Home / Forum / Zucht / Geplante private Würfe oder der Traum vom Züchter werden?

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🐾 Selina
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Anzahl der Antworten 66
zuletzt 4. Okt.

Geplante private Würfe oder der Traum vom Züchter werden?

Nachdem ich hier jetzt zum gefühlt 1000sten Mal gelesen habe, dass jemand seine noch dazu viel zu junge Hündin gerne decken lassen möchte und man hier auch immer wieder liest das außerhalb von einem Verein Würfe geplant werden mit nicht untersuchten Elterntieren und wenig Ahnung möchte ich hier ein neues Thema starten. Die Leute werden es sich kaum ausreden lassen ihre Hündinnen wirklich zu decken, egal wie viele Argumente dagegen sprechen. Die rosarote, unrealistische Vorstellung vom eigenen Wurf klingt zu schön. Deshalb möchte ich mit diesem Thread dazu beitragen dass sie sich wenigstens mehr Gedanken dazu machen, vielleicht die ein oder andere Untersuchung machen oder auch mal realisieren dass so ein Wurf große Arbeit ist! Ich habe Verbands-Züchter im Freundeskreis und auch Evoli von Anfang an bei ihrer Züchterin begleitet und habe viele Höhen aber auch sehr viele Tiefen miterlebt, wenn Welpen bei der Geburt sterben oder die Mutter Hündin zu einem Kaiserschnitt muss und ihr Leben bedroht ist. Züchter sein heißt nicht einfach nur mal einen Wurf machen, es ist Arbeit, Herzblut und das meiste Geld was man einnimmt gibt man eigentlich vorher aus durch Ausstellungen, und Untersuchungen, Futter, Zubehör und Tierarzt. Teilweise 100te an km zu Deckrüden. Mit der Sozialisierung und Aufzucht der Welpen hat man eine große Verantwortung denn der Grundstein für das ganze Verhalten wird in den ersten Wochen gelegt. Nicht jede Farbe darf mit jeder verpaart werden, hier können große Gesundheitsprobleme entstehen. Ich möchte hier aufrufen, dass alle die in einem Verein züchten ihre Erfahrungen hier reinschreiben, Tipps was man für einen Wurf alles wissen muss und braucht, wie man vorgeht, wie man den richtigen Verein findet und einfach alles zum Thema Zucht. Erlebnisse, Höhen, Tiefen, Ratschläge. Der Weg vom Gedanken über den Zwingernamen bis hin zum ersten Wurf. Wenn das nur einer liest und sich dafür entscheidet statt einem "geplanten Upswurf" den längeren Weg über einen Züchter vom Verein zu gehen oder den Wurf sein zu lassen ist schon ein paar Hunden geholfen. Und wenn diese Menschen trotzdem ihren privaten Wurf machen, könnten sie hier auch Tipps für die ersten Wochen und die Sozialisierung bekommen damit die Hunde wenigstens trotzdem einen guten Grundstein bekommen und später nicht zu Problemhunden werden oder im Tierheim landen. Außerdem verfolge ich das Thema Zucht interessiert und freue mich auch auf Erfahrungen und Beiträge. P.S. BITTE KEINE GRUNDSATZDISSKUSSION über die (seriöse!) Zucht allgemein, dafür gibt es andere Threads. Es ist super wenn jemand Tierschutzhunden ein Zuhause gibt aber es muss auch akzeptiert werden dass Leute Rassen mit spezifischen Eigenschaften vom Züchter kaufen und hier darüber diskutiert wird.
 
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Nicole
Beliebteste Antwort
3. Okt. 18:18
Interessantes Thema. Beginnen wir vom Anfang an: es braucht in erster Linie eine Menge Eigenrecherche!!! -Hilfreich ist in jedem Fall erstmal ein Blick in die Tierschutzhundeverordnung und das aktuelle Tierschutzgesetz. Habe ich überhaupt die Grundvoraussetzungen (mindest Quadratmeter, Ebenerdiger Ausgang, Tageslicht, etc pp.) - habe ich einen Hund der dazu befähigt ist Nachkommen zu kriegen? •gesund und das nicht nur Augenscheinlich sondern auch mit Brief und Sigel soz. •wesensfest!!! Bitte bedenken dass alles was dieser Hund ist an seine Nachkommen weitergegeben wird. - Ein großer Vorrat an Wissen!!! Über die Rasse, zur Geburt, Geburtskomplikationen, Komplikationen während der Aufzucht (Flaschenkinder) und Prägung & Sozialisierung, Wissen über Werbung und Verkauf & Menschenkenntnis - mehr finanzielles Polster wie so mancher unbedarfte sich vielleicht vorstellt. Ich züchte in einem dem VDH angeschlossenen Mitgliedsverein. Ich für meinen Teil habe mich rund 5 Jahre auf meinen ersten eigenen Wurf vorbereitet. Es begann damit zu lernen, zig Würfe als stiller Beobachter zu begleiten so ziemlich jede Geburtskomplikation im Vorfeld erlebt und durchlebt zu haben. Auge in Auge mitzuerleben wenn Welpen sterben, wenn ein KS notwendig ist, Geburten im Fahrenden Fahrzeug auf dem Weg in die Tierklinik über vereiste und einsame Landstrassen in der Nacht nachdem man bereits 24 Stunden auf den Beinen war, das Zittern und Bangen und die vielen Sorgen aushalten zu können. All die kleinen Tricks und Kniffe von erfahrenen Züchtern zu lernen die in keinen Büchern stehen und die auch kein TA kennt. Die Suche nach dem passenden Hund, der sorgsam vom Welpen Alter an aufgebaut wurde und erst nachdem sie sowohl gesundheitlich als auch im Kopf fertig war sie ihre ZZL bestanden hatte und auch der Rest der Grundvoraussetzungen geschaffen war (das passende Haus, der passende Kennelname, die Mitgliedschaft im Verein, die Wurfstättenabnahme des Vereins erfolgreich bestanden war und die Pflichtseminare und noch einige mehr besucht waren, die Homepage stand und mein Kaufvertrag entworfen war, habe ich losgelegt. Wer denkt Welpenaufzucht wäre nur rosarot liegt falsch Minimum 8-12 Wochen wenig Schlaf und als besten Freund das Putzmittel und die Waschmaschine. Vernünftige Aufzucht und Welpenprägung braucht Zeit und die Interessenten auf dem laufenden zu halten ebenfalls und das nicht zu knapp. Die Sorgen die einen begleiten ob man alles richtig macht, ob die Welpen sich entwickeln wie gewünscht und letztlich auch ob man den Käufern gegenüber mit der gewählten Verpaarung und seiner Welpenprägung gerecht wird. Immerhin hat man Verantwortung und das nicht nur für 8-12 Wochen bis zur Übergabe sondern die hat man auch noch danach!
 

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Suse
3. Okt. 16:49
Sehr gutes Thema!👍 Wäre schön, wenn sich das die: ich-lass-meine-Hündin-mal-eben-decken-Fraktion mit Verstand durchliest und auch im Sinne der Hunde darüber nachdenkt!🙏
 
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🐾 Selina
3. Okt. 16:54
Danke Suse😊 Ich hoffe nur dass ein paar Züchter hier ihre Erfahrungen reinschreiben und ein paar Beiträge zusammenkommen Um Anderen die Augen zu öffnen und zu helfen
 
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Suse
3. Okt. 16:56
Danke Suse😊 Ich hoffe nur dass ein paar Züchter hier ihre Erfahrungen reinschreiben und ein paar Beiträge zusammenkommen Um Anderen die Augen zu öffnen und zu helfen
Ja. Und vor allem, dass es nicht so einfach ist, wie es scheint und richtig in Arbeit und immense Kosten ausartet. Das! wird wahrscheinlich am Ehesten davon abhalten...hoffe ich zumindest 🙏
 
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Birgit
3. Okt. 17:04
Das wichtigste für eine Zucht ist der reinrassige Hund. Hat man einen Hund ohne Papiere wird das alles schwierig. Jede Rasse hat bestimmte Untersuchungskriterien die stehen beim VDH auf den jeweiligen Seiten der Rasseclubs. Aber auch auf Züchterseiten sieht man bei den Zuchthunde was alles gemacht werden muss. Bei Rassen über 40 cm ist meistens HD und ED ein muss und bei nahezu allen Rassen sind inzwischen Augenuntersuchungen vorgeschrieben. Bei kleinen Rassen ist PL Pflicht. Natürlich kann man auch beim IHV nachlesen. Zur aktuellen Situation folgende Punkte Tieraztkosten steigen ab November um 20%. Der Markt ist absolut gesättigt. Die Portale laufen fast schon über. Junghunde die weiter verkauft werden und unzählige Würfe ohne Papiere. Aber auch Verbandszüchter haben inzwischen das Probleme, für ihre Welpen geeignete Menschen zu finden. Deshalb muss sich jeder im klaren sein, dass die Geburt evtl. Probleme macht und ein Tierarzt gebraucht wird. Dass Welpen übrig bleiben, diese brauchen Platz, müssen sozialisiert werden, wollen fressen, machen viel kaputt. Das sind Kosten die unter Umständen in die 1000te gehen. Die Chance mit einem Wurf Geld zu verdienen, diese Zeiten sind nach 3 Jahren Welpenboom vorbei. Wer also über kein finanzielle Polster verfügt Nicht genügend Zeit und Platz für übrige Welpen hat ....sollte lieber keine Welpen planen.
 
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Birgit
3. Okt. 17:14
Wer Welpen in die Welt setzt sollte sich über seine Rasse, deren Eigenheiten gut auskennen. Er sollte so viel Verantwortung übernehmen, dass wenn ein Hund aus seiner Zucht in Not gerät, er diesen zurück nimmt und ihm eine weitere Chance auf eine neue Familie ermöglicht. Das ist oft der größte Unterschied zwischen "Züchter mit Herz" und Züchter aus Profitgier und Egoismus. Eine Person welche Welpen produziert ohne untersuchte Elterntiere, ist in meinen Augen kein Züchter sondern ein Vermehrer oder einfach nur ein Produzent ....
 
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Marisol
3. Okt. 17:36
Wichtiger Thread. Hoffentlich lesen das betroffene Leute auch.. Ich finde es gibt viel zu wenig Aufklärung über Vermehrung und was man damit anrichtet. Es ist in vielen Köpfen total positiv verankert, was es nicht ist. Was ich so erschreckend finde sind die Mischungen die absichtlich produziert werden. Kürzlich habe ich beim Tierarzt einen Mischling aus Dackel und Rottweiler getroffen. Das passt ja weder anatomisch noch charakterlich im entferntesten zusammen. Und die Dame war total stolz was für eine super Mischung das doch ist 🤷‍♀️
 
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Petra
3. Okt. 18:09
Wichtiger Thread. Hoffentlich lesen das betroffene Leute auch.. Ich finde es gibt viel zu wenig Aufklärung über Vermehrung und was man damit anrichtet. Es ist in vielen Köpfen total positiv verankert, was es nicht ist. Was ich so erschreckend finde sind die Mischungen die absichtlich produziert werden. Kürzlich habe ich beim Tierarzt einen Mischling aus Dackel und Rottweiler getroffen. Das passt ja weder anatomisch noch charakterlich im entferntesten zusammen. Und die Dame war total stolz was für eine super Mischung das doch ist 🤷‍♀️
Hallo Marisol! Ich hatte ne Begegnung mit Nia, als sie läufig war. Es kam eine ältere Dame mit ihrem kleinen schwer atmenden Hund (war total erschrocken über dieses Geräusch) auf uns zu und ich bat um Abstand, wegen der Läufigkeit. Sie:" Ach das wär doch total nett, wenn die beiden Nachwuchs bekämen." Ich war sprachlos 😯 und bin weiter gegangen.
 
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Nicole
3. Okt. 18:18
Interessantes Thema. Beginnen wir vom Anfang an: es braucht in erster Linie eine Menge Eigenrecherche!!! -Hilfreich ist in jedem Fall erstmal ein Blick in die Tierschutzhundeverordnung und das aktuelle Tierschutzgesetz. Habe ich überhaupt die Grundvoraussetzungen (mindest Quadratmeter, Ebenerdiger Ausgang, Tageslicht, etc pp.) - habe ich einen Hund der dazu befähigt ist Nachkommen zu kriegen? •gesund und das nicht nur Augenscheinlich sondern auch mit Brief und Sigel soz. •wesensfest!!! Bitte bedenken dass alles was dieser Hund ist an seine Nachkommen weitergegeben wird. - Ein großer Vorrat an Wissen!!! Über die Rasse, zur Geburt, Geburtskomplikationen, Komplikationen während der Aufzucht (Flaschenkinder) und Prägung & Sozialisierung, Wissen über Werbung und Verkauf & Menschenkenntnis - mehr finanzielles Polster wie so mancher unbedarfte sich vielleicht vorstellt. Ich züchte in einem dem VDH angeschlossenen Mitgliedsverein. Ich für meinen Teil habe mich rund 5 Jahre auf meinen ersten eigenen Wurf vorbereitet. Es begann damit zu lernen, zig Würfe als stiller Beobachter zu begleiten so ziemlich jede Geburtskomplikation im Vorfeld erlebt und durchlebt zu haben. Auge in Auge mitzuerleben wenn Welpen sterben, wenn ein KS notwendig ist, Geburten im Fahrenden Fahrzeug auf dem Weg in die Tierklinik über vereiste und einsame Landstrassen in der Nacht nachdem man bereits 24 Stunden auf den Beinen war, das Zittern und Bangen und die vielen Sorgen aushalten zu können. All die kleinen Tricks und Kniffe von erfahrenen Züchtern zu lernen die in keinen Büchern stehen und die auch kein TA kennt. Die Suche nach dem passenden Hund, der sorgsam vom Welpen Alter an aufgebaut wurde und erst nachdem sie sowohl gesundheitlich als auch im Kopf fertig war sie ihre ZZL bestanden hatte und auch der Rest der Grundvoraussetzungen geschaffen war (das passende Haus, der passende Kennelname, die Mitgliedschaft im Verein, die Wurfstättenabnahme des Vereins erfolgreich bestanden war und die Pflichtseminare und noch einige mehr besucht waren, die Homepage stand und mein Kaufvertrag entworfen war, habe ich losgelegt. Wer denkt Welpenaufzucht wäre nur rosarot liegt falsch Minimum 8-12 Wochen wenig Schlaf und als besten Freund das Putzmittel und die Waschmaschine. Vernünftige Aufzucht und Welpenprägung braucht Zeit und die Interessenten auf dem laufenden zu halten ebenfalls und das nicht zu knapp. Die Sorgen die einen begleiten ob man alles richtig macht, ob die Welpen sich entwickeln wie gewünscht und letztlich auch ob man den Käufern gegenüber mit der gewählten Verpaarung und seiner Welpenprägung gerecht wird. Immerhin hat man Verantwortung und das nicht nur für 8-12 Wochen bis zur Übergabe sondern die hat man auch noch danach!
 
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Katrin
3. Okt. 18:42
Das Sprichwort kein Preis ohne Fleiß passt da ganz gut. Eine verantwortungsvolle Zucht fängt schon mit der Wahl der richtigen Hündin an. Optimale Startbedingungen (Abstammung, Aufzucht) sind da der Grundbaustein. Hinzu kommt das nötige Hintergrundwissen das benötigt wird (Genetik, ganz wichtig). Eine bestandene ZTP ist ein Muss ebenso wie die Abnahme einer Zuchtstätte und ein guter Zuchtverein. Gerade beim letzteren muss man sorgfältig schauen. Es gibt leider auch dort genügend schwarze Schafe. Richtig aufgezogen,mit Austellungen etc ist die Zucht recht aufwendig und teuer. Das macht niemand der nur mal schnell einen Wurf möchte. Ich kenne einige Züchter und reich ist von denen keiner geworden. Mit Glück bekommt man dabei genügend Geld raus das man die Vorbereitungskosten für den nächsten Wurf drinnen hat. Alle die diesen langen und kostspieligen Weg nicht gehen fallen für mich unter Vermehrer. Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen mal Welpen großziehen zu wollen. Es ist wirklich eine tolle Erfahrung. Man muss aber bedenken das auch ganz viel schief gehen kann. Im schlimmsten Fall kann es zum Todesfall des Muttertieres kommen. Die TA Kosten die vor, während und nach der Geburt bis zur Abgabe der Welpen entstehen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Dann wäre da noch die Suche nach dem richtigen Zuhause. Auch das kann durchaus mal länger dauern wenn man nicht nach dem Motto wer zuerst kommt bekommt einen Welpen verkaufen möchte. Dann kann es durchaus passieren das man hinter noch mehrere Junghunde daheim hat die versorgt werden müssen und auch durchaus mal krank werden können oder sich vielleicht sogar was brechen. Gute Züchter kommen damit klar. Der Vermehrer der im zweiten Stock in einer 3Zimmer Wohnung wohnt eher weniger. Dann gibt es noch Würfe wo echt alles schief läuft und man mit einem dicken Minus am Ende auf dem Konto dasteht.
 
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Katrin
3. Okt. 19:25
Das Sprichwort kein Preis ohne Fleiß passt da ganz gut. Eine verantwortungsvolle Zucht fängt schon mit der Wahl der richtigen Hündin an. Optimale Startbedingungen (Abstammung, Aufzucht) sind da der Grundbaustein. Hinzu kommt das nötige Hintergrundwissen das benötigt wird (Genetik, ganz wichtig). Eine bestandene ZTP ist ein Muss ebenso wie die Abnahme einer Zuchtstätte und ein guter Zuchtverein. Gerade beim letzteren muss man sorgfältig schauen. Es gibt leider auch dort genügend schwarze Schafe. Richtig aufgezogen,mit Austellungen etc ist die Zucht recht aufwendig und teuer. Das macht niemand der nur mal schnell einen Wurf möchte. Ich kenne einige Züchter und reich ist von denen keiner geworden. Mit Glück bekommt man dabei genügend Geld raus das man die Vorbereitungskosten für den nächsten Wurf drinnen hat. Alle die diesen langen und kostspieligen Weg nicht gehen fallen für mich unter Vermehrer. Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen mal Welpen großziehen zu wollen. Es ist wirklich eine tolle Erfahrung. Man muss aber bedenken das auch ganz viel schief gehen kann. Im schlimmsten Fall kann es zum Todesfall des Muttertieres kommen. Die TA Kosten die vor, während und nach der Geburt bis zur Abgabe der Welpen entstehen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Dann wäre da noch die Suche nach dem richtigen Zuhause. Auch das kann durchaus mal länger dauern wenn man nicht nach dem Motto wer zuerst kommt bekommt einen Welpen verkaufen möchte. Dann kann es durchaus passieren das man hinter noch mehrere Junghunde daheim hat die versorgt werden müssen und auch durchaus mal krank werden können oder sich vielleicht sogar was brechen. Gute Züchter kommen damit klar. Der Vermehrer der im zweiten Stock in einer 3Zimmer Wohnung wohnt eher weniger. Dann gibt es noch Würfe wo echt alles schief läuft und man mit einem dicken Minus am Ende auf dem Konto dasteht.
Würde gerne noch ergänzen. Züchter geht es in erster Linie nicht um die Produktion von Welpen und dem Geld. Gute Züchter haben das Ziel eine Rasse weiter voran zu bringen und zu verbessern. Gute Züchter sind mit Herzblut dabei. Das Wohl der Zuchthunde und deren Welpen steht immer an erster Stelle. Auch wenn diese bereits im neuen Zuhause sind. Viele nehmen die Hunde auch nach längerer Zeit wieder zurück wenn es sein muss. So landen sie weder bei Ebay noch im Tierheim.
 

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