die Gendefekte informieren sollte weil die wirklich viel ausmachen können in der Gesundheit des Hundes, die Grundlagen reichen da schon als Liebhaber.
 
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Josy
4. Okt. 09:43
Das wusste ich gar nicht, dass nicht jeder Träger ist, ich weiß nur von Evolis Züchterin dass man auch bei Shelties niemals sable mit merle verpaaren darf. Aber das was du sagst ist sehr interessant! Ich finde generell die farbgenetik wirklich interessant aber auch eine Wissenschaft für sich, ich bekomme ein bisschen was mit bei einer Freundin die züchtet aber was man da alles beachten muss ist ja der Wahnsinn. Wenn sie ihre Hunde auf irgendetwas testen lässt und dann sehe ich auf dem Tablet einen DNA-Strang und zig Erklärungen dann frage ich mich echt wie man da durchblicken kann😂 Aber die sind da ganz "up to date"😂
Hi Selina, ich habe ja selbst ein sheltie mit merle-faktor. Sein papa war ein Zobel und die Mama ein Merle. ich habe mir beide Labortests (der Eltern) zeigen lassen und auch zugeschickt bekommen. Hier noch eine Erklärung unserer Züchterin: „Also wenn ihr züchten wollt, ist es wichtig bei zobel zu wissen, ob ein Merlegen vorlieg. Dies war eine Zobel-Merle-Verpaarung.. Zobelmerle lässt sich leicht mit zobel verwechseln, daher sollte man es vor einer eventuellen Zucht abklären. Denn merle darf nicht homozygot, also reinerbig verpaart werden. In Deutschland ist merle nur mischerbig erlaubt, da dieser Gendefekt bei reinerbigen Hunden schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann und als Qualzucht gilt. In Amerika ist es erlaubt, deshalb sind die zobelfarbenen Aussies so oft kunterbunt, aber oft krank. Wenn Merlehunde verpaart werden sollten, dann unbedingt nur mit zobel oder bi- oder tricolor, aber niemals mit merle. Gesundheitlich müsst ihr nichts beachten, denn sie sind heterozygot, also mischerbig. Auch Finlay (zobel aus dem wurf aus dem auch louie kommt) könnte das Merlegen besitzen, auch wenn es bei ihm nicht offensichtlich ist. Das abzuklären würde aber nur Sinn machen, wenn er später eine Merlehündin decken sollte. Das ist der Grund, warum zobelmerle beim VDH als Farbe nicht erlaubt ist, obwohl sie wunderschön sind. Sie wollen vermeiden, dass unbewusst reinerbige Merlehunde gezüchtet werden.“
 
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Josy
4. Okt. 10:10
Das wusste ich gar nicht, dass nicht jeder Träger ist, ich weiß nur von Evolis Züchterin dass man auch bei Shelties niemals sable mit merle verpaaren darf. Aber das was du sagst ist sehr interessant! Ich finde generell die farbgenetik wirklich interessant aber auch eine Wissenschaft für sich, ich bekomme ein bisschen was mit bei einer Freundin die züchtet aber was man da alles beachten muss ist ja der Wahnsinn. Wenn sie ihre Hunde auf irgendetwas testen lässt und dann sehe ich auf dem Tablet einen DNA-Strang und zig Erklärungen dann frage ich mich echt wie man da durchblicken kann😂 Aber die sind da ganz "up to date"😂
ich finde das auch mega interessant. Als ich die beiden Tests der Eltern in der Hand hatte und nachgeschaut habe, ob mir die Wahrheit erzählt wird, dachte ich kurz ich bin bereit für ein Biologie-diplom 😂
 
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🐾 Selina
4. Okt. 17:10
Hi Selina, ich habe ja selbst ein sheltie mit merle-faktor. Sein papa war ein Zobel und die Mama ein Merle. ich habe mir beide Labortests (der Eltern) zeigen lassen und auch zugeschickt bekommen. Hier noch eine Erklärung unserer Züchterin: „Also wenn ihr züchten wollt, ist es wichtig bei zobel zu wissen, ob ein Merlegen vorlieg. Dies war eine Zobel-Merle-Verpaarung.. Zobelmerle lässt sich leicht mit zobel verwechseln, daher sollte man es vor einer eventuellen Zucht abklären. Denn merle darf nicht homozygot, also reinerbig verpaart werden. In Deutschland ist merle nur mischerbig erlaubt, da dieser Gendefekt bei reinerbigen Hunden schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann und als Qualzucht gilt. In Amerika ist es erlaubt, deshalb sind die zobelfarbenen Aussies so oft kunterbunt, aber oft krank. Wenn Merlehunde verpaart werden sollten, dann unbedingt nur mit zobel oder bi- oder tricolor, aber niemals mit merle. Gesundheitlich müsst ihr nichts beachten, denn sie sind heterozygot, also mischerbig. Auch Finlay (zobel aus dem wurf aus dem auch louie kommt) könnte das Merlegen besitzen, auch wenn es bei ihm nicht offensichtlich ist. Das abzuklären würde aber nur Sinn machen, wenn er später eine Merlehündin decken sollte. Das ist der Grund, warum zobelmerle beim VDH als Farbe nicht erlaubt ist, obwohl sie wunderschön sind. Sie wollen vermeiden, dass unbewusst reinerbige Merlehunde gezüchtet werden.“
Vielen lieben Dank für die Infos! Das ist unglaublich interessant! Dann hoffe ich dass bei dem Wurf der Sable Rüde das Gen nicht trägt und vererbt.
 
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Birgit
4. Okt. 17:13
Vielen lieben Dank für die Infos! Das ist unglaublich interessant! Dann hoffe ich dass bei dem Wurf der Sable Rüde das Gen nicht trägt und vererbt.
Er musste vor der Zucht getestet werden. Wenn er Merle trägt ist das nicht schlimm! Er darf dann aber nur mit einem "nicht"Merle Träger verpaart werden. Deshalb gibt es ja die Farbtests
 
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🐾 Selina
4. Okt. 17:15
Er musste vor der Zucht getestet werden. Wenn er Merle trägt ist das nicht schlimm! Er darf dann aber nur mit einem "nicht"Merle Träger verpaart werden. Deshalb gibt es ja die Farbtests
Da aber die Mutter merle ist trägt sie ja das Merle Gen. Daher darf er kein Träger sein. So meinte ich das. Wobei ich nicht glaube dass ich die von ebay damit auseinandergesetzt haben.
 

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