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Umwelttraining – So wichtig ist es für jeden Hund!

Der Begriff „Umwelttraining“ ist vielleicht nicht jedem unbedingt bekannt und doch setzt sich jeder Hundehalter tagtäglich genau damit auseinander. Denn mal geht es mit dem Zug irgendwo hin, dann treffen wir neue Menschen und im Park dann sogar noch neue Artgenossen.

Ein Hund, der nichts kennengelernt hat, bekommt in seinem Alltag arge Probleme. Daher ist ein ausgiebiges und zielgerichtetes Umwelttraining wichtig, um genau dem entgegen zu wirken. Wie du das am besten anstellst und was genau du trainieren solltest, verrate ich dir in diesem Artikel.
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Inhalt: Umwelttraining – So wichtig ist es für jeden Hund!

Was genau ist Umwelttraining?

Wie der Name es schon vermuten lässt, geht es hier darum den Hund mit allen Komponenten seiner Umwelt vertraut zu machen. Dazu gehören verschiedene Geräusche, zum Beispiel Staubsauger, Autos oder Raketen. Aber auch verschiedene Bodenuntergründe, andere Menschen und Tiere, Fahrzeuge, Spielsachen und Aktivitäten.

Umso mehr du deinem Hund von der Welt zeigst, umso sicherer wird er im Umgang mit verschiedenen Situationen. Das wiederum bedeutet erheblich weniger Angst und Stress, was die Lebensqualität für deinen Vierbeiner aber auch für dich enorm steigert. Denn wenn ihr jedes Mal in eine Rangelei geratet, weil du Bello daran hindern musst vor einem Auto panisch davon zu rennen, dann ist das für keinen von beiden schön.

Also welche Rolle spielt Umwelttraining beim Hund?

Eine sehr Große. Zusammen mit der Erziehung bildet das Umwelttraining die Grundlage für euer Zusammenleben. Demnach gilt es sich diesem wichtigen Teil auch entsprechend zu widmen. Man nehme als Beispiel Straßenhunde aus Rumänien. Du kennst sicherlich Bilder, auf denen das arme Tier zusammengekauert in der Ecke sitzt und sich kaum zu rühren traut. Und vielleicht hast du auch schon mal mit jemandem gesprochen, der einen solchen Hund hat oder hast sogar selbst einen.

Fakt ist, für diese armen Fellnasen ist ein Tag, wie ihn tausend andere Hunde super überstehen, ein Alptraum. Warum? Sie wissen absolut nicht, was das alles hier überhaupt ist. Aus diesem Grund muss das Training nach Möglichkeit schon im Welpenalter begonnen werden, denn umso länger sie in ihrer Blase bleiben, umso schwerer wird es sie dort raus zu holen.

Genau das ist auch der Grund, warum du gut darauf achten solltest, von wo du deinen Vierbeiner holst. Vielleicht fällt es dir im ersten Moment noch nicht direkt auf, doch die Konsequenzen von fehlender Sozialisierung und Gewöhnung an die Umwelt werden sich zeigen. Und dann beginnen die Sorgen und Probleme.

Das Training für Welpen

Du siehst also, das alles spielt tatsächlich eine erhebliche Rolle. Deshalb beginnen wir nun mit dem Training für den Welpen. Regel Nummer 1 lautet: Überfordere ihn nicht.

Niemand erwartet von dir, dass dein Hund im zarten Alter von 10 Wochen furchtlos mit dir durch Himmel und Hölle wandert. Jeder hat sein Tempo und das solltest du unbedingt berücksichtigen. Am besten trainierst du mit so jungen Hunden jeweils eine Sache intensiver am Tag, wobei du immer wieder Pausen machen solltest und vor allem dürft ihr den Spaß an der Sache nicht verlieren.

Arbeite nur so lange, wie dein Zwerg Lust hat mitzumachen. Gib viel Lob und Leckerlie und macht aus etwas Neuem ein Spiel. Beispielsweise wenn ihr es übt, dass vorbeifahrende Autos nicht schlimm sind. Geht spazieren und immer, wenn eines vorbei kommt und der Welpe ruhig bleibt, gibt es was schönes. Bekommt er Panik, dann gib ihm Schutz und beruhige ihn. Lenke ihn mit etwas Gutem ab. Zeig ihm, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben. Das alles wiederholt ihr dann so lange, bis es klappt und ihr zur nächsten Übung über gehen könnt. Meinetwegen andere Tiere.

Einiges sollte dein Vierbeiner aber bereits aus seinem alten Zuhause kennen. Denn jeder, der Welpen züchtet oder auch durch einen Unfallwurf aufzieht sollte gut darauf achten früh mit diesen Übungen zu beginnen. Das heißt schon mal Geräusche in der Welpenbox abzuspielen, mit den Kleinen andere Menschen zu besuchen usw. Erfrage sowas vorher am besten, denn alles, was die Kleinen bis dahin versäumt haben, musst du nachholen.

Das Training für ausgewachsene Hunde

Man lernt nie aus und das gilt auch für unsere vierbeinigen Begleiter. Zwar sind Welpen besonders lernfähig, doch zu Ende ist es deshalb an dieser Stelle nicht. Es gibt immer etwas neues zu entdecken, darum solltest du immer bestrebt sein immer wieder neue Dinge mit deinem Hund zu probieren.

Das bietet dir nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern stellt auch körperliche und geistige Auslastung für deinen Hund dar. Je nachdem, was ihr nun gerade machen wollt. Gehe hier einfach genauso vor, wie bei einem Welpen. Mit Spaß, viel Tollem und Geduld. Denn wenn dein Hund das Training als unangenehm empfindet, arbeitet er deutlich schlechter mit und verknüpft womöglich das, was er ja eigentlich gut finden soll, mit etwas Negativem.

Und was ist mit Angsthunden?

Hier gestaltet sich das Umwelttraining natürlich etwas schwieriger, denn wir haben ja kein Hundebaby mehr vor uns, dass man einfach so mit links festhalten kann. Beim Training mit Angsthunden ist eine entsprechende Sicherung das oberste Gebot. Das heißt der ängstliche Vierbeiner wird sowohl mit einem ausbruchsicherem Geschirr bestückt, als auch mit einem Halsband. An jedem Teil wird eine separate Leine befestigt. So kann der Vierbeiner nicht weglaufen, auch wenn er sich gerade das Halsband über den Kopf gezogen hat.

Aber das ist nur Schritt 1. Denn im Gegensatz zu bereits vorgearbeiteten Hunden werden diese nicht nur ein paar Schritte zurück gehen oder kurz Fiepen. Die Reaktionen hier sind ganz unterschiedlich und reichen stellenweise bis ins Extreme. Hier ist es unglaublich wichtig trotzdem Ruhe für den Hund auszustrahlen, egal wie hektisch es wird. Panik verursacht nur noch mehr Panik. Dann versucht man auch den Angsthund zu beruhigen und beispielsweise mit etwas leckerem zu futtern abzulenken.

Man muss hier in besonders kleinen Schritten vorgehen und vor allem langsam, mit viel Geduld. Und ganz wichtig: Zwischen Hund und Halter sollte ein recht gutes Vertrauensverhältnis stehen, sonst fühlt die Fellnase sich in der Situation ja völlig verloren. Dann kann es los gehen. Autos machen ihm Angst? Dann wird sich das Ganze eben erst von ganz weit weg angeschaut. Eben so weit weg wie nötig aber so nah wie möglich, damit wir dann starten können das Auto mit etwas Positivem zu verbinden.

Also nur Mut!

Du siehst also, es handelt sich hier um ein Training, bei dem es wirklich viel Geduld braucht. Zwang und auch Hektik haben hier nichts verloren, denn sie werfen dich nur noch weiter zurück. Vergiss nicht, jeder in seinem Tempo und wenn du einen schüchternen Hund hast, dann muss der auch nicht mit jedem mitlaufen und spielen wollen. Dein Hund muss nicht perfekt sein.

Das Ziel des Umwelttrainings ist es dir und deinem Liebling das Leben zu erleichtern. Euch neue Möglichkeiten zu bieten. Wenn ihr euch mit allem gut arrangiert habt und zufrieden seid, habt ihr euer primäres Ziel schon erreicht.

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