Home / Forum / Welpen & Junghunde / Ab wann ist man zu alt für einen Hund?

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Katrin
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Anzahl der Antworten 543
zuletzt 6. Dez.

Ab wann ist man zu alt für einen Hund?

Meine Nachbarn sind inzwischen Anfang 70. Für beide ist klar das ihre jetzige Seniorhündin (16) der letzte Vierbeiner sein wird. Hunde binden sich im Normalfall recht stark an seine Besitzer. Dementsprechend heftig spüren sie den Verlust wenn der Halter verstirbt. Altersbeschwerden wie verringerten Reaktionsvermögen, weniger Ausdauer, schlechter Beweglichkeit etc. kommen ja ebenfalls dazu was durchaus auch zur Gefahr für Mensch und Tier werden kann. Trotzdem wollen anscheinend immer mehr Menschen nach dem Eintritt ins Rentenalter nicht auf einen Vierbeiner verzichten. Umso erstaunter sind sie wenn Tierheime und auch Züchter ihnen keinen geben wollen. Ich persönlich kann das durchaus nachvollziehen und würde im Alter von Welpen und jüngeren Hunden Abstand nehmen und mich lieber für einen älteren Hund entscheiden wenn ich das körperlich, geistig und auch finanziell gewuppt bekomme. Dogsharing wäre noch eine weitere Möglichkeit. Natürlich kann mir als jüngerer Mensch auch was zustoßen. Da wären aber noch immer Partner und Kinder daheim die die Versorgung übernehmen können ohne das ein Umzug oder Veränderung der gewohnten Routine nötig wäre. Wie steht ihr (die jüngeren und älteren) zu dem Thema? Wie sind eure Erfahrungen? Würdet ihr euch im hohen Alter nochmal für einen jungen Hund entscheiden? Wo zieht ihr eure persönliche Grenze? Gibt es Hunderassen die besonders geeignet wären? Bitte achtet auf einen freundlichen Umgang und auf die Formulierung des Kommentars damit wir hier auch fleißig miteinander diskutieren können. Liebe Grüße, Katrin J.
 

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Regina
4. Okt. 02:31
Halte diese Diskussion nicht für diskriminierend sondern für sehr realistisch
Genauso ist es Brigitta, die Fragestellung laute ja auch ,ob wir uns im Alter noch einen Welpen bzw.jungen Hund zulegen würden, und keineswegs,dass ältere Leute nicht in der Lage sind Hunde zu halten.
 
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Dogorama-Mitglied
4. Okt. 02:33
Genauso ist es Brigitta, die Fragestellung laute ja auch ,ob wir uns im Alter noch einen Welpen bzw.jungen Hund zulegen würden, und keineswegs,dass ältere Leute nicht in der Lage sind Hunde zu halten.
Ganz genau
 
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Fee
4. Okt. 06:06
Ich persönlich würde auch mit 70 noch einen Hund halten, wenn ich dazu in der Lage bin. Ich würde allerdings dann einen älteren Hund wollen. Am besten aus dem Tierheim, wo die vorherigen Besitzer verstorben sind. Das sind meist zarte Seelchen, die einfach auch noch auf ihre alten Tage ein Zuhause suchen. Mit 80 sähe das schon anders aus. Klar kann man dann noch fit sein, aber irgendwann lässt alles ja auch einfach mal nach. Und wenn ein älterer Hund oft raus muss, etc., dann wird es schließlich auch wieder anstrengend. Sich aber in dem Alter noch einen Welpen zu holen finde ich schwierig. Mein Großvater könnte mit 70 locker einen Hund halten. Er ist sportlich und fit. Meine Großmutter ist keine 70 und könnte jetzt schon keinem mehr gerecht werden. Das ist meiner Meinung nach zu individuell, um da eine klare Antwort zu geben. Aber grundsätzlich: klar, warum nicht? :) (Nur dogsharing wäre keine Option für mich. Dann lieber kein Hund. Auf fremde aufpassen gerne, aber wenn ich einen Hund als "meinen" betitel, dann soll er auch meiner sein. Dafür bin ich zu pingelig mit Regeln, Erziehung, etc. und habe einfach zu gerne die Kontrolle, was das angeht.)
 
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Larissa
4. Okt. 06:50
Ich helfe seit 2006 im Tierschutz. Und unsre interne Statistik die wir für unsre Hunde angelegt haben lässt leider zeigen, dass mehr junge Paare sich trennen und den Hund dann wieder abgeben, wie dass ältere Menschen sterben. Keine Frage ab einem gewissen Alter in Kombination mit gewissen Gebrechen ist es wahrscheinlich nicht mehr möglich sich allein um einen Hund zu kümmern. Aber wir als Verein haben von Grund auf erst mal kein Problem an ältere Menschen zu vermitteln, wenn die Gegebenheiten stimmen. -Mensch noch fit genug für den betreffenden Hund. (körperlich wie geistig) - Evtl einen Plan B falls mal Krankenhaus oder Kur anstehen sollte. - Evtl Familie im Hintergrund oder gut funktionierende Nachbarschaft Ebenso sind wir im näheren Umfeld (30km) gern bereit noch ein paar mal vorbei zu kommen oder selbst auszuhelfen, wenn die gewünscht oder gebraucht wird.
 
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Annette
4. Okt. 07:32
Ich bin 60 Jahre alt, meine Hunde sind 4 und 1,5 Jahre alt. selbstverständlich werde ich mir wieder einen neuen Hund anschaffen, die Grösse und das Alter des Hundes wird auf die eigene Fitness abgestimmt..... Meiner Meinung nach sollte auch in jungen Jahren ein Plan B vorhanden sein, der Betreungsengpässe abfedert! Mich gibt es nur mit Hund, auch im Alter:))
 
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Katrin
4. Okt. 08:00
Ich denke das Anfang 60 durchaus noch ein Alter ist wo man sich einen jungen Hund zulegen kann. Man altert dann gemeinsam und das stelle ich mir auch als eine schöne Erfahrung vor. Ab 70 wäre aber auch bei mir Schluß, egal wie fit ich bin. Das würde ich keinem jungen Hund zumuten wollen. Einen alten aus dem TH der hier dann noch ein paar schöne Monate verbringen darf schon eher. Wir wohnen in einem recht großen Haus das wir als Mehrgenerationshaus nutzen können. Durchaus möglich das ich dann den Hund meiner Kinder dann später mal mitbetreue, wer weiß. Da kleine Hunde einfach nicht für mich in Frage kommen muss man auch das mit berücksichtigen. Mit ü70 einen 20kg schweren stürmischen Junghund zu halten ist schon nicht ganz ungefährlich.
 
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Diana
4. Okt. 08:02
Ich finde diese Diskussion überflüssig und diskriminierend. Jeder Hundehalter hat die Verantwortung, dass sein Hund immer gut versorgt und artgerecht gehalten wird. Dass ältere Menschen dazu nicht mehr in der Lage sind, ist Schubladendenken, das ich ablehne. Meine Mutter ist 82 und fährt regelmäßig zig km Fahrrad, macht Sport, wandert gerne. Sie hat keinen Hund, hätte aber keine Probleme, einen zu halten. Auch, ob man einer Rasse körperlich gewachsen ist, ist keine Altersfrage. Und ältere Menschen können oft besser einschätzen, wieviel sich in ihrem Leben noch grundlegend ändern wird, als die vielen jungen Leute, die sich endlich ihren Kindheitstraum vom eigenen Hund erfüllen, nur weil es ihnen nicht mehr von vernünftig denkenden Eltern verboten wird. Und dann kommt ein Partner, der keine Hunde mag, oder eine andere berufliche Situation oder Kinder mit der damit verbundenen hohen Belastung. Für alle diese Fälle gilt, wenn Hilfe eingeplant ist, und der Hundehalter den Hund so hält, wie man das sollte, ist es OK. Wenn meine Mutter einen Hund halten wollte, würden wir vorher bereden, ob und wie wir das hinbekommen. Wenn eine 20jährige Alleinstehende sich einen Hund holt, der dann 10h am Tag alleine bleiben muss, weil sie berufstätig ist und ja schließlich noch andere Hobbys hat, war das mit dem Hund wohl zu kurz gedacht. Ich finde diese Diskussion entwürdigend!
Ich muss sagen, ich war zunächst auch etwas irritiert über die Fragestellung. Mein Mann und ich sind 65. Als ich vor 5 Jahren aufhörte zu arbeiten, hatten wir endlich die Zeit, uns den lang gehegten Wunsch nach einem Hund zu erfüllen. Es wurde dann ein 1,5 jähriger Herdi-Mix aus dem Tierschutz. Wir würden uns sicher wieder einen Hund holen, ABER: der muss von Größe, Aktivitätslevel und Erziehbarkeit unseren individuellen Lebensumständen angepasst sein. Und genau das gilt doch grundsätzlich für wirklich jeden, der sich ein Tier anschafft! Wieviele Jüngere erlebe ich unterwegs, die überhaupt nicht mit ihrem Hund klar kommen! Wieviele Trennungen im Bekanntenkreis, bei denen es dann „Scheidungshunde“ gibt! Bei diesem Thema ist das Alter des Halters wirklich nur ein TEILASPEKT - und den kann man doch gerne mal diskutieren, ohne das sich jemand diskriminiert fühlen muss.
 
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Silvio
4. Okt. 08:03
In meinen Augen rutscht die Diskussion etwas ab, da es ja speziell um Welpen oder Junghunde geht. Auch sollte es nicht nur darum gehen ob Plan B oder C, sondern auch um den Tagesablauf mit Erziehung, Auslastung, Hundeschule etc. Das betrifft aber nicht nur Senioren, sondern alle Hundehalter.
 
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Silvio
4. Okt. 08:14
Ist auch spannend für Menschen mit chronischen Krankheiten etc. Haben wir gesehen, bei uns, wie schmal der Grat ist. Grübel heute noch öfter ob wir, trotz eigens zugeschnittenem Konzept, dem kleinen Goldiewelpen wirklich gerecht geworden wären... Mit etwas Abstand hat die Züchterin richtig enschieden und wir haben unseren Weg gefunden. Einen Weg der zu uns paßt und dem wir zu 100 % gerecht werden können.
 
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Birgit
4. Okt. 08:16
Ich denke das Anfang 60 durchaus noch ein Alter ist wo man sich einen jungen Hund zulegen kann. Man altert dann gemeinsam und das stelle ich mir auch als eine schöne Erfahrung vor. Ab 70 wäre aber auch bei mir Schluß, egal wie fit ich bin. Das würde ich keinem jungen Hund zumuten wollen. Einen alten aus dem TH der hier dann noch ein paar schöne Monate verbringen darf schon eher. Wir wohnen in einem recht großen Haus das wir als Mehrgenerationshaus nutzen können. Durchaus möglich das ich dann den Hund meiner Kinder dann später mal mitbetreue, wer weiß. Da kleine Hunde einfach nicht für mich in Frage kommen muss man auch das mit berücksichtigen. Mit ü70 einen 20kg schweren stürmischen Junghund zu halten ist schon nicht ganz ungefährlich.
Katrin, das ändert sich mit den Gebrechlichkeiten des Alters 🙈 zumindest bei den Realisten. In deinem Alter habe ich dasselbe gesagt. Jetzt sind ca. 40 cm mit 10 kg genau das richtige für mich 😉 und es gibt viele Hundepersönlichkeiten in Kniehöhe die den Charakter und das Selbstbewusstsein von großen Hunde haben.
 

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